Sonstiges

Dürfen Open Source Projekte Geld verdienen?

Interessante und spannende Diskussion auf dem Waxy.org Blog um das Thema WordPress und sein verstecktes, aber jetzt aufgedecktes „Einnahmeprogramm“:

The Problem. WordPress is a very popular open-source blogging software package, with a great official website maintained by Matt Mullenweg, its founding developer. I discovered last week that since early February, he’s been quietly hosting almost 120,000 articles on their website. These articles are designed specifically to game the
Google Adwords program, written by a third-party about high-cost
advertising keywords like asbestos, mesothelioma, insurance, debt consolidation, diabetes, and mortgages. (Update: Google is actively removing every article from their results. You can still view about 25,000 results on Yahoo. Or try this search tool, which searches multiple Google datacenters.)

Ich lese sehr interessiert die Meinungen der User, die natürlich auseinanderliegen. Insgesamt bin ich selbst hin- und hergerissen, denn es gibt an sich keinen Code of Conduct bei Open Source Projekten iSv wie man Geld verdienen darf und wie nicht:

This poses some interesting questions. First, do organizers of open-source projects need to disclose how they’re making money off the project? Matt isn’t disclosing anything about this activity to the community. I don’t think anyone would be upset about Matt trying to support WordPress with outside sources of revenue, but as an open-source project, they should be held to a higher level of transparency. Without the users and developers all working for free, it wouldn’t exist.

Second, is it ethical for open-source projects to make money gaming search engines? Unlike a blog about asbestos news, the WordPress website has nothing to do with asbestos. It capitalizes off the goodwill of the WordPress community, which links to the WordPress website because they support the project — not because they support search engine spam. But as long as there was transparency about their plans, I think this is less of an issue.

via Netzbuch


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

12 Kommentare

  • WordPress as Google Spammer

    While reading the Mex Blog and Der Schockwellenreiter I strumbled upon an interesting tidbit concerning „WordPress“. This open-source project is common knowledge for all blog hosters and users, especially for the users if they start their own indepen…

  • Völlig falsche Fragestellung, Robert. Es geht nicht um das Geld verdienen, sondern darum, ob man mit Cloaking und Suchmaschinen zu spammen Geld verdienen darf. Meines Erachtens nicht. Es sei denn, man hängt dem radikalkapitalistischem Credo an, das Geldverdienen *immer* positiv ist, egal wie. Dann spräche aber auch nix dagegen, zur Finanzierung eines Open Source-Projektes einen schwungvollen Drogenhandel am Frankfurter Hauptbahnhof zu betreiben.

    Ich weiß, so was wie „Ethik“ ist heute nicht mehr in Mode. Lässt sich kein Geld mit verdienen.

  • @Ralf, für mich ist unbestritten, daß man exakt mit dieser Weise in die Sch… gegriffen hat. War da etwas undeutlich, denn da gibt es nicht viel zu diskutieren. Daher ja auch Googles Reaktion. Ich wollte allgemein auf das Prinzip hinaus, wie offen eigentlich die Macher hinter einem gut laufenden Open Source Projekt inkl. aktiver Community ihre Geldquellen darlegen müssen und wie unfair/fair das gegenüber denjenigen ist, die sich eben eingebracht haben und keinen Penny sehen. Sobald Geld ins Spiel kommt, wird das faire geben/nehmen Prinzip aufgeweicht. War damals wie bei Six Apart, als sie aus Movable Type ein komplettes Lizenzmodell gestrickt haben, stillschweigend vorher aber eine rieisige Community haben am Programm werkeln lassen. Das war ein etwas anderer Fall, da es kein Open Source Projekt war, doch man so getan hat als ob. auch sehr unschön. Zweifellos ist es aber für die Open Source Macher nicht anders möglich als sich zu finanzieren. Auch das muß man akzeptieren.

  • Liebe leute, was wollt Ihr eigentlich. Kostenlose Software, unendlichen Support usw usf.
    Aber auf Links zur Finanzierung, (Werbebanner, Google-Ads usw.) dieser Projekte klicken tut dann auch keiner.
    Und jetzt beklagt ihr euch das jemand die Kosten die ihm durch die Entwicklung eines Top-Programmes entstehen wieder reinholt.

    baah
    Hauptsache der pop-up Blocker verrichtet seinen Dienst. Und das am besten auch noch in nem OpenSource Browser den ja eh andere finanzieren.

    Das Gejammer kann ich nicht nachvollziehen!

  • Ehrlich? Ich find die Geschichte lustisch. Gar keine blöde Idee eigentlich.

    Mir stellt sich aber eher die Frage: Was, wenn sie die drei Links auf der Startseite offentsichtlich gemacht hätten und nicht per CSS versteckt hätten. Wäre es noch immer Spam? Hätte sich dann jemand aufgeregt?

  • @ilnowa: „Und jetzt beklagt ihr euch das jemand die Kosten die ihm durch die Entwicklung eines Top-Programmes entstehen wieder reinholt.“

    Hä? Er ist hier seinem Hobby nachgegangen und will sich nun für sein Hobby bezahlen lassen, weil er gemerkt hat, man kann von Luft und Ruhm und einem PayPal-Konto nicht leben.

    Entweder man kann es sich leisten, seine Arbeit zu verschenken oder nicht. Aber erst was verschenken und dann hinterher kommen und jammern und doch noch versuchen Geld aus dem Geschenk zu pressen ist einfach nur widerlich!

  • > Entweder man kann es sich leisten, seine Arbeit zu verschenken oder nicht.

    Schwachsinn.

    > Aber erst was verschenken und dann hinterher kommen und jammern und doch noch versuchen Geld aus dem Geschenk zu pressen ist einfach nur widerlich!

    Blödsinn. Das ist legitim. Nahezu jede gute Idee die in letzter Zeit das Web erobert haben sind genau so entstanden. Der Weg wie das hier versucht wurde ist nur etwas blöde gewählt, mehr nicht. Sowas kann man vergeben … Es wird sich zeigen müssen wie Matt reagiert wenn er wieder einen PC hat …

  • Da gibt es zwei verschiedene Themen: Versteckte Links zur Manipulation des Seiten-Rankings (WordPress verletzt die Google Webmaster-Richtlinien), und Seiten, welche eindeutig nur als AdSense-Futter veröffentlicht wurden (HotNacho verletzt die AdSense Vertragsbedingungen).
    Vermutlich sind die Seiten also nicht nur aus der Suchmaschine herausgeflogen, sondern Google hat HotNacho gleich ganz aus dem AdSense Programm entfernt.

    Beides natürlich völlig zurecht. Wer will schon mit nachweislich unehrlichen Partnern weiter zusammenarbeiten?

  • Das dürfte wohl so sein, daß HotNacho Probleme bekommen wird.

    Mit ging es aber nicht speziell um Matt, WordPress und diese ganze Story, sondern iA wie OpenSource Projekte eigentlich unternehmerseitig gewürdigt oder gar unterstützt werden.