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Japan: Wie man Blogbücher verkaufen kann

Seong hat mir gerade die Story aus der Herald Tribune Zeitung erzählt, einfach nur krass:

1. Ein japanischer Blogger berichtet auf seinem Blog aus seinem Eheleben. Das Ganze kam so gut an, daß ein Verlag das komplette Blog 1:1 aufgelegt hat und innerhalb kürzester Zeit wurden bereits 70.000 Bücher verkloppt.

2. Eine etwas ähnliche Story, diesmal aber nicht aus dem Blogbereich: In einem Forum wandte sich ein verzweifelter Liebessüchtiger an die Teilnehmer, wie er denn in der U-Bahn seine Auserkorene ansprechen sollte, da er sich nicht traut. Der Thread wurde extrem stark kommentiert und auch hier hat ein Verlag den gesamten Thread als Buch aufgelegt. Der Erfolg? Fünfhunderttausend verkaufte Bücher… 500.000! Als 1:1 Kopie eines Forenthreads!

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Haben die Forumsteilnehmer einen Anteil von den Veraufserlösen bekommen? Da wäre ich inzwischen nämlich kleinlich.

  • ich habe schon probiert, die Quelle im Netz ausfindig zu machen, doch bisher kein Glück. Aber, ja, auch ich würde gerne wissen, wer sich die Taschen gefüllt hat auf Kosten anderer möglicherweise oder eine faire Regelung gefunden wurde.

  • Not bad, wir sollten unsere Blogs demnach alle als Buch veröffentlichen. Entsprechende „Versuche“ hat es doch auch in deutschen Landen gegeben oder? Ganz so erfolgreich waren sie jedoch nicht.

  • wer sollte so einen Quatsch hier probieren? Du meinst aber nicht damit die Jungs von Knallgrau, oder? Das war ja lediglich eine art Werbebroschüre.

  • Das wird alles kommen, oder ist teilweise schon da. Die höflichen papparazzi, um mal ein anderes Beispiel zu nennen. Es soll auch schon einen nicht ganz erfolglosen Roman eines Autors gegeben haben, der seine Popularität eben jenem „Internetmarketing“ verdankte, dessen sonstiges Nichtfunktionieren er an einigen Heads der einzigartigen Munich Area nachweisen konnte. Jaja.

    Spass beiseite: Für Autoren sind Blogs gar nicht so dumm. Wenn man ein Buch alle zwei jahre macht, ist man jedes Mal weitgehend vergessen. Es ist klasse, um Ideen auszuprobieren, Texte zu testen und zu erfahren, was Leser so denken. Nur die Dünkel des deutschen Literaturbetriebs sehen das gar nicht gern.

    Und das geplante (?) Mex-Buch wird ja auch über das Netz vermarktet – insofern ist die Sache an sich nicht doof, unabhängig, ob die Story stimmt.