Sonstiges

Flyer Verteilung

ufffzz.. bin gerade dabei, zum ersten Mal in meinem Leben, Flyer wegen Eigengeschäft zu verteilen. So richtig schön von Haus zu Haus, von Briefkasten zu Briefkasten. 5.000 DIN A5 Flyer. Und ich weiß jetzt die Arbeit der Verteiler zu schätzen, die das für einen Hungerlohn machen. Warum mache ich das selbst? Ich möchte mir zunächst selbst ein Bild davon machen, wie lange so etwas dauert und wieviele der Briefkästen das ominöse „Bitte keine Werbung“ drauf haben. Zum Letzteren verhält es sich ganz interessant: Wenn an einem Haus mit 10 Briefkästen nur ein-zwei „Keine Werbung“ draufgebapperlt haben, sind die restlichen frei für Werbung. Sonst ist es entweder so, daß mindestens die Hälfte nicht frei ist oder gleich 9 von 10. Also ist hier eine Art „Lemming-Effekt“ zu beobachten. Ganz übel ist es, wenn die Briefkästen von vornherein vom Vermieter aus mit „Keine Werbung“-Standardschildchen bestückt sind. Dann sind nur äußerst wenig Briefkästen frei. Witzig war gestern, daß ich bei ca. 600 verteilten Flyern nur einen Briefkasten vorgefunden hatte, der als Einzigster „Ja, bitte Werbung“ drauf hatte :-)) Sobald ich vor einem Briefkasten stand, der einem Anwalt zugehörig war, wurde es mir immer mulmig im Bauch. Obwohl kein „No Werbung“ drauf war, fragte ich mich, was die anstellen können, um mich doch irgendwie abzumahnen :-)))

Es geht auch anders: Statt Eigenverteilung kann man Firmen beauftragen. So zB „Rhein Main Verteilerdienst„. Die Kosten gehen eigentlich. Man muss mindestens 10.000 Flyer frei Haus anliefern und die Verteilung kostet dann pro 1.000er Einheit 60 Euro an Wochentagen und 35 Euro an Wochenenden (momentan, da die Preis aufgrund Konkurrenz am Markt schwanken). Vorher bekommt man eine Haushaltsstatistik für das gegebene Verteilergebiet und eine geografische Zuordnungsübersicht, in welchen Gebieten verteilt werden kann. Erfahrungsgemäß ist mit einem Schwund von ca. 10% zu rechnen. Warum? Da die Verteiler wie gesagt einen Hungerlohn bekommen, ist der Anreiz recht hoch, einen Teil der Flyer in Müllkörben zu verteilen ;-))


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

10 Kommentare

  • ja und nein :-)) Es geht im Kern um den Speed der Verteilung, denn ich schätze mal, wenn man alleine 5.000 Fyler oder mehr in Zukunft verteilt, daß man im Schnitt ca. 1 Woche braucht. So wird es wohl in 1-2 Tagen über einen Verteilerdienst viel schneller durch sein.

  • „als Einziger“ nicht ‚Einzigster‘

    Wenn nur einer da ist, kann man das nicht mehr steigern. Ist so, leider.

    Klugscheißend,
    Peter

  • 1. Man kann mit Testadressen arbeiten. Da es etwas aufwendig wäre, eigens eine oder mehrere Wohnungen im Verteilgebiet anzumieten, nur um zu schauen, ob dort auch Flyer in den Briefkaesten landen, spricht man Freunde, Bekannte oder Mitarbeiter an, die im Verteilgebiet wohnen mit der Bitte Bescheid zu geben, sobald sie einen solchen Flyer in ihrem Briefkasten finden. Notfalls hat man dann auch Zeugen, um die Zahlung der Verteilgebuehr zu verweigern und Schadenersatz fuer die weggeworfenen Flyer zu verlangen.

    2. Meines Erachtens eignen sich Flyer in Briefkaesten ohnehin nur, wenn Sie Aktionen der Beworbenen ausloesen sollen und nicht fuer reines Branding. Wenn man Flyer verdeckt so differenziert, dass man die Verteilgebiete unterscheiden kann, und die Verkaufsfoerderungsaktion so gestaltet, dass die Beworbenen den Flyer abgeben muessen, etwa um eine darin versprochene Leistung, einen Rabatt zu erhalten, kann man fuer jedes Verteilgebiet getrennt die Ruecklaufquote berechnen. Faellt diese Ruecklaufquote unterdurchschnittlich niedrig ist, liegt der Verdacht nahe, dass dort Flyer nicht verteilt, sondern weggeschmissen worden sind. Beweisen laesst sich damit nicht genug, um die Bezahlung des Verteildienstes zu verweigern. Aber man faellt dann wenigstens nicht immer wieder auf einen Verteildienst herein.

