Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne fordert ein erstes Opfer

Mann, Mann, Mann – diese Vodafone-Sache lässt sich nicht abschütteln. Ich bin gerade aus Hamburg zurück und auch dort ist einem an jeder Ecke die “Generation Upload” auf den Fersen, sei es in der Hotel-Glotze oder in Form von Hafen-Bannern mit eher zweifelhaften Werbesprüchen. Ich dachte, ich komme zurück nach Köln und die Sache sei endgültig vorüber – aber nix da.
Jetzt hat die lustige Prügelschlacht im Mitmachnetz ein erstes Opfer gefordert – vielleicht ein zweites, wenn man Sascha Lobos Image-Erdrutsch im Web 2.0 mit einbezieht: doch der macht wenigstens weiter. Wer (auf eigenen Wunsch) definitiv keine Rolle im Internet mehr spielen wird, ist Ute Hamelmann aka “Frau Schnutinger“, die als Comic-Bloggerin von Vodafone eingespannt wurde, um ein Tremolo auf das HTC Magic zu halten. Im offiziellen Es-ist-deine-Zeit-Blog lesen wir von ihr:
Seit drei Monaten habe ich ein neues Handy, das HTC Magic mit Internetanschluss. Tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das ist äußerst praktisch. Mein altes Handy hatte viel zu viele Knöpfe. Zu viele Knöpfe sind nicht gut, da gibt es für mich zu viele Möglichkeiten, versehentlich an ein Knöpfchen zu kommen. Mit dem neuen Handy geht das alles zum Glück leichter, ich erwische immer das richtige Knöpfchen und ich kann die Fotos sogar direkt auf die Plattform Flickr ins Internet hochladen und in mein Blog stellen. So geht mir nichts mehr verloren und meine Handyrechnung beschert mir seitdem auch keine böse Überraschung mehr.
Zugegeben: Hätte ich Kohle für dieses überschäumende Loblieb bekommen, hätte ich es vielleicht ein wenig leiser, diskreter verfasst. Und dafür gesorgt, dass zumindest der faktische Inhalt einer kritischen Überprüfung standhält. Wirres.net weist zu Recht darauf hin: Frau Schnutinger hat zu keiner Zeit mit ihrem Vodafone-iPhone-Killer ein Bild auf Flickr hochgeschossen. Doch dass daraufhin ein Donnerwetter losbricht, das in Kommentaren wie “Ihr seid lebende Fakes. Mein Gott, wie tief wollt ihr denn für die paar Werbekröten noch sinken. Unterirdisch seid ihr doch schon.” gipfelt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass sich die liebe Schnutiger die Sache mit “Werde ein Held!” anders vorgestellt hat, denn nun – über hundert Kommentare (die größtenteils unter die Gürtellinie zielen) später – hat sie die Reißleine gezogen und sich vom Internetpublikum komplett verabschiedet.
Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.
…schreibt sie in ihrem Blog. Und nun? Gucken die Anarcho-Kritiker in die Röhre. Zugegeben, auch ich persönlich habe an der Vodafone-Kampagne kein gutes Wort gelassen (völlig zu Recht, wie ich meine), jedoch zu keinem Zeitpunkt habe ich die große, verletzende Moralkeule gegen die bezahlten Unterstützer geschwungen. Ich sehe in erster Linie zwei Gründe, warum etablierte Netzgrößen bei dem Unterfangen mitgemacht haben: Zum einen hat es noch nie ein Unternehmen gewagt, seine Kunden so offensiv im sozialen Netz anzusprechen und zum anderen müssen auch Blogger hin und wieder Nahrung zu sich nehmen.
Gegen beide Gründe ist in keinster Weise etwas einzuwenden: Wir haben es mit einem spannenden Experiment in der Online-Welt zu tun und auf der anderen Seite müssen Blogger – wie jeder andere auch – Geld verdienen. Was mich am meisten an den Motzkritikern stört ist die Tatsache, dass hier mal wieder die am lautesten geschrien haben, die auch sonst gerne sagen: “Ne, wir zahlen keinen Cent für Inhalte und benutzen zudem Werbeblocker.” Das Kapitel hatten wir schon. Der Leser schuldet dem Blogger nichts – der Blogger dem Leser aber alles, oder wie? Es ist keine Schande, Werbung für ein Unternehmen zu machen, im besten Fall profitiert der Anbieter, der Blogger und sein Publikum gleichermaßen.
