Gründungsmonitor 2005 der KFW

Robert Basic

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KFW:

Die KfW Bankengruppe erhebt jährlich Daten zum Gründergeschehen hierzulande: die repräsentative Studie „KfW-Gründungsmonitor“. Das Gründungsgeschehen ist ein wichtiger Indikator für Dynamik und Regeneration einer Volkswirtschaft: Gründungen schaffen neue Arbeitsplätze, sie führen dazu, dass sich notwendiger Strukturwandel vollzieht, Innovationen eingeführt werden und die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft erhalten bleibt.

PDF’s: Gründungsmonitor 2005 Kurzfassung oder Langfassung

Thorsten Jacobi meint:

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As it turns out 200k less people started a new venture in Germany in 2004 compared to 2003. The figure researched by KfW is at 1.4 Million new ventures which brings the number of entrepreneurs in Germany down to 2.0% of the total German working population. Not really encouraging… 🙁

Sehe ich nicht so, wenn man den Monitor auch wirklich liest, statt einfach nur der flüchtigen Interpretation der FAZ zu glauben.

Wie Irsch, Chefvolkswirt der KFW in 5 wesentlichen Punkten festhält (.pdf, Auszüge zitiert):

  1. als erstes, zentrales Ergebnis ist festzuhalten, dass sich im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Menschen selbständig gemacht haben – und damit rund 200.000 weniger als im Vorjahr. Dabei blieb die Zahl der Vollerwerbsgründungen nahezu unverändert: Im Jahr 2004 entschieden sich über 670.000 Personen voll und ganz für den eigenen Chefsessel (2003: 680.000). Dagegen ist die Zahl der Gründungen im Nebenerwerb deutlich, und zwar um 22 %, gesunken…. Das zeigt, dass trotz – oder vielleicht auch gerade wegen des schwierigen konjunkturellen Umfelds, die hauptberufliche Selbständigkeit eine interessante Alternative zur abhängigen Beschäftigung bleibt.
  2. Jeder dritte Existenzgründer startete aus der Arbeitslosigkeit – etwas mehr noch als im Jahr zuvor (2003: 31 %; 2004: 33 %.). Bei den Vollerwerbsgründern war jeder zweite zuvor arbeitslos. Der Druck der Arbeitslosigkeit auf das Gründungsgeschehen ist also unvermindert hoch. Dieser Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Unternehmensgründung wird noch deutlicher, wenn man die Gründerzahlen nach Ost und West unterscheidet. In den neuen Bundesländern waren mit 53 Prozent fast doppelt so viele Gründer zuvor arbeitslos, wie in den alten Bundesländern. Hier liegt der Anteil bei 28 Prozent.
  3. Drei Viertel aller Arbeitslosen, die sich im Vollerwerb selbständig machen, erhalten Leistungen der Bundesagentur für Arbeit, also entweder Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss.
  4. Rund 60 Prozent aller Gründer benötigen weniger als 5.000 Euro. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2003. Viele Gründer haben sogar überhaupt keinen Finanzierungsbedarf. Ihr Anteil ist ebenfalls deutlich – von 26 Prozent auf 32 Prozent – gestiegen.
  5. Ein fünftes, ganz entscheidendes Ergebnis des Gründungsmonitors ist, dass rund zwei Drittel aller befragten Existenzgründer zumindest auch so genannten Chancen-Motiven zustimmen. 90 % der Befragten haben angegeben, dass sowohl Chancen- als auch Notmotive eine Rolle bei der Entscheidung zur Selbständigkeit gespielt haben. Deutlich war dabei, dass die reinen „Chancen-Gründer“ – das sind solche, die nur Chancen-Motive angaben – größere Gründungsvorhaben realisiert haben als die reinen „Not-Gründer“. Bei den kleineren Unternehmensgründungen gab es dagegen eher Aussagen, die darauf schließen lassen, dass die Gründung vornehmlich zur Sicherung des Lebensunterhalts dient. Insbesondere unter den Gründern, die aus der Arbeitslosigkeit gestartet sind, gibt es vergleichsweise viele, die aus der Not eine Tugend gemacht haben.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.