  • super Tipps! Erwähnen sollte man, daß zB der o.g. Verteilerdienst eine Quote von 90% garantiert und mit einer realisierten Quote von 94% wirbt. Ist das hoch? Bei der Auswahl derer Serviceleistungen kann man wählen zwischen Vor-Ort Begleitung, telefonischer Kontrolle und persönlicher Befragung, was die Checks angeht.

  • Bei uns wären 90 bzw. 94% Prozent zumindest in bestimmten Gebieten der Altstadt recht hoch. Da kommt man teilweise gar nicht an die Briefkaesten ran, weil sie sich hinter einer verschlossenen Haustuer befinden und man erst klingeln und hoffen muss, dass jemand die Haustuer oeffnet. Ich habe es z.B. mal so gemacht, dass ich dem Brieftraeger nachgegangen bin. Diesem hat man geoeffnet. Anderem vermeintlichen „Gesindel“ aber nicht.

    In einer solchen Gegend zu verteilen, ist zudem sehr zeitaufwendig, weil man warten muss, ob jemand die Haustuer oeffnet. Da werden Jobber dazu neigen, die Flyer z.B. vor die Tuer zu legen.

    Ich wuerde jedem Kleinunternehmer, der auf Kunden in seiner Standortnaehe abzielt (wie Friseure, Gastronomen, Metzger usw.), dazu raten, wenigstens einmal sein Zielgebiet wirklich Haus fuer Haus zu durchlaufen. Man lernt, insbesondere wenn man sich gelegentlich auf Gespraeche mit den Bewohnern einlaesst viel ueber den meist nur abstrakt definierten Bedarf, Konkurrenten usw. Flyer zu verteilen ist dabei eine gute Gelegenheit, ueber die beworbene Dientleistung bzw. das eigene Geschaeft ins Gespraech zu kommen.

    In der Politik ist diese Variante des Wahlkampfs – Hausbesuche – ja auch mit am erfolgreichsten und ist z.B. im letzten US-Wahlkampf insbesondere von den Republikanern massiv in den umstrittenen US-Staaten eingesetzt worden.

  • stimmt, diesen Effekt mit dem ins Gespräch kommen konnte ich ganz gut nachvollziehen. Überraschenderweise sind die Hausbewohner nicht so schweigsam, wie man es sonst in Frankfurt gewohnt ist. So kam ich mit einigen potenziellen Kunden ins Gespräch. Hat mir persönlich viel gebracht. Ein nettes Erlebnis am Rande: Ich war stolz wie Oskar, als ich später unterwegs eine ältere Frau sah, die mehrere Flyer in der Hand hielt und immer wieder draufschaute. Was hielt sie in der Hand? Einen Tengelmann/HL Flyer (weiß nicht mehr genau, auf jeden Fall einer der Supermarktriesen), diverse andere und ganz obenauf mein Flyer!! Mein Flyer schlug Tengelmann/HL. Ich war besser als die Fleischworscht… Hahaaaa!

    btw, die 90% beziehen sich – da hatte ich tel. nachgehakt – auf die Briefkästen ohne „no Werbung“ und natürlich da wo man hinkommen kann und nicht vor verschlossenen Türen steht.

  • verteilung macht auch der DHL und der hat auch den Info Wer keinen Werbung wünscht. jewels kannst selber entscheiden wieviel Flyer du verschickst, fangt beim 280,00 Eur an und hast 5000 reallen Adressen zur verfügung. Sogar helfen die dir den Flyer zweckmässig zu erstellen mit Ihren haus eigenen Agentur ohne Zusatzkosten.!! Kannst sogar in Ihrem Haus Direkt werbung lernen in drei oder vier tagungen wenn anschl. ein Werbekampagne tätigst ohne Kosten( 10.000 Flyern)

  • hey, cool! Das hört sich gut an! Wo bekomme ich mehr neutrale Infos zum Nutzen bzw. Effizienz der DHL? Also Meinungen, Feedbacks? Gibt wohl leider kein Flyerverteilforum oder sowas …lol

    auf jeden Fall Danke, werde mir morgen mehr Infos beiholen.