Vielleicht ist es eines von den vielen deutschen Phänomenen, die tatsächlich nur hierzulande auffällig häufig hervortreten: Das Gemeckere, das Konservative, das Rechthaberische, die Furcht vor dem Neuen und der Neid, der Neid, der Neid. Anders sind derart persönliche Angriffe nicht zu erklären. Doch wer im Vodafone-Kontext unfair polemisiert, sollte die diffamierten Blogger lieber ordentlich für ihre Arbeit bezahlen oder meinetwegen endlich eine Maschine erfinden, die völlig ohne Zutun Dritter ein Monatsgehalt ausspuckt. Oder einfach die Klappe halten.
(André Vatter)
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Für ein Unternehmen gegen Geld werben ist genauso ein Job wie Mülltonnen leeren, Klinken putzen oder Politiker sein.
Die ganzen Leute welche die Dame beleidigt haben würden sich doch die Hände nach dem Werbevertrag lecken.
Ich bin auch von Vodafone als Kunde nicht so behandelt worden wie ich es mir vorstelle, die Werbeinitiative geht mir auch am Hintern vorbei, aber alles hat seine Daseinsberechtigung.
Das nächste mal sollte Vodafone auf die TV- /Kinospots und Printkampagne verzichten. Die haben meiner Meinung nach erst die Welle der Entrüstung ausgelöst.
Ein gutes Beispiel wie es auch funktioniert, zeigt der FrostaBlog (www.frostablog.de)
Was mich erschreckt: Die Hexenjagd.
Man kann Vodafone zu Recht kritisieren, dass sie versucht haben, mit einer Image-Kampagne “von oben” die Blogosphäre zu “durchdringen” und man muss den “Socal Media Experten” von S&F vorwerfen, dass sie das bekannte Thema Internetsperren völlig unterschätzt haben. Alles weitere ergab sich daraus. Das ist weder der Fehler von Hamelmann noch sonst eines beteiligten Bloggers, sofern er sich nicht “Berater” nennt.
Der Text ansich klingt halt schlicht zu viel nach PR. Kein Mehrwert, keine Nachricht, falsche Zielgruppe. Ein Kommentator in meinem Blog sagte zu recht: zu naiv
just my 2 cents.
@8: “Naiv” vielleicht – aber das rechtfertigt in keiner Weise persönliche Angriffe. Sag ja: Ich hätte es auch anders gemacht.
Und das sie Geld verdienen müssen ist zwar richtig, aber alles hat Grenzen. Für zensufone zu werben geht definitiv zu weit! Klar kann man das anders sehen, aber dann sollte man sich nicht über das Echo wundern…
[...] habe ich gerade bei basicthinking.de gefunden: Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne fordert ein erstes Opfer [...]
beleidigungen haben auch in diesem kontext natürlich nichts verloren – wer aber seine zielgruppe für dumm erklärt und sich für weniger k(n)öpfchen entscheidet, sprich, das kleine 1×1 des marketing nicht beherrscht, für den bleibt die rechnung eine böse überraschung ;)
VERTRAUENSKOMMUNIKATION ist das zauberwort erfolgreichen marketings – und das ist auch gut so!
die moral von der geschicht’:
gezielte irreführung mögen die menschen nicht !
Die Alpha-Blogosphäre hat sich in den letzten Jahre für ihr authentisches, anti-kommerzielles und investigatives Selbstverständnis im Eigenlob ergossen. Motzblogger waren die grossen Stars. Und Journalisten allzu oft nur obrigkeitshörige PR-Schlampen.
Wenn man sich nun verkauft und auf massive Kritik mit Trotz oder Waffenstrecken reagiert, ist das imho klares Zeichen einer Doppelmoral.
