Ideenklau? Befruchtung?

Robert Basic

vor einigen Monaten mit einem Geschäftskontakt zwecks Kooperation gesprochen und ihm ein Konzept erklärt. Der Kontakt war insofern interessant, da er über zahlreiche Direktkontakte zu seinen gewerblichen Kunden verfügt. Interesse hatte er, das ja. Doch dann erfuhr ich, dass er das Ding nun selbst durchzieht.

War das vorher zu erwarten gewesen? Schwer zu sagen, denn man kann nie in den Kopf einer Person hineinschauen.

Was kann man also tun?
– Vertraulichkeitsvereinbarung = Ein Vertrag, der eine Partei dazu verpflichtet, Stillschweigen zu bewahren, wie auch die Idee nicht selbst umzusetzen. OK, hört sich immer ganz toll an, doch wer mag schon jemanden ans Bein pinkeln, der einen langen Prozess finanziell locker wegsteckt?
– Das jetzige Geschäftsmodell des Kontakts genauer durchleuchten: Kann die Person ressourcentechnisch ein zusätzliches Geschäftsmodell selbst auf die Beine stellen oder braucht er einen Externen dazu? Dazu muss man allerdings – wie bereits erwähnt – selbst schon sehr genau das bestehende Geschäftsmodell des Kontakts betrachten. Nun ist es ja nicht so, dass man gleich alle Infos auf dem goldenen Tablett serviert bekommt. Aber es gibt Indikatoren, wie zB die Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der Kunden, mögliche Prozesse zum Betreiben des Geschäfts, Alter des Betriebs, etc…
– Wie ist die Person selbst? Wirkt sie fair, ist sie möglicherweise gut vernetzt, wie gut es der Person finanziell, was sagen andere, etc..
– Nie so viel erzählen, dass das Gegenüber das System komplett überblicken kann und auf die Erfolgs-Faktoren kommt.

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Je mehr schwarze Flecken existieren, umso unsicherer wird die Sache, jemanden sein Konzept vorzustellen. Es gibt wohl kein Standardverfahren in diesem Bereich, was neue Kooperationen angeht. Man sollte vorsichtig sein und wenn man ein gutes Gefühl hat, dann vorstellig werden.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.