Hochpreisig verboten?

Robert Basic

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habe mich gestern mit einem Gründer unterhalten, der in den nächsten Monaten seinen Service anbieten möchte. Es geht um Events, mit denen er Geld verdienen möchte. Es sollen Funevents und keine Firmenevents sein (Mischung aus Indoor und Outdoor Elementen). Interessant waren die Teilnehmerzahlen, von den der Gründer ausging: aufgrund des niedrig angesetzten Teilnehmerpreises – der 3 Wochenendtage beinhaltet – müssten es schon ca. 30 sein. Oups… 30 ist angesichts dessen, was der Gründer vorhat, eine gewaltige Zahl. Nicht nur für die Kundenakquise pro Event, sondern auch vom Management der Gruppe, da die Koordination der Teilnehmer ein wesentlicher Bestandteil des Events ist. Logistisch-technisch ohne Hilfskräfte kaum machbar.

Gerade Gründer überschätzen sich sehr schnell hinsichtlich ihrer zeitlichen Aufwendungen und stellen sich Dinge oftmals viel zu einfach vor. Gerade das Management einer 30er Gruppe und die Akquise ist am Anfang ungemein schwer, da man keine Erfahrungen darin hat. Mein Vorschlag war daher, lieber den Kreis sehr überschaubar zu halten (maximal 10 Teilnehmer), damit das Organisieren auch Fehlerpuffer erlaubt. Und zum anderen war das Gespräch über Pricing hochspannend: mE bietet der Gründer etwas an, das Grundbedürfnisse des Menschen abdeckt. Nämlich Entspannung und Spass. Ich bin nicht der Meinung, dass man hier unbedingt von Niedrigpreisen ausgehen muss, wenn das Event genügend Elemente anbietet, die den inneren Wert für den Kunden monetär gesehen wesentlich aufwerten. Die Kundschaft in der Region, in der der Gründer starten wird, weist mit das höchste Einkommensniveau in Deutschland auf die nächsten Jahre hin noch aus. Zahlreiche Kunden sind davon entweder Singles und verfügen über gut dotierte Job oder sie sind über 50 und wissen nicht wohin, mit ihrer Freizeit und ihrem wohlverdientem Vermögen. Wenn sich da kein Event finden liesse, der ruhig 1.000 Euro für 3 Tage kosten darf und dennoch genügend Kunden anspricht, würde ich mich sehr wundern. Alleine gutverdienende Singles suchen heutzutage nach hochwertiger Entspannung und eleganten Möglichkeiten, Partner zu finden. Die Kombination ist locker 1.000 Euro wert in meinen Augen, wenn ich das so pauschal sagen darf.

Was die Ausgestaltung des Events angeht, habe ich dem Gründer einen ungewöhnlichen Weg vorgeschlagen: Kinder im Alter zwischen 10 – 15 Jahren spinnen lassen, da die so herrlich unbeleckt sind und mE unglaublich geniale Ideen produzieren, wenn sie mal von der Leine gelassen werden 🙂 Aber das ist nur eine Idee. Ob das wirklich klappt, weiss ich nicht, doch wenn ich an meinen 7jährigen Sohne denke, wie kreativ der im Erfinden von Stories und Spielen ist, habe ich da eigentlich keine echten Bedenken, dass da nix bei rumkommen würde.

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Na ja, das so meine kurzen Ideen zu dem Thema.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.