Blogger dürfen Alles! … nur nicht kritisiert werden.
Ich glaube, sie hat “dem Netz” mehr zugetraut. Zugetraut, zu kapieren, dass persönliche Angriffe absolut nichts an der Vodafone-Kampagne ändern. Und im Nachhinein dachte sie sich, dass “das Netz” ja vielleicht etwas mehr Verständnis dafür hätte haben sollen, dass sie das gemacht hat. Aber sie wurde enttäuscht.
Vodafone hat die Kampagne zur falschen Zeit gestartet. Zum einen hätten sie ihr Angebot _gleichzeitig_ umbauen müssen, zum anderen hätten sie erst Gras über den Netzsperren-Quatsch wachsen lassen sollen. I**oten.
Vom Soziologie Standpunkt läuft die Geschichte doch im webzweipunktnull genau so ab wie in der offline Welt. Die, die nicht zufrieden sind, oder die, die nicht genug mit ihren eigenen Ideen anfangen können, kritisieren am lautesten.
Das kann man auch als Mob 2.0 allererster Güte bezeichnen, oder Lynchjustiz an einem “Vaterlands”-Verräter am online Pranger…tststs.
PS: Wem die Vodafone Kampagne nicht gefällt, der soll sie doch einfach so behandeln wie eine der 50000000000 anderen Kampagnen großer Unternehmen…mit Gleichgültigkeit.
Vodafone gab mir ein Handy und das ist echt super.
Solch eine unreflektierte Aussage erntet hoffentlich immer Kritik. Das Vodafone sich bei Bloggern einkuaft ist ja gut und schön. Doch dann sollten sie dem Blogger auch die Chance geben Aussagen zu treffen, wie positiv wie auch negativ sind.
Allein durch das Auseinandersetzen der Technik und dem Nennen des Produktes ist doch bereits eine gewisse Werbung vorhanden.
Keep it real ist da halt das Motto und werde kein Mavin
Ich schob das damals – in kritischer Selbstreflektion – auf Neid, der allerdings oftmals gut in hehren Bloggeridealen verpackt war. Offenbar kommen alle paar Jahre Leute auf die Erkenntnis, dass wir nicht gleich sind, und dass die, die hervorstechen, interessanter für andere sind als andere oder so einer wie ich. Nur kann man halt damit umgehen. Oder eben nicht.
Kränkungen nur wegen Werbung sind falsch. Egal wie man selber dazu steht. Ey Mann, es geht doch nur um Konsumprodukte! Das darüber Diskussionen mit philosophisch angehauchten Formulierungen geführt werden, ist unfassbar. Habt Ihr nichts besseres in Eurem Leben zu tun? Ist Euer Leben so konsumfixiert. Ist das das Ergebnis der Millionen Jahre Evolution?
Lasst die Affen der alten Wirtschaft doch Geld an einige von uns zahlen, solange sie noch meinen mit Geld irgendetwas erreichen zu können.
Viele Kritiker sehen einfach nicht die Chance. Warum hat Vodafone die Leute (es waren ja nicht nur Blogger) eingekauft? Sicher auch als Aushängeschild. Aber auch, um sich überhaupt einmal mit der Zielgruppe auseinanderzusetzen: “Was wollen die überhaupt?” Die Testimonials fungieren als Sprachrohr – jedes bringt seine eigene Community mit, die jedoch die Chance nicht genutzt hat. Warum wurde Lobo nicht angehauen, “Hey, das und das könnten die doch besser machen. Gib’s mal so weiter…”?
Für beide Seiten, Unternehmen wie Blogger, war die Situation neu. Ein aufrichtiger Test vom HTC Magic wäre sicherlich die bessere Wahl gewesen – offen und empfänglich für die Fragen der Community.
