Sonstiges

Bürokratiekosten vs. F&E Kosten

krass: die unternehmerischen Bürkokratiekosten betrugen 2002 ca. 46 Mrd Euro gegenüber 37 Mrd Euro für Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Ursache: 5.000 Gesetze, 85.000 Einzelvorschriften. Von den o.g. Kostn muss der Mittelstand 84% tragen, wobei Unternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern 40-mal höhere bürokratische Durschnittskosten aufweisen als Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Das Letztere ist an sich klar, da sich relativ wenig Mitarbeiter in Grossbetrieben mit dem Kram herumprügeln müssen. Bei Klein/Mittelbetrieben macht das der Chefe häufig selbst.

Quelle: Wirtschaftspolitische Positionen 2004 der IHK-Organisation, S.20


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

2 Kommentare

  • Die angegebenen Bürokratiekosten für kleine Unternehmen scheinen mir überhöht zu sein. Sie basieren auf der Annahme, daß diese Unternehmen tatsächlich die bürokratischen Auflagen erfüllen. Meiner Erfahrung nach, die durch Gespräche mit solchen Unternehmern bestätigt werden, ignorieren viele Kleinunternehmer diese Auflagen schlichtweg.

    Administrativ bearbeitet werden – häufig nach der „eigentlichen“ Arbeit – vorrangig solche Eingangspost, die Umsatzerlöse oder Kosteneinsparungen vermuten läßt. In zweiter Linie kümmert man sich um alles, wo Bussgelder, Versaeumniszinsen usw. zu erwarten ist, wenn man sich nicht darum kuemmert. Der grosse Rest – statistische Meldungen, Auflagen, Gesetzesaenderungen – von denen keine konkrete „Gefahr“ droht, werden auf den Sanktnimmerleinstag verschoben.

    Angesichts des Wirrwarrs an Neuregelungen, bei denen die oeffentliche Verwaltung ohnehin mit dem Vollzug nicht nachkommt oder die bereits vor Inkrafttreten „nachgebessert“ werden, erscheint mir diese Taktik des Durchwurstelns, bei der erst reagiert wird, wenn ein Gesetzeshueter vor der Tuer steht, ganz vernuenftig zu sein.

    Knapp formuliert, verhalten sich viele Kleinunternehmer mittlerweile nach dem Motto „Legal, illegal, scheissegal“. Und das ist gut so.

  • So klar ist mir das nicht, denn sooo viel verdienen die wenigsten Chefs in Kleinstunternehmen, daß der Unterschied damit zu erklären wäre..

    Eine weitere Erklärung könnte darin bestehen, daß der Fixaufwand bei diesen bürokratischen Dingen enorm groß ist, der anteilige Aufwand zur bürokratischen Verwaltung eines Mitarbeiters dagegen sehr klein (um 500:1).
    Da ich das auch nicht für besonders realistisch halte, tippe ich einfach darauf, daß hier auf Vorrat gejammert wird – wobei aber verfahren wird, wie von Gerhard oben recht anschaulich beschrieben.