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Firefox vs. Internet Explorer

kleine Aufregung am Rande in der deutschen Blogospähre: Die mächtige und böse BILD Zeitung hat Firefox gegen den Internet Explorer antreten lassen und der Gewinner wurde IE 🙂 Das wurmt natürlich die Poweruser unter den Bloggern. Es wären nicht alle Kriterien – die „Richtigen“ – zugrundegelegt worden.

Es gibt dabei leider ein typisches Problem: Die „Ingenieurssicht“ bzw. „Entwicklersicht“. Ein Ingenieur würde ein Auto bauen, das zu teuer und kaum zu bedienen ist (siehe BMW 7 mit seiner besch… Konsole). Entwickler bauen Tools im Open Source Bereich, die zwar ganz dolle sind, doch nicht gerade vor Usability und Ergonomie glänzen. Ich selbst kenne als ehemaliger Lotus Notes Spezialist die Probleme der User mit dem Tool, wenn man rein die E-Mail Anwendungsschicht betrachtet. Outlook ist nun mal einfach bedienbarer. Da kann man noch so sehr auf die tollen Features von Lotus schielen. Der User entscheidet und das idR wie „schön“ und wie „einfach“ ein Tool ist. Insofern hat die gerühmte Bild Zeitung nicht so sehr unrecht. Das platte rumdreschen auf Microsoft ist streamline, ok, aber nicht zielführend, wenn man Dinge objektiv betrachten möchte. Und das Thema Sicherheit? Jeder ITler weiss, dass ein Tool nur solange sicher ist, bis sich die richtigen Leute der Lücken annehmen.

Ich wundere mich oft, warum manch ein Entwickler so ein Religionsgedönse aus der Frage machen muss, ob das eine oder andere Programm besser ist. Der User entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg, sonst niemand.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • mit Trackback gibt es massiv Probleme. Auf dem MEX Blog hängt das nicht nur wegen der buggy Version per se zusammen, sondern auch wohl mit dem rewrite der URLs schätze ich mal (über die WordPress Engine).

  • Verschiedene Menschen haben verschiedene Ansichten und Bedürfnisse. Ich persönlich bin vom IE weg, weil ich die Bedienbarkeit extrem schlecht fand, und dann haben die ständigen Popups und was weiß ich noch genervt. Zuerst habe ich zu Opera gewechselt, von da zu Firefox. Und ich habe es keine Minute lang bereut.

  • Juhuuuu Flamewar!!!
    Nein, mal im Ernst. Ich nutze nun seit einigen Tagen ausschließlich Firefox. Natürlich sieht es auch erst richtig „schön“ aus, wenn man sich neue Themes draufgespielt hat (Noia 2.0 ist mein Favorit).
    Ich habe derzeit fast nur noch Open Source Software auf meinem Rechner. In allen Bereichen hat es sich bewährt. Allerdings nutze ich die Maschine auch intensiv, weswegen ich natürlich auch genug „Freizeit“ habe alles anzutesten.
    Ich kann auf jeden Fall nur empfehlen, etwas experimetierfreudiger zu sein. Man findet Lösungen, die man nicht bei proprietärer Software findet, oder die man teuer bezahlen müsste.

  • Ich habe nichts dagegen, wenn Bild-Leser IE nutzen, solange weder a.) ein Bild-Leser und b.) ein Bild-Schreiberling mein Admin ist 🙂

  • Was soll am Firefox unkomfortabler sein als am IE? Im Gegenteil! Allein das tabbed Browsing… Ich muss bei meiner Arbeit oft viele Seiten nebeneinander offen haben, und das geht mit nichts so gut wie mit Firefox (plus einer kleinen Erweiterung). Da kann ich die Registerkarten sogar in die Reihenfolge schieben, die ich gerne hätte und klicke dadurch auch dann auf die richtige, wenn die Macher es versäumt haben, vernünftige Titel zu vergeben.

  • @djo :-)))

    @Birgit: Den meisten Usern ist die religiöse Anbetung eines Browsers frremd. Ob das Ding nun um 10% besser bedienbar ist (IE oder FF) ist den DAUs doch völlig schnuppe 🙂