Was Vodafone mit den Infos gemacht hätte, steht auf einem anderen Blatt, das bis heute zugegebenerweise schon ziemlich schmutzig aussieht. Aber dennoch: ein Versuch war es wert.
bei solchen gelegenheiten kommen regelmäßig unzählige würmer aus ihren löchern, die sich selbst für unglaublich redlich und integer halten, sich allerdings nicht die mühe machen einmal ihr denken und handeln zu reflektieren.
sie müssten von sich selbst auch schwer enttäuscht sein, täten sie es zur abwechslung einmal.
Sie glauben an etwas, sie vertreten etwas, aber eins gerät immer in Vergessenheit, auch sie müssen Geld verdienen. Und das geschieht im Fernsehen, bei NANO genauso wie in der Vodafonewerbung.
Und ich denke dass sich die beiden auch nicht für die Aktionen der Firma rechtfertigen müssen.
Die Chefs von Vodafone verstehen die Funktionsweise des Internet shöchstwarscheinlich selbst nicht! Haben ja wohl BWL studiert, nicht Informatik!
Es ist unsere Aufgabe denen zu sagen, was sie da anstellen und das sinnvoll.
Ohne wen in Schutz nehmen zu wollen, ich hätte auch mit keinem “Webler” gesprochen, wenn die mich dauernd als Lügner bezeichnen und meine Intelligenz in Zweifel ziehen, und das ist im Zensursula-”Kampf” passiert.
Es ist viel schief gelaufen, aber dafür sollte keiner persönlich angegriffen werden! Außer er ist selbst einer dieser Extremen, die nicht von der Stelle laufen können.
Wie Albert Einstein einst sagte: “Manche Menschen stellen sich hin, ziehen um sich einen Kreis, angemessen ihres Horizonts mit Radius 0, und nennen das dann ihren Standpunkt!”
Die die dafür büßen müssen sind die Vodafone Werbemacher… und ich glaube das tun sie gerade schon genug….
Bin nun seit einiger Zeit bei der Konkurrenz und vollkommen zufrieden.
1.) 200 Millionen Kampagnen Budget !!!
2.) Es wird nicht mal ein Produkt beworben sondern nur eine Marke !!!
“Die Alpha-Blogosphäre hat sich in den letzten Jahre für ihr authentisches, anti-kommerzielles und investigatives Selbstverständnis im Eigenlob ergossen. Motzblogger waren die grossen Stars. Und Journalisten allzu oft nur obrigkeitshörige PR-Schlampen.”
[...] auf einen offenen Dialog setzt – was ja zumindest jeder predigt – wenn die Klientel keine Anerkennung für diesen Mut, sondern nur Häme und Respektlosigkeit erwiedern kann? Na dann bleibt [...]
Nicht vergessen: Es war VodAfone, die mit als erstes Anfang des Jahres die Zensurpläne unterstützt haben! Und eben dies, also das bestimmte Unternehmen die Plaene von sich aus unterstutzten, wird ja jetzt auch als Argument von uns #zensursula verwendet.
Zumindest mir geht es nicht darum, das “bekannte” Leute ihr Gesicht verkaufen. Sollen sie mal – irgendwovonmuss das Brot ja bezahlt werden.
Es geht darum, das Vodafone extrem netzschadlich sich verhalten hat. Für so ein Unternehmen macht man keine Werbung!
Was mich aber rasend macht, ist, wenn er als “Ikone” oder “Blogger” geführt wird. Hallo? Der Typ kann gar nichts. nichts. Und bloggen tut er nur sporadisch und ist noch weiter von einer Blogger-Ikone entfernt als ich. Er wird mir als Repräsentant einer Gruppe von Personen vor die Nase gesetzt zu denen ich mich zähle aber die sich nicht von dieser Witzfigur repräsentieren lassen möchte. Das ist der Frevel und nicht anderes.
