Air Taxi in D

Robert Basic

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ist sie nicht schön:
Piper Meridian

Eine Piper Meridian mit Druckkabine. Im letzten Gespräch mit unserem Vertriebsspezialisten, der uns bei dem Unternehmensprojekt Meipor tatkräftig unterstützt und berät, hat sich rein zufällig ergeben, dass er begeisterter Flieger ist (Stefan, Interesse an einem Kontakt?). Sein Traum ist, dass sich Air Taxis in D in den nächsten fünf Jahren als anerkannte Alternative zu Bahn und Auto durchsetzen werden. Wir hatten das anhand eines Beispiel mal kurz beleuchtet und kamen zum Schluss, dass das jetzt schon eine überaus spannende Geschichte ist. Wir nahmen als Zielstrecke Frankfurt / Main nach Dresden mit dem Auto, 3 Personen. Normalerweise dauert die Fahrt dahin 4 Stunden, alleine die Hinfahrt. Mit dem Flieger – wenn ich mich richtig erinnere – ca. 1 Stunde. Die Kosten für 3 Personen bewegen sich um die 700 Euro (natürlich hängt das vom Flieger ab, mit einer Falcon zahlt man alleine zig tausend Euro dieFlugstunde …uffz!!). Angesichts dessen, dass ein Geschäftstermin dort immer so abläuft, dass man aufgrund der Rückfahrt mit dem Auto so lange benötigt, kann man sich die Übernachtungskosten im Hotel einsparen. Und man fliegt noch am gleichen Tag wieder zurück. Also spart man ganz locker 6 Stunden!!! Das ist für Geschäftsleute mit einem engen Terminkorridor unbezahlbar. Es gibt kein vergleichbares Transportmittel wie dem Flugzeug, das es einem ermöglicht, an einem Tag mehrere Termine über weitere Strecken zu erledigen. Es geht also hierbei weniger um die absolute Ersparnis in Cash, wenn man an Bahnticket Kosten denkt, etc… das ist ca. gleich auf, sondern absolut um die Zeit gemessen in Einnahme bzw. Einnahmesatz die Stunde. Sprich: Nicht Kostenminimierung, sondern Ertragssteigerung! Natürlich kann man die Kosten nicht ausser Acht lassen, doch die sind heute nicht so hoch wie ich dachte. Im Gegenteil: Überraschend gleichwertig.

Dazu kommen noch andere Vorteile gegenüber herkömmlichen Inlandsflügen der Lufthansa: Man kann ohne Wartezeiten einchecken und man kann sehr nah an den Zielort gelangen, da die Flughafendichte für solche Art von Flugzeugen in D sehr hoch ist.

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Der o.g. Vertriebsspezialist fliegt momentan einige Excecutives regelmässig im innerdeutschen Bereich, aber auch im innereuropäischen Bereich zu nahezu allen Wetterlagen und Tag/Nachtzeiten, da er – wie auch die beauftragten Piloten – eine adäquate Lizenz innehalten und über entsprechend ausgestattete Flugzeugmodelle verfügen. Die Kosten für die Flugstunde werden mit Einsatz eines neuen, dieselgetriebenen (!) Flugzeugs, der TT62 (anbei ein Bild:
TT62 )
nochmals fallen, da die Maschine wesentlich weniger Gallonen verbraucht, als bisherige Flugzeuge ähnlicher Kategorie. Hinzu kommt, dass die Maschine hinter den Passagieren plaziert ist (sieht man an den Propellern) und ultraleise im Innenraum ist. Der Clou: Die – es sind zwei – Aggregate lassen sich sehr schnell nach unten hin herausnehmen und warten. Bei bisherigen Maschinen muss man ganz schön herumfriemeln, um an alles heranzukommen. Nebenbei, Colani hat das Design des Fliegers entworfen, daher sind auch im obigen Bild die Fenster noch rund 😉 Der Hersteller hat aber für eckige Fenster bei der finalen Produktion gesorgt, da das kostenschonender bei der Herstellung ist.

Der Hersteller entwickelte die TT62 mit dem Ziel, ein sehr kostengünstiges Fluzeug anbieten zu können:

Für Personen mit einem erheblichen Reisebedürfnis gibt es nichts besseres, schnelleres als das Individualflugzeug, es ist allen anderen Verkehrssystemen bei weitem überlegen. Doch in der „Kleinluftfahrt“ müssen Flugzeuge zunächst mal eines werden: deutlich preiswerter! …
Sensationell ist die so genannte „specific range“: 3,5 und 4,6nm pro 1 kg verbranntem Treibstoff! Ohne Berechnung einer Reserve ist damit im unteren Luftraum ein IFR-Flug von Hamburg nach München mit gut 100kg Sprit (etwa 130 Liter) möglich! Bei einem projektierten Tankvolumen von mindestens 600 Litern kommt so eine no-reserve Reichweite von 1.500 bis 2.000nm heraus! Mit 45min Reserve bleiben immer noch über 1.700nm! Das heißt: ein Nonstop-Flug von Frankfurt nach Luxor oder Grönland oder Spitzbergen ist möglich!

Also? Wir werden auf Meipor peu á peu Air Taxi Dienste anbieten. Geil!!! Es geht bei Meipor nicht immer nur um tolle Konditionen für KMU’s, sondern auch – was uns immer klarer wird – um Dienste, die nicht primär mit Kostensenkung im Einkaufsbereich zu tun haben müssen. Ich liebe die Luftfahrt, habe mich aber noch nie damit ernsthaft auseinandersetzen können. Obwohl ich fast dort gelandet wäre: Nach dem Studium hatte ich ein Angebot bei der ehem. Condor (heute heissen die wieder so 🙂 im Bereich Controlling für neue Flieger. Es ging um die kalkulatorische Planung der Flugkostenfaktoren (Flugstrecken, Leistungsdaten, etc..). Alleine schon wegen den überaus attraktiven Stewardessen, die dort in der Kantine aus und ein gingen, hätte das zusätzlich Spass gemacht, doch ich konnte einem Alternativangebot meiner Ex-Bank nicht „nein“ sagen :-))

Es wäre faszinierend, am Aufbau einer neuen und doch wieder sehr alten Transporttechnik in D mitzuwirken, wenn auch nur am Rande, aber immerhin!

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.