Blogger Ethics: Corporate Blogs sind nicht ausgenommen

Robert Basic

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Mit Zunahme der Blogs insgesamt tauchen natürlich im Zuge dessen immer mehr Corporate Blogs auf. Das wäre gut so, wenn sich denn die Corporate Blogs an gewisse Ethiken halten würden.

Im Gegensatz zum Verhältnis der privaten Blogs untereinander ist das Konkurrenzdenken, Mißtrauen, Neid, Nachahmen, Wissensgrabbing, Geheimniskrämerei, Eifersüchteleien, Augenwischereien etcpp naturbedingt wesentlich ausgeprägter.

Liebe Corporate Blogger:
Was Blogs stark macht ist nicht alleine, daß sie die Barrieren zum Veröffentlichen von Inhalten im Internet stark gesenkt haben, so dass wirklich jedermann/frau endlich auch im Netz miteinander one-to-many kommunizieren kann.

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Das alles verbindende Element, die vernetzte Kommunikation, der offene Gedankenaustausch Austausch ist quasi per se ein integraler Erfolgsfaktor für den Siegeszug von Blogs, ohne ein Hohelied auf Blogs als Allheilmittel einstimmen zu wollen, wer nämlich nicht singen kann, kann das nun mit Hilfe von Blogs auch nicht besser. Blogs wären ohne RSS, Pingtechniken, offener Dialogfunktion, RSS Portalen, Linkportalen – die allesamt die Vernetzung erst möglich gemacht haben, nicht etwa Google – einfach nur nette Redaktionssysteme. Kein Mensch hätte sich ohne dieses Set an Kommunikationsmechanismen für Blogs interessiert, außer ein paar bemitleidenswerten Geeks vielleicht, die einen nerdig-erotischen CMS-Wunschtraum geträumt hätten. Dabei wird häufig eines vergessen: Die Tools sind nicht vor dem Wunsch und dem Bedürfnis da gewesen. Sie sind ein Resultat des Vernetzungswunsches! Und kein Corporate Blogger kann sich dagegenstemmen. Wenn Ihr schon ein Blog aufmachen wollt.

Umso mehr kann ich jedem Corporate Blogger wärmstens ans Herz legen, daß

  • er angeben soll, von welchen Blogs er seine Gedanken und Ideenimpulse bekommt
  • wo der tolle Content herkommt
  • er seine Ideen und Erfahrungen nicht versteckt, sondern mitteilt
  • sein gehortetes Wissen armselig im Vergleich zur Schwarmintelligenz der Blogs ist
  • er sich eine Bloggerethik aneignen und veröffentlichen sollte

Und wenn nicht? Eure Corporate Blogs werden zum Scheitern verdammt sein, wenn ihr zwar lernt, wie man schreibt und über was man schreibt. Aber ihr werdet auf Eurer kleinen Insel einsam verhungern, denn kein Schiff wird mehr vorbeifahren und interessierte Leser vorbeibringen. Die gehen dahin, wo es viele Inseln mit vielen Brücken dazwischen gibt, wo man sich frei bewegen und austauschen kann. Keiner wird Bock auf Eure zaunumsäumte Insel und althergebrachten Methoden aus dem letzten Wirtschaftsjahrhundert haben.

Bloggt nicht für Euch allein, geht raus aus Eurem Blog, redet, laßt Euren Ideen freien Lauf, seid offen. Seid spannend. Vernetzt und verlinkt Euch. Und wenn Ihr glaubt, daß man es nicht merken wird, wenn Ihr Gedanken und Inhalte aus anderen Corporate Blogs smart kopiert und leicht verändert veröffentlicht, weil Kunden saublöd sind, habt Ihr Euch geschnitten. Kunden reden untereinander. Wehe, sie reden im Netz darüber. Konkurrenz ist gut, Konkurrenz ist immens wichtig, aber be yourself, be unique, be open!

Warum ist mir das so wichtig? Blogs sind auf Weg zu einem möglicherweise verdammt mächtigen Werkzeug der Unternehmenskommunikation (für Intranet, Extranet, Internet, Kunden, Partner, Lieferanten, der Branche per se, Journalisten, Kreative, Verrückte, Seriöse, Langweiliger, Erfinder, Macher, Bremser, etc). Die Potenziale liegen nicht brach, sie müssen sich langsam entwickeln. Woher ist das eigentlich weiß? Ich nehme es an, weil die Entwicklungen darauf hindeuten und auch ein gewisses Bauchgefühl da ist. Sagen wir mal, so wie bei Jeff Bezos, Pierre Omidyar, Larry Page und Sergey Brin, Dave Winer, Jimbo Wales etcpp, die auch nur eine ungefähre Ahnung zu Beginn hatten (hey, ich vergleiche mich weiß Gott nicht mit diesen guys :-). Wie bei jedem Werkzeug aber hängt es davon ab, wie man es anwendet. Ohne Blogger Ethik wird es zu einem 0190er-Fiasko, einem Segment von SEO-Spammern. Es wird passieren, wenn man nicht von Beginn an den Deppen, Schleppern und Neppern auf die Zehen steigt. Nicht, daß ich mich eines Tages schämen muß, wenn ich zugebe, ein Blog zu haben bzw. gehabt zu haben.

Aktuelles Beispiel für Blogger Ethik gefällig? Shopblogger unzensiert. Und sein Nutzen.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.