Medienanalyse zur Wahl 05

Robert Basic

Landau Media hat die Berichterstattung in den Medien analysiert – dabei wurden laut Studie in zehn Wochen 18 Zeitungen und Zeitschriften ausgewertet und insgesamt 7.081 Artikel identifiziert und aus diesen 18.169 Nennungen (Partei/Politiker + Thema) herausgefiltert – und kommt zum folgenden Ergebnis:

Die Union hat ihre politische Themen zwar offensiv kommuniziert und führt das Ranking der häufigsten Nennungen an, wird jedoch auch ebenso intensiv für ihre programmatischen Ansätze kritisiert. Analysiert wurde auch, wie die politischen Aussagen der Parteien aufgegriffen und bewertet wurden. Die Auswertung der Presseartikel zeigt, dass einzelne Zeitungen sich wesentlich stärker mit den inhaltlichen Positionen der Parteien auseinandergesetzt haben als andere.

Dazu wurde die 22 seitige Studie erstellt, die man frei downloaden kann >> (.pdf)

Und in der Studie findet man u.a. diese Grafik, die deutlich aufzeigt, daß sich die WELT, die Süddeutsche und die FAZ am meisten mit den Inhalten auseinandergesetzt haben, während die BILD am Ende der Fahnenstange mit plebiszitärer Berichterstattung geglänzt hatte (mehr Richtung Meinungsumfragen etc):
Mediananalyse Wahl 05

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Die Analyse zeigt auch auf, daß das Schrödersche Herumjammern gegen die „Kampagne der Medien“ ebenso nur volksnah war, aber keinen Anlass dazu hatte:

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Durch diese umfangreiche Analyse lässt sich unter anderem die pauschale Kritik von Bundeskanzler Schröder über „Medienmacht und Medienmanipulation“ entkräften. Angela Merkel kommt zwar auf eine zahlenmäßig höhere Berichterstattung, der Anteil der Nennungen mit negativer Tonalität beträgt bei ihr jedoch 25,4%. Gerhard Schröder liegt bei diesem Vergleich mit 22,8% sogar unter seiner Konkurrentin.

via PRPortal.de

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.