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Blogging for Food Zwischenfazit

Seit meiner Fokussierung auf Blogging for Food, sprich kommerzieller Beratung und Mithilfe für andere Firmen, eigene Blogs aus dem Boden zu stampfen hat sich Einiges ergeben:

1. Huckepack-Marketing: Gehen wir von den ökonomischen Realitäten aus, kennt kaum eine Firma das Thema Weblogging. Zwar stößt man vermehrt über die Medien und das Netz immer wieder auf diesen Begriff, doch ich gehe davon aus, daß ca. 99% der Unternehmen für sich keine geschäftsmäßige Relevanz abgeleitet haben. Und insofern werden sie ganz sicher kaum auf einen spinnerten Robert Basic hören, der mit wehenden Blogfahnen in die Büros stürmt und als Blog-Messias auftritt. Was tun? Huckepack-Marketing: Finde Unternehmen, die ein Tätigkeitsfeld haben, das sich mit dem Thema Weblogging verbinden ließe. Interpretiert man Blogs mitunter als eine Art von Kommunkation über das Internet, so fallen einem bestimmt PR-Agenturen ein, die für ein Huckepack-Marketing in Frage kommen. Und was machen PR-Agenturen? Öffentlichkeitsarbeit/ Public Relations vermittelt Standpunkte und ermöglicht Orientierung, um den politischen, den wirtschaftlichen und den sozialen Handlungsraum von Personen oder Organisationen im Prozess öffentlicher Meinungsbildung zu schaffen und zu sichern (Quelle).

2. Konkrete Zusammenarbeit mit PR-Agenturen? Sind PR-Agenturen doof? Brauchen sie überhaupt Externe, die mit ihnen zusammen mögliche Einsatzgebiete von Blogs für ihre Kunden erarbeiten? Blogs sind keine Rocket Science. Natürlich kann eine PR-Agentur auch alleine losdampfen. Doch manchen Agenturen scheint es wohler zu sein, wenn sie jemanden an ihrer Seite wissen, der sich seit mehreren Jahren mit diesem Thema herumkloppt. Interessant ist auf jeden Fall, daß ich jetzt mit einer nicht unkleinen PR-Agentur quasi PR für die PR-Agentur mache. Ich werde für diese Agentur ein Blog aufsetzen und wir werden zusammen sehen, wohin sich dieses Experiment hinbewegen wird.

3. Warum sich mit den Bad Guys einlassen?
Blogger sind gut, PR Agenturen böse. So rum? Naaa, meine Definition von good/bad spannt sich sehr weit, bevor ich jemanden vorwerfe, den bad guy zu spielen. Es wird auf alle Fälle spannend, denn PR Agenturen sind die klassische Top-Down Kommunikation gewohnt, auch Kommunikation kontrollieren zu wollen. Blogs sind ein wildes Tier, das sich partout nicht zähmen lassen will. Also eher das Gegenteil von dem, was PR Agenturen gewohnt sind. Wie nun die beiden Welten verheiraten? Heirat? Heirat heisst immer, im Zusammenleben Kompromisse einzugehen. Manche behaupten auch, daß man nicht nur wegen Bambinis und der Lohnsteuerklasse III/V heiratet, sondern aus Liebe. Heirat, Zusammenleben, Liebe… gut, gut, wenn dem so ist, wird es wohl eher zu einem Pax Romana Blogum führen statt zu einer Heirat: Die Blogger werden den Frieden diktieren. Und die PR-Agenturen werden die Grenzen des Friedens auszuweiten versuchen. Mal schauen, wie es mit den PR-Agenturen jetzt weitergeht. Es stehen noch einige Gespräche mit interessierten Agenturen aus.

4. Kundenfang: Ich bin dennoch so unverschämt und versuche auch unabhängig des Huckepack-Ansatzes Unternehmen vom Blogglück zu überzeugen. Manchmal macht es Sinn, manchmal läßt man den Stift fallen, klappt den Block zu und macht die Kundenakte wieder in zwei Jahren auf, wenn überhaupt. Momentan haben drei aussichtsreiche Blog-Kandidaten ihr Casting erfolgreich abgeschlossen und kommen in die nächste Runde: Showtime 🙂 Ob ich was zum Background der Kunden sagen kann? Ein Kunde möchte Blogs als Networking-Tool nutzen. Perfekt! Kenne kein besseres Toolchen im Netz als Blogs. Ein anderer betreibt einen Shop und möchte einen Salesblog auftun. Ein weiterer Kunden ist ein IT Haus und möchte etwas bekannter machen, was sie anbieten. Nun zu den Testkandidaten: Ein vierter Kandidat wird gerade angebohrt und bietet ein sehr convienant Thema für Weblogs an, da es sich um einen Bereich handelt, der einfach nur Spaß macht. Ein fünfter Kunde in spe möchte vermehrt im Bereich Podcasting etwas unternehmen. Passt wie die Faust aufs Auge bei dem Kunden. Und ein sechster Kunde kommt über eine PR-Agentur, schaun wir mal, ob da ein Weblog überhaupt Sinn macht.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

2 Kommentare

  • […] im ersten Teil hatte ich beschrieben, wie man über die Huckepack-Schiene Services anbieten kann, um Kunden zu erreichen, an die man in der Frühphase seines Unternehmens nicht herankommen könnte. Zumal es in dem Fall um Blogging geht, das vielen Firmen völlig unbekannt, anderen Firmen suspekt und nur wenigen Firmen positiv bekannt ist. […]

  • […] Einzelne Mitglieder von Bloggersdorf reagierten auf die aktuellen Entwicklungen verhalten oder waren zu einer öffentlichen Stellungnahme nicht bereit, brachten sich aber vorsichtig auch selbst ins Gespräch. Auch ältere Einreichungen werden derzeit noch einmal geprüft – und natürlich werden – wie erwartet – der König von Bloggersdorf und der Weltbeherrscher gehandelt. […]