Spon umzutaufen in SponBohn

Robert Basic

Blablubber zu Podcasting aus dem Hause SponBohn (Spiegel Online Bohnenstroh):

So wenig erbaulich sich das Geplätscher vieler Hobby-Blogger las, so wenig will man nun von manchen tief schürfenden Erlebnissen der Podcaster hören. Oft beschleicht den Hörer das Gefühl, dass das genau die Typen sind, die unbescholtenen Mitmenschen früher hemmungslos den Anrufbeantworter vollsülzten. Heute sind die Angerufenen immer mobil erreichbar und nicht immer für derartige Unterhaltung empfänglich….

Es ist leider eine Tatsache, aber es kommt neben den wenigen, dafür in den Medien oft und gern hervorgehobenen Glanzleistungen eine Menge Mist aus dem Podcast-Äther. Man muss sich die Sendungen eben herauspicken… Eigentlich wartet man nur darauf, dass die sonst so technikfremde Verwandtschaft nach dem E-Mailen das Podcasten für sich erobert. Schließlich will man unbedingt im wöchentlichen Update von allen, aber wirklich allen Ereignissen auf dem Lande informiert werden. Das wäre schön – solange man es nicht anhören muss

Sowas hört man aus einem Unternehmen, das schon lange nicht mehr die Medientrends bestimmt. Spiegel war mal eine Marke. Etwas Bewegendes. Dank seinem Macher Rudolf Augstein, über den die Süddeutsche schreibt:

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Er verachtete, selbst mächtig, doch nie selbstgerecht, die Arroganz der Macht, egal in welchem Gewand – ob katholisch oder sozialdemokratisch, christsozial oder gewerkschaftlich – sie einherschritt. Den Herrschenden in Staat, Kirche und Wirtschaft hielt er seinen Spiegel vor und machte sie bei Bedarf lächerlich. Gab es Erfolgsformeln für den journalistischen Verleger, der in Hannover als wachsamer Träumer begann? Vielleicht die: Erstens „wollten wir nur das schreiben, was wir, hätten wir das Blatt nicht, anderswo lesen wollten“; zweitens „vor keiner Autorität, nicht einmal vor einer befreundeten“ kuschen; und drittens bedeute zu informieren letztendlich zu verändern, nur so könne man die „besiegten Deutschen für die menschliche Kultur zurückgewinnen“. An diese frühen Regeln hielt er sich, nach ihnen wurde in seiner Mannschaft gespielt. So einfach kann beschrieben werden, was Journalisten von Marktschreiern unterscheidet

Was ist Spiegel und Spon heute? Auf der Jagd nach Anzeigen und Traffic. Ist das der Trendsetter und beeinflußende Konzern von damals?

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.