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Blogs als Early Warning Systeme

Anlässlich des schaurigen Naturereignisses in Südostasien, stellen einige Blogger wie Loic, Jim und andere fest, dass Blogs hätten Leben retten können.

Phisland – ein Blogger – hat über das Beben drei Stunden vor Erreichen der ersten Tsunamiwellen berichtet.

So genial auch die Idee ist, Blogs als untereinander vernetzte Warnsysteme einzusetzen, die mit rasender Geschwindigkeit eventuell auch über das Anbinden an weiterer Broadcasting-Systeme – wie etwa Foreneinträge, automatic voicecall, Audiostreaming über Internetzradios, etc… – andere informieren, so stellt sich eine grosse Hürde: Wie stellt man fest, ob die Meldung authentisch ist oder nicht? Und was wird gesagt? Wie zuverlässig ist das?

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Lieber Robert, es ging nicht so sehr darum, dass nun Weblogs die Schutzengel des Indischen oder anderer Ozeane sein sollen oder sonstwie Katastrophen vorbeugen könnten. Es ging eigentlich darum, dass in diesem speziellen Fall die Information über ein schweres Seebeben so einfach für jedermann abrufbar war, dass es mich wundert, dass keine der Instanzen in den betroffenen Ländern diese Information abgerufen und reagiert hat.

    Kurz dargestellt: Auch mit recht einfachen Mitteln, lassen sich zumindestens Basisinformationen aus den existierenden offiziellen (und sogar öffentlichen) Quellen für ein Frühwarnsystem abrufen.

    Zufälligerweise hatte es diesmal ein Blog ausgenutzt.

  • die Frage haben wir auch gerade in der Familie diskutiert, warum ein Internetnutzer diese Information aufnimmt, während offizielle Stellen leider gepennt haben oder aber es keine Systeme gab, um einen solchen Prozess der frühen Warnung in Gang zu setzen.

  • Was wäre wenn… , hinterher kann man dies immer sagen. Doch ich möchte zu bedenken geben, dass das beben um 3 Uhr Ortszeit geschah, in einer Region deren Infrastrukur sehr dürftig und die Leute noch ärmer sind.

    Ich denke auch, dass diese Warnungen den offiziellen Stellen vorbehalten sein muss. Eine zentrale Stelle, die nur den Behörden zusteht. Kaum auszumahlen, was Falschmeldungen für Schaden anrichten können. Mein Fazit: Ein Vorwarnsystem muss her, aber ein offizielles und die Infrastruktur, die Menschen zu warnen und zu evakuieren.

  • Ein Frühwarnsystem existierte ja. Allerdings waren die betroffenen Länder nicht daran angebunden. Das ist das einzige Problem.
    Wie bei jeder vorbeugenden Maßnahme wird diese jetzt wohl ergriffen werden – nachdem das vorzubeugende Ereignis bereits eingetreten ist.

  • Am 24. Dezember 2004 war bereits ein Seebeben der Stärke 8.1 ohne Tsunami gewesen. Mag sein, dass dieses Ergeignis ebenfalls eine Rolle bei der Einschätzung der Situation gespielt hatte.

    Denn die Seismologen hatten ja den Ausschlag und kannten die Auswirkungen des Erdbebens mit beinah entsprechender Heftigkeit. (Pinguine retten sich vor großem Erdbeben)

    Bei Beben dieser Stärke glühen die Telefon der Seismologen immer heiß. Ob es aber eine Warnung gibt … Was wenn die Welle eine Welle bleibt und nicht zur Tsunami wird. Das vor und nach der Katastrophe ist einfach so eine Sache. Was ich aus den Berichten entnahm, ist auch, dass heftige Seebeben in der Region mit Flutwellen nichts ungewöhnlich sind. Es war offensichtlich für die Seismologen nicht so eindeutig, wie es uns Laien hinterher erscheint.

    Es ist begrüßenswert, dass jetzt Gelder in Forschung und Erfassung von Beben fließen und dass über Katastrophenpläne nicht nur nachgedacht wird.