kostenlose iPod über Freepay?

Robert Basic

ipods.Freepay.com wirbt damit, kostenlos iPods zu verschenken. Was ist kostenlos im Leben? Richtig, der Tod 🙂

Vorneweg:
Etwa 80 % aller Teilnehmer bekommen KEINEN kostenlosen iPod, garantiert!!!

Aber der Reihe nach.
Alles was man dazu tun muss, um einen dieser kostenlosen iPods zu erstehen:
1. sich dort anmelden
2. eines der von Drittunternehmen angebotenen Services abonnieren (BetAndWin zB), also ein Testangebot wahrnehmen
3. Fünf eigene Freunde verkaufen anwerben, damit die das gleiche tun, nämlich anmelden und Testangebot aussuchen
4. Irgendwann iPod abkassieren, der evtl. Monate später eintrudelt

Yahoo:

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FreePay betreibt ein Netzwerk von Websites mit Online-Angeboten namhafter Anbieter. Wenn Besucher dieser Websites dort die Online-Angebote testen, erhält FreePay von den Inserenten entsprechende Gebühren. Das heisst, FreePay generiert Leads für diese Inserenten, stellt also Kundenkontakte für sie her.Von den Einkünften bezahlt FreePay dann die für den Kunden kostenlosen iPods.

Zu den FreePay-Inserenten gehören AOL, Audible, Amango und Netleih in Deutschland sowie Citibank, AOL, Columbia House und BMG in Nordamerika.“Wir freuen uns darauf, in Deutschland mit AOL, Audible, Amango und Netleih zusammenzuarbeiten“, erklärte Rob Jewell, Mitbegründer von FreePay. „Auch für andere Unternehmen werden wir in Zukunft neue Kunden in Deutschland gewinnen.“

Das FreePay-Modell bietet Unternehmen eine Alternative zu traditionellen Marketing-Werkzeugen, beispielsweise Direct Marketing oder klassische Werbung. Bei diesen müssen Unternehmen im Voraus viel Geld bezahlen ohne dass sie sich über den Erfolg der Massnahmen sicher sein können. Bei FreePay bezahlen Unternehmen nur für die tatsächlich gelieferten Kundenkontakte. Das Preis-Leistungsverhältnis des Marketings wird dadurch besser kalkulierbar.

Was ist also der Hintergrund des Modells? Unternehmen wie betandwin zahlen Freepay eine Provision für das Anwerben von Kunden. Es ist absolut üblich, Leadprämien zu bezahlen, das ist völlig ok. Nur, das mal am Rande, Testkunden sind wie immer vergesslich: Wer denkt schon daran, sich nach 30 Testtagen wieder abzumelden? Ich glaube Freepay daher, wenn sie damit werben, über x tausende von ipods versendet zu haben. Zudem verhilft Freepay das Marketing über Blogs und Foren. Just heute hat auf unserem Living in WoW-Forum so ein Dummkopf für Freepay geworben, damit er seinen iPod bekommt.

Das Modell funktioniert also im Kern, weil Menschen immer bereit sein werden, ihre Kumpels für billige Plastikteile wie einen iPod zu verscherbeln, nur weil sie „kostenlos“ hören. Doch das „kostenlose iPod“-Angebot ist weder kostenlos noch rational, so ein Angebot wahrzunehmen. Freepay nutzt wie oben geschildert seine Provisionseinnahmen, um diese an den Kunden weiterzugeben und macht damit den Kunden zum Vertriebspartner in einem schneeballartigen System (werbe fünf an und jeder deiner Kumepls wiederum fünf etc…). Wir wissen aus der Vergangenheit, daß bei solchen Pyramiden-Systemen je nach Aufbau nur 12,5% mathematisch gesehen im übertragenen Sinne einen kostenlosen iPod bekommen können. Bei Freepay kann nur jeder Fünfte einen iPod gewinnen, da schlichtweg die Anzahl der Bevölkerung in den USA/GB/D (wo Freepay die Runde macht) nicht unendlich ist.

Andersherum gesprochen: Man muss sich von vornherein im Klaren sein, daß von 100 angeworbenen Kumpels nur jeder fünfte Kumpel einen kostenlosen iPod bekommen wird. Die anderen 80 Kumpel werden dumm aus der Wäsche schauen müssen. Die Chance ist also unterdurchschnittlich, daß man selbst einen iPod bekommt bzw. einer der Angeworbenen jemals ein Plastikteilchen von Apple zugeschickt bekommt, je mehr Leute bereits daran teilgenommen haben.

Ob ich ein Kommunistentyp bin? Ich liebe gute Werbung, ich liebe klasse Vertriebssysteme. Ich bin lediglich einer, der keinen Bock auf diese ewigen Pyramidenspielchen hat und es für fair erachtet, daß man Kunden etwas verspricht und auch halten kann. Freepay hält auf Basis der „hohen Mathematik“ sein Versprechen nur gegenüber jedem fünften Kunden.

Meine Ratmeinung? Finger weg von mir, der meint, mich für einen iPod verkaufen zu wollen. Und wenn Dir Dein Freund 250/5 = 50 lumpige Euronen wert ist, dann steck Dir den iPod genau da rein, wo die Sonne nie hinscheint.

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Es wäre vernünftig, in D eine Rechtsvorschrift einzuführen, die Unternehmen zwingt, die Gewinnchance bei derartigen Angebotstypen negativ auszudrücken: [80 von 100] Kunden bekommen [keinen] kostenlosen iPod.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.