Und wenn Frau Schnutinger oder Vodafone meinen, sie können sich aufspielen als wasauchimmer, dann müssen sie sich dem Urteil der “Generation Upload”, “Generation C64″ oder wie man es auch immer nennen möchte, stellen. Wer damit nicht klarkommt – gut, der kann gehen. Das Web sind nicht dumme alte Herren die schon seit 50 Jahren die selbe Partei wählen – das Web ist fies, wankelmütig und unbarmherzig – vor allem aber demokratisch. Das ist ihr/unser Potenzial. Und das ist nicht so leicht zu unterwandern wie das genannte Menschen von den Offlinern gewohnt sind.
viele blogkommentar – diskussionen haben das niveau von einer talkshow. meist noch schlimmer weil – man ist ja anonym versteckt sich feige hinter seiner ip und macht andere leute nieder. schade eigentlich
Das hätten sich auch die beteiligten Blogger ausmalen können, dass ihnen bei dieser Sache der Vorwurf des Ausverkaufs vorn Latz geknallt wird.
Auch ich bedaure es, dass gerade jetzt wo sich ein Großteil der Bloggerwelt politisch gegen Netzsperren engagiert hat, ein Teil eben dieser Bloggerwelt die Ideale über Board wirft und Werbung für einen Netzsperrenbefürworter macht.
Da hilft auch das Argument nicht, dass es ein einzigartiges Projekt ist, zum ersten Mal kommt ein Unternehmen so sehr auf Blogger zu, man muss ja auch Geldverdinen, … , bla blabla. Vodafone ist nun einmal einer der Hauptbefürworter der Internetzensur und somit verständlich wenn da viele “Hochverrat” brüllen. Damit muss nun jeder Blogger der sich bei der Aktion beteiligt hat erstmal leben.
Das einige (viele) der Kritiker persönlich werden und die beteiligten Blogger auf übelste weise angreifen finde ich nicht in Ordnung. Aber, alles in allem, auch nicht überraschend. Das Thema ist hoch emotional, und einige Menschen verlieren ihren Anstatt, sobald sie sich in den Weiten des WWW bewegen. Aber das ist nichts neues, das war seit den Anfängen des Internet und wird sich vermutlich auch in den nächsten Jahren nur langsam bessern.
Schade, dass sich jemand wie Frau Schnutiger davon abbringen lässt. Besser wäre es gewesen, sich für eine Weile zurückzuziehen bis die Debatte wider etwas versachlicht wird und die Trolle ein anderes Thema gefunden haben. Gerade sie hatte in meinen Augen eine gute Begründung für die Beteiligung an der Aktion gegeben und ich bin überzeugt, dass sie von der Publicity der letzten Wochen langfristig ne Menge neuer Leser gewonnen würde, wenn sie weitermachen würde.
- Keine netzaffinen und vernünftigen Produkte (Generation Kleingedrucktes)
- Lahmes PR-Geseiere im Blog
- Gefälschte PR-Kommentare im selben Blog
- Werbespots Marke 80er Jahre Coca Cola / Mentos / Wrigley’s
- bekennende iPhone User, die das Konkurrenzprodukt bewerben (Lobo)
- in Blogs gelobte Telefonfähigkeiten, die nicht genutzt werden (Schnutingers Flickr Fotos)
Dazu kommt dann noch die Zensursula Vorreiterrolle.
Das alles ist nicht authentisch, nicht ehrlich, sondern einfach nur Verarsche. Alter Wein in neuen Schläuchen. Und deswegen ist die ohnehin niedrige Hemmschwelle für radikale Flames eben noch niedriger als sonst.
Dass es noch dazu dafür sorgt, dass sich die Blogosphäre nur noch um sich selbst dreht, ist das, was ich an der ganzen Sache am traurigsten finde.
[...] Oku: Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne … Tags: business, ecommerce, firefox, kontrolle, opfer, social-commerce, social-networking, [...]
[...] Kommentar zum Thema hat André Vatter vom Basic Thinking Blog unter der Überschrift “Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne fordert ein erstes Opfer“ geschrieben. Hereinlesen lohnt sich [...]
