Sonstiges

Verhandlungsgeschick ist wichtig

ich lerne momentan von meinem zweijährigen Sohn 🙂 Jeden Abend vor dem Einschlafen die gleiche Story: Mal will er die Kassette hören, dann doch wieder nicht, also eine andere Kassette einlegen, usw.

Papa: „Willst Du Bibi Blocksberg oder Wickie hören?
Sohn: „Bibi… nein.. Wickie… hm.. Bibi…
Papa: „Was ist besser, Bibi Blocksberg oder Wickie?“ (in der Hoffnung, mit einer solchen Fragen ihn festnageln zu können)
Sohn denkt,… tick …
Papa: „Wickie ist doch viel besser“ (jetzt werde ich auch noch suggestiv)
Sohn denkt,… tick …
Sohn: „Bibi ist aber nicht schlechter
….
ok, Waffen gestreckt :-)))

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Brutal erpressen. „Entweder Wicki oder Bibi. Sonst gibt es gar nichts.“

    Ich wäre ja für Wicki (alleine wegen meines Nachnamens 🙂

  • Ganz hart bleiben, Robert! Das zahlt sich später aus, wenn es an der Playstation zur Frage kommt: „Willst du Crazy Verfolgungsjagd, Teil 7 oder lieber Kung Fu Gemetzel, Teil 9 spielen?“

  • Ich kenn mich mit Kindern ja nicht so aus, aber ich würd’s mit einer Deadline probieren: „Stell Dir vor, Du schläfst ein bevor Du eine Geschichte gehört hast. Das wär doch nix, oder?“

  • @Andreas, ich spiele – wenn schon – dann mit ihm zusammen, das Vergnügen lasse ich mir nicht entgehen, und wenn es auch „Kung Fu – Teil 13 – Besonders Blutig“ ist :-))

    @Gerold: Ich kann ihn ja mal gerne fragen, was er davon hält. Ich befürchte, ihm wird ne entsprechende Antwort einfallen.

  • Das kommt mir seeeehr bekannt vor. Noch interessanter wird es, wenn das Trotzalter eingesetzt hat.

    Bei uns geht das Ganze folgendermaßen:

    Mama/Papa: „Willst Du Deinen Schnuller?“
    Tochter (2 1/2): „Ja.“
    Mama/Papa: „Gut hier ist er (oder so ähnlich)“ – Schnuller in Hand oder Mund des Kindes.
    Plopp, Schnuller fliegt in die nächste Ecke.
    Tochter unter Tränen „Lullo“.
    Mama/Papa bringt den nächsten Schnuller (der andere ist üblicherweise verschollen und taucht Wochen später bei Zimmer Aufräumen/Staubsaugen etc. wieder auf). „Das ist jetzt aber der letzte (oder ähnlich).
    Schnuller bleibt drin.
    Mama/Papa: „Willst Du noch Musik anhaben?“
    Tochter: „Ja.“
    Mama/Papa macht Musik an.
    Tochter: „Ander Kik.“
    Mama/Papa: Abfrage – Pippi Langstrumpf („Krumpf“), Minidisko („Minnedoo“), Schlaf-CD („Kinder-Kik“).
    Tochter entscheidet sich für eins. Mama/Papa legt CD ein.
    Tochter: „Ausmachen!“
    Mama/Papa macht Musik aus.
    Tochter – wahlweise unter Riesenkrokodilstränen oder Tobsuchtsanfall.
    „Anmachen Kik“.
    Mama/Papa macht Musik an. „Jetzt ist aber Schluss. Gute Nacht, schlaf gut“ Küsschen, Umarmung etc…

    Ist offensichtlich ein Spiel, das jeden Abend nach dem gleichen Muster abläuft. Wir haben uns dran gewöhnt, tragen es mit Humor und rechnen es auf die „Kind-ins-Bett-Bringen-Zeit“ einfach drauf.

  • Was nur eins zeigt: Kinder in dem Alter überfordert man, wenn man ihnen Alternativen zur Wahl stellt.

  • Danke, Birgit. Was bei den Supernanny-Sendungen nie klar gesagt wird, ist nunmal Fakt: Kindererziehung ist keine Demokratieveranstaltung.

  • Ja, wenn es ungerecht wird werden sie schon maulen. Aber man muss nicht alles zur Diskussion stellen. Nur wenn man es übetreibt, dann kommt man zu nichts mehr. Denn natürlich kann man diskutien warum es dieses oder jenes zu Essen gibt, oder warum man gerade jetzt einkaufen geht. Da gibt es eher wenig zu diskutieren, denn Kinder sind keine Erwachsenen. Das ist ungerecht, aber je älter sie werden desto weniger wird es.

  • da wir unsere Kinder von vornherein zu hoher Selbstständigkeit erziehen, akzeptieren wir gerne auch konsequenterweise Diskussionen, die sich dadurch mit den Kizz ergeben, wenn sie lernen, selbst denken und entscheiden zu dürfen. Man kann eben nicht alles haben 🙂