Unternehmensblogs ja, aber wo sind die Kunden?

Robert Basic

Klaus führt auf seinem PRBlog gute Gründe auf, Unternehmensblogs zu führen.

Kritisch hinzufügen möchte ich noch folgende Hinweise aus eigener Erfahrung: Wie bei jedem Instrument dauert es eine Weile, bis die Kunden das Blog als Blog-Informationsmedium wahrnehmen. Hä? Ja, verkauft man den Lesern die Infoseite als ein Blog, werden sie es schlichtweg nicht schnallen. Sie werden sich eher am Begriff des Blogs aufhalten und verzweifeln, statt die eigentlichen Infos zu lesen. Sagt einfach, dass es eine Newsseite wie jede andere auch ist, dann gibt es keine Probleme. Denkt auch auf keinen Fall, dass die jetzt wie verrückt anfangen, mit Euch über die Kommentare in Kontakt zu treten. Dazu gibt es eben das herkömmliche Kontaktformular, das Telefon, die E-Mail, das Callcenter, das Fax, etc… und so werden diese herkömmlichen Gewöhnnugskanäle seitens der Kunden auch weiterhin genutzt. Es wird dauern. Plant das ein, bis die Kommentarfunktion des Blogs Einzug in die Kundenkommunikations Gewohnheiten einhält. Integriert das Blog vollständig in die Seite, lasst es nicht separat mit eigenem Design irgendwo herumstehen. Beispiel ist die Seite von Rabbit Marketing, die das Blog integriert haben. Solltet Ihr auf die Idee kommen, Partner und/oder Lieferanten in das Blog als Mit-Contentgeneratoren einzuladen… vergesst es, auch da wieder das Gleiche: Die haben keinen blassen Schimmer und handeln typisch wie ein normaler Homo Sapiens: Alles was neu ist, wird innerlich abgelehnt und widerstrebend aufgenommen. Wenn Ihr es unbedingt machen wollt, schreibt denen quasi vor, was Ihr haben wollt und stellt es für die ein. Aber auch hier bitte diplomatisch bei den o.g. Partnern vorgehen: Noch herrscht die Mentalität vor, jegliches noch so kleine Know How Schnippsel nicht preiszugeben und schon garnicht im Netz :-))

Es ist ein zähes Blogbusiness, wie alles im Geschäft, man muss es sich erarbeiten, überzeugen, nicht locker lassen, immer wieder probieren, testen, etc… aber es lohnt sich auf alle Fälle, wenn man an die Google Positionierung, neue Kontakte und vaD an die Kunden denkt, die man mit einem Blog auf alle Fälle gut erreicht, nämlich die dazu affinen Kunden. Auch wenn es nur 10% sind. Es sind Kunden! Bei allem, was Ihr macht, um das Blog als Instrument zu verwenden: Denkt daran, Euch von Eurer Begeisterung und dem Wissen um Blogs zu lösen, versetzt Euch stets in die Position der Non-Blogger, die das nicht kennen und ablehnend bzw. sehr zögerlich auf neue Instrumente reagiern. Die Stossrichtung von Blogs ist völlig richtig und strategisch vorteilhaft auszunutzen, da die Internetuser vermehrt das Web als Kanal immer stärker nutzen, es immer besser kennenlernen und immer weniger auf Unternehmen reagieren, die es nicht verstehen, normal zu reden. Macht Eure Erfahrungen mit Blogs, versprecht Euch keine Wunder und seid geduldig. Es wird Euch normalerweise nicht schaden, neue Wege zusätzlich zu gehen. Blogs werden ein Standard werden, spätestens dann wenn es sich herumgesprochen hat, dass die fürs Ranking im Web sehr nützlich sind (klar, auch in diesem Bereich wird es ebenso wie bei anderen Möglichkeiten: Vorteile nivellieren sich, was das Thema angeht).

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Abschliessen möchte ich mit den Worten von Loic:

Don’t want a virtual identity ? It is going to be difficult to hide… What is also interesting is the online reputation of products, services and companies starts to appear as well. I actually like this transparency very much. It will be easier to know who is a trustable person and ban from your business relations any company or person that you heard way faster than before that you should not trust.

Loics Originalartikel über die Digitale Reputation >>

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.