Gunman fürs iPhone: Wie Paintball in der echten Welt – nur ohne Flecken

André Vatter

Es gibt einen Haufen Vorzüge, die Augmented Reality mit sich bringt. Wir finden uns in fremden Städten schneller zurecht, bekommen den Weg zur nächsten Bushaltestelle angezeigt und können ungestraft all die Leute abballern, die uns Tag für Tag auf die Nerven gehen… Moment. Stimmt das? Ja, neuerdings ist es tatsächlich möglich. Die gerade für das iPhone veröffentlichte virtuelle Paintball-App „Gunman“ soll der erste „Multiplayer-Augmented-Reality-First-Person-Shooter“ der Welt sein, heißt es in der Presseerklärung. Alles, was dazu nötig ist, sind tatsächlich nur ein Apple-Handy und das Gunman-Game für (derzeit) 79 Cent.

Gezielt wird mittels Kamera und Display, per Multitouch-Kneifer lässt sich dann näher an das Ziel heranzoomen. Nachgeladen wird dank Beschleunigungssensor mit einer leichten Bewegung aus dem Handgelenk. Nehmen mehrere Spieler am Match teil, müssen sie sich in derselben WLAN-Zone befinden, damit Treffer registriert werden können. In diesem Fall vibriert das Handy des Getroffenen. Erfolgreiche Schützen bekommen zudem die Scores gutgeschrieben und steigen im Ranking auf. Wer möchte, kann seine Ergebnisse auch gleich automatisch bei Twitter hochladen, um die Follower-Gemeinde zu beeindrucken (oder abzustoßen).

Der Entwickler Shadowforce sieht in dem Konzept des virtuellen Ballerns noch ordentlich Spielraum für Innovationen: „Dies ist nur der Anfang, Gunman wird regelmäßig Updates erhalten, etwa Team-basierte taktische Missionen (in der Art von Capture the Flag), ein Arsenal neuer Waffen, eine internationale Rangliste und vieles mehr.“

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.