Was mich allerdings etwas rasend macht, dass ist diese Aussage ‘Die Leser schulden dem Blogger nichts, der Blogger dem Leser aber alles’
Gewissermaßen sehe ich das so, ja. Leute wie ihr hier bei Basic Thinking hättet das Blog niemals von Robert gekauft, wenn die Werbeeinnahme nicht gestimmt hätten und ihr damit keinen kommerziellen Erfolg erzielen könntet. Und wie kam Robert zu dem kommerziellen Erfolg, zu den Werbeeinnahmen, zu dem Status, der ihm noch mehr Werbeeinnahmen bescheren hätte können? Ich denke doch, hauptsächlich durch die Leser. Es ist eine Symbiose, und wer mir erzählt, der Blogger ist zu nichts verpflichtet, niemand gegenüber, der muss vielleicht auch kapieren, dass der Leser ebenfalls niemandem gegenüber verpflichtet ist, vor allem nicht dazu, Verständnis oder eine irgendwie geartete Solidarität zu zeigen.
Ich finde es ganz ehrlich schade, wenn dieses Argument ‘Wir müssen ja auch Geld verdienen!’ dazu genutzt wird, jeden Schritt zu rechtfertigen. Ganz ehrlich, ich muss nicht rechtfertigen, ihr müsste das auch nicht. Aber ihr tut es. Finde ich bezeichnend.
Wenn ich ehrlich bin, dann sind Blogger nicht diejenigen, die auf jeden Hype aufspringen und einen Artikel reinsetzen, um Leute auf ihre Seite zu ziehen – mit oder ohne Werbung (meist möchte man ja anziehen, um irgendein Werbepotenzial herzustellen und zu nutzen). Ein Blogger bloggt um des Bloggens willen, über seine Katze und deren Diarrhoe, oder was auch immer. Banal, uninteressant und vermutlich auch nutzlos… yep. Aber Blogger seid ihr in meinen Augen nun wirklich nicht.
Kennt Ihr das auch, daß irgendjemand abkratzt, das in den Nachrichten kommt und Ihr dadurch das erste Mal überhaupt von der Person Notiz nehmt?
[...] BasicThinking.de [...]
Wenn Onlinewerbung so richtig floppt…
[...] Der momentane Höhepunkt der Geschichte ist der Ausstieg von Frau „Schnutinger“, die sich einen Namen als Comic-Bloggerin gemacht hat. Zu viele Anfeindungen in Blogkommentaren [...]…
Was aber gar nicht geht und darum sollte man sich hier streiten ist, dass man sich als Leitbild einer Generation definiert und diese dann für einen Judaslohn verrät. Hätten die Ikonen der Generation Web 2.0 mal nur für 5 Cent nachgedacht, hätten alle voraussehen können, dass sie die eigene Integrität grade an einen Konzern verkauft haben, der sich mit der Generation genauso identifiziert wie T-mobile mit Fussballfans, oder Krombacher mit dem Regenwald.
Hier ging es einfach nur um einen Deal. es ging darum, eine Zielgruppe auf eine möglichst effiziente Art zu erreichen, ob das nun die Granufink-Generation, die Generation Golf oder wer auch immer ist.
Und da hätte ich persönlich erwartet, dass die Helden dieser Generation entweder versuchen, das gesamte Projekt in eine sinnvolle Richtung zu bewegen und vielleicht einen ehrlichen Diskurs über die Themen (nicht nur der freiwilligen Netzsperrungen) zu beginnen. Das geht aber nicht, weil es darum bei derlei Kampagnen nie geht (ich weiß das, weil ich aus der Werbugn komme). Oder die beiden hätten soviel Geld verlangen sollen, dass es bis ans Lebensende reicht – das wäre dann wenigstens ehrlich gewesen.
So bleibt beiden nur der Rückzug aus dem Rampenlicht, weil ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich überhaupt nicht ungeniert in der Generation “Upload”.
Also irgendwie kann ich die Kommentare nicht mehr hören – wo das Problem sein soll?
GANZ EINFACH: In den Handlungen der Firma Vodafone! Das Problem ist, das Vodafone Zensur will und unterstützt.
Selbstverständlich ist es kein Problem, das Leute ihr Gesicht verkaufen. Das ist sowas von kein Problem, das es unsinnig ist, das zu erwähnen. Das es um Werbung (also Geldverdienen) geht, hat mit dem Problem (Unterstützung einer zensurfördernden Firma) rein ganz und gar nichts zu tun.
Andererseits, wie schon mal gesagt: Klar muss Geld verdient werden. Aber doch nicht, indem eine “Zensur-Firma” supported wird! Das geht schlicht zu weit, das finde ich nicht zu rechtfertigen.
Es geht hier nicht um das Geld sondern viel mehr um die Zensur von Ursula von der Leyen UND VODAFONE. VODAFONE IST EIN UNTERSTÜTZER DIESER ZENSUR!
Finde beide Blogger haben sich ein Eigentor geschossen und haben nur die EURO-ZEICHEN in den Augen gehabt! Sie haben sich zu billig verkauft! Ihre Glaubwüdigkeit wäre damit wohl total zerrüttet.
Die gute Frau Dingsda hat schon aufgegeben und das ist auch gut so.
Was mit dem Blog Kasper ist/wird zeigt sich in der Zukunft.
[...] Artikel zum Thema Geld verdienen im Internet und Bankenpleiten, muss man sich die Augen reiben. Einige Blogger haben für die Firma Vodafone als Testimonial hergehalten und werden quasi aus de…. Frank Bültge bietet sein Wordpress-Wissen kostenlos an un bittet um freiwillige Spenden mit [...]
Ja und nein. Ja, weil’s richtig ist, und nein, weil nicht so, wie’s klingt. Man seinen Job genauso verl^Wunglaubwürdig machen wie der typische Politiker, und man kann Politik machen, ohne seine Seele dabei zu verkaufen. Und das gilt auch für andere ‘Job’s.
#1: “Die ganzen Leute welche die Dame beleidigt haben würden sich doch die Hände nach dem Werbevertrag lecken.”
Ok, ich habe sie nicht beleidigt (als ich von ihr wusste, war schon alles vorbei), aber bevor ich Werbung für Vogofone mache, müßte ich schon am Verhungern sein. In der Tat bin ich gerade dabei, mich von einem lukrativen Kunden zu trennen, mit dessen Produkten ich nichts mehr zu tun haben mag.
Und ich möchte mich hier nicht als Moralapostel aufspielen: Es ist meine Entscheidung, mit dem Treiben von Zensursula und BKA nichts zu tun haben zu wollen, und das schließt halt auch Werbung fuer Vogofone aus. Was Ihr macht, müßt Ihr vor Euch selbst vertreten können und nicht vor mir.
#51: “Die gute Frau Dingsda hat schon aufgegeben und das ist auch gut so.”
Nein, ist es nicht. Jemanden aus dem Netz zu vergraulen ist nie eine gute Tat. Nichtmal, wenn es Schäuble wäre. Respekt gebührt nicht nur den Leuten, die mit uns einer Meinung sind, und auch denen, die einen Fehler gemacht haben. Das ist nämlich auch erstmal nur in unseren Augen so.
Andreas
[...] Vodafone-Werbung mit Bloggern André Vatter vom Basicthinking-Blog über die Folgen einer Werbekampagne [...]
[...] Linktipps 09:50 Andre Vatter von Basicthinking zur Vodafone-Werbekampagne 23:48 Lili Masuhr stellt Rekorderberlin und Gosse Guys vor 27:20 Chris Guse erklärt die [...]
http://www.spiegel.de/netzwelt.....44,00.html
Greetz
FA 8-)
[...] Post zur Vodafone-Kampagne auf Basic Thinking (siehe auch hier) hat hohe Wellen geschlagen: Ich habe keine Ahnung, warum sich [...]
http://www.vodafail.de
[...] von der Partie, waren unter anderem die beiden bekannten Blogger Robert Basic (der einst auf Basicthinking bloggte) und Sascha Lobo [...]
[...] Durch die Berichterstattung der einschlägigen Medien zu den Kampagnen und Fehltritten von Vodafone, Jako und Co. ist vielen Verantwortlichen bewusst geworden, dass die Kommunikation mit und in den [...]