Sonstiges

Die nachrückende Webgeneration

die Bedeutung des Webs für Unternehmen wird immer noch stark unterschätzt. Das hängt mitunter damit zusammen, daß die eigenen Nutzungsgewohnheiten des Internets viel schwächer sind und andere Kanäle (Marketing, Vertrieb, PR, Support…) etabliert sind. Man neigt schnell dazu, die Dinge aus seiner eigenen Sicht zu betrachten. Doch die jüngere Generation zwischen 14-29 hat das Web schon längst erobert. Manche Statistiken sprechen davon, daß nahezu alle deutschen Jugendlichen das Web für sich schon längst entdeckt haben. Und es mit Abstand zu einem der wichtigsten Kommunikationsmedien gehört. Nun, an sich ist das keine großartige Erkenntnis, daß junge Leute viel technikaffiner und spielerischer neue, technische Möglichkeit ausprobieren und adaptieren als wir alten Knacker. Das zeigt auch das Blogposting auf dem Themenblog, der auch u.a. auf ein FAZ Interview mit Markus Peichl verweist und auf das Monster MySpace.com eingeht.

Wenn ich mir nun überlege, wie viele Unternehmen keine bzw. eine absolut bemitleidenswerte Webaktivität aufzeigen, ist mir wenig Bange um die Zukunft der vielen Webdienstleister 🙂

Update
Passend dazu Murdoch über die Zeitungsbranche >>: Yes, there is a future for news, but not in traditional news print.

und Sebastian in SEO ist eine strategische Waffe verdeutlicht der Vergleich damals-heute, wie sehr bereits das Web zum Alltagsgegenstand geworden ist.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Viele der Web-Dienstleister verstehen es leider nicht, sich an die bemitleidenswerten Unternehmen zu verkaufen. Und viele der bemitleidenswerten Unternehmen verstehen es leider nicht, ihre Unterrepräsentanz zu erkennen, bzw. gar zu handeln, um diese Defizite aufzuholen. Mir ist ein wenig Bange um die Zukunft beider Seiten 😉

  • Das sollte man vielleicht einmal tiefenpsychologisch „untersuchen“:

    „… die jüngere Generation zwischen 14-29 hat das Web schon längst erobert.“

    Sieht doch sehr nach „Ablösung, Resignation und Trauerarbeit“ aus:

    Die „jüngere Generation“ erobert sich nix, sie nutzt Dienste, auch im Web, wenn’s diese nützlich (und cool) sind und parallel zu allen anderen Kommunikationstools.

    Im Gegensatz zu früher (meiner Generation) legt man sich mit den Grufties nicht mehr an, denn wer weiß, ob man die nochmal (ge-)brauchen kann oder mit denen am Ende gemeinsam alt werden muss.

  • @Sebastian, woran liegt es Deiner Meinung nach, daß sich die Webagenturen zu schlecht zu verkaufen? Oder liegt es vielmehr an den Unternehmen, die sich wehren, beglückt zu werden?

    @Hugo, ich trauere von Jahr zu Jahr, daß ich das Jahr 2100 nicht erleben werde 🙂 All die schönen Dinge, die ich nicht mitbekommen werde. In der Hölle solls kein Fernsehen geben noch Webanschlüsse. Stell Dir das vor, ein Blogger in der Hölle… ohne Netz.. ohne Google… ohne … ohweiah

  • vieleicht solltest du die auf die verbleibenden 75 Jahre (der so) konzentrieren …

    Ohne Google wirst Du schon lange vorher leben müssen (und können), auch das Netz ist bis dahin schon mehrfach verdampft und Fernsehen braucht 2100 auch auf der Erde keiner mehr, wir peep’en uns ja dann einfach in multiple ‚Wirklichkeiten‘ und ‚Geschichten‘ ein.

  • Robert, ich denke es liegt an beiden. Um es umfassend zu analysieren, reicht die kleine Textbox hier nicht aus. Nur mal zwei Perspektiven zum Aufwärmen:

    Viele Internetdienstleister werden von smarten geