"Wir haben es uns anders überlegt": tr.im ist wieder da und stänkert weiter gegen Twitter

Michael Friedrichs

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Es liest sich wie ein schlechter PR-Scherz . Noch am Montag habe ich darüber gebloggt, dass die Betreiber des Kurz-URL-Dienstes tr.im ihr Angebot eingestellt haben – wegen der zu hohen Kosten und wegen der fehlenden Möglichkeiten zum Geldverdienen. Offensichtlich hat es sich die Chefetage aber noch einmal anders überlegt, denn heute heißt es im hauseigenen Blog: Der Dienst mit allen Funktionen (unter anderem auch das Statistik-Tool) stehe ab sofort wieder allen Nutzern bereit – und zwar auf unbestimmte Zeit. Der Grund für Kehrtwendung: Die überaus positiven Reaktionen der Nutzer hätten die Betreiber dazu bewogen, ihre Entscheidung, bei tr.im den Stecker zu ziehen, zu revidieren und weiter zu machen.

Zugleich erneuerte Nambu Network (die Firma hinter tr.im) seine Kritik in Richtung Twitter. Durch die extreme Bevorzugung von bit.ly bei der Auswahl eines Kurz-URL-Dienstes seien die Möglichkeiten, mit tr.im Geld zu verdienen, stark eingeschränkt. Um bit.ly von seiner Monopolposition zu vertreiben seien hohe Investitionen nötig, um die Entwicklung des eigenen Dienstes weiter voranzutreiben. Auch an einen fairen Wettbewerb könne hier nicht die Rede sein.

Deshalb sei man auch weiterhin auf der Suche nach finanzkräftigen Partnern (die Rede ist von 80.000 bis 100.000 US-Dollar), die tr.im dringend brauche, um weiter existieren zu können. Angebote von Spammern und unseriösen Partner würde man allerdings rigoros anlehnen, heißt es. Ebenfalls nicht zum Zuge kämen Angebote, mit Werbeeinblendungen zwischen den Redirects ein paar schnelle Dollar zu machen.

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.