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Assholes 2.0

Mena (Chefin von SixApart) beschimpft auf der Les Blogs 2.0 Konferenz in Paris Ben (BBC Blogger) als „Asshole“, live auf dem Podium vor versammelten Publikum (400 Gäste) (Video.. LOL… Lyssa, Silkitomee Bloghunter, Technorati). So what? Mena ist eben eine Zicke? Nein, ich denke nicht. Spielt sie falsch? Auch nein. Sie war in dem Moment mE eher weniger eine authentische Person, denn in ihrer Rede gings eigentlich um ein Plädoyer für mehr Nettigkeit unter den Bloggern. Die heftige Reaktion ihrerseits beweist genau das Gegenteil von dem, was sie just 2 Millisekunden vorher eingefordert hat, daß sich alle lieb haben sollten, wo käme die Blogosphere sonst hin. Sie meinte wohl eher „seid nett zu mir, SixApart, auch wenn unsere Software absolut lahmt und wir daher weltweit viel Kritik seitens unserer Typepadkunden einstecken müssen“. Warum sagt sie nicht gleich „ihr sollt nett zu uns sein, was ihr untereinander macht, interessiert mich nicht“. Lex Mena? Da sind wir wieder: Was wir denken, was wir sagen und was wir tun sind drei Paar Schuhe. Und nur wenige schaffen, alle drei Dinge in Einklang zu bringen, nach innen und nach außen. Letztlich, ich habe durchaus Verständnis für ihre Reaktion, sie ist nur zu menschlich, zumal sie ja noch recht jung ist, also Schwamm drüber. Und Ben hats ja auch überlebt, selbst schuld 🙂

Ist halt Mädchenkram…, und das ist echter Männerkram (nix für Weicheier.. also Vorsicht…):

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Pairing the story with the video is an interesting contrast. The BabelFish translation misses some of the good parts of what you say though. Do you think that the soccer pitch represents how things are in the real world and how it should be or are you meaning to say the opposite?

  • soccer can have some very passionate moments, sometimes you wonder, if that was the fair sportsman as you usually know the player. Emotions can drive us crazy. So its generally about every thing you are very passionate about. Mena is very passionate about her project, SixApart. Ben is passionate too, about blogging. So things happen if two passionate persons meet each other. Although i dislike the reaction of Mena. It shows imho that she wanted us let her believe, she cares about the blogobehavior, instead she ment „be all good to SixApart“.

    But at least on an absolute scale, its more or less funny, nothing to worry about. Or i should say very, very human.

  • Ich muß Dich enttäuschen, aber das war nicht nur über „seid nett zu Sixapart“, sie hat sich schon am Vortage im kurzen Gespräch mit mir darüber geäußert, wie schlimm sie das Verhalten im Backchannel fand – und da war keine Rede von Sixapart-Bashing.

  • wenn ich mir ihren neuen Artikel auf ihrem Blog durchlese, interpretiere ich ihr Interesse an einem höheren Nettigkeitsbewußtsein der Blogosphäre (und da ist keine Rede von IRC) durchaus sehr zwiespältig: „The majority of people in the world aren’t blogging yet, and a lot of them could truly benefit from this form of communication. We want them to be a part of our world, not only because we make blogging tools, but because every day we’re reminded of people whose lives blogging has enriched or just made more enjoyable. That’s absolutely something we want to share with a wider audience… Is it possible to have the sort of productive face-to-face connection or conversation that Ben M. and I had offline in an online world? And what can we, as bloggers, do to facilitate that?“

    Sie möchte nichts anderes, als die Menschen zu verändern. Entweder ist das sehr hehr, sehr naiv oder sie ist unternehmerisch getrieben (in Menas Sprache deute ich persönlich das Wir = SixApart und was für wir gut ist, ist für SixApart gut…) oder alles zusammen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie eben nicht „auf einmal“ diese Motivation schöpft, für eigentlich etwas sehr gutes einzutreten. IRC war nicht der Anlass, es war nur der Tropfen, der übergelaufen war. Seit wieviel Wochen kämpft sie nun mit den teils ätzenden kritiken der Typepad-User? Da sollte man erwarten, daß man menschlich sensibilisiert ist. Nur, warum erst nach zig Jahren? Warum nicht vorher? War das vorher anders? Böswillig gedacht: Oder sieht die Wachtsumskurve nicht mehr so rosig aus?Machen die Investoren Druck? Muss sie in weiteren Gewässern fischen, um den Blogmarkt zu vergrößern und so eine neue PR Masche durchziehen?

    Versteh mich nicht falsch, ich bin selbst davon überzeugt, daß ein Unternehmer es sehr ehrlich meinen kann und habe auch große Achtung vor Bens/Menas Erfolg. Ich will nicht auf Mena herumbashen, nur betrachte ich ihr Anliegen mit einem gesunden Schuss Augenzwinkern. Sie trifft sicherlich mit ihrem Anliegen den Kern, daß wahnsinnig vielen private und kommerziell Interessierte keinen Bock auf die Blogs haben. Das merke ich selbst in vielen Gesprächen. Häufig gehen diesen Usern die Blogger auf den Keks mit ihrer Wichtigtuerei, Besserwisserei, Streitereien. Doch es ist müßig, darüber zu lamentieren, als wäre das in IRCs, Mails, Foren und andere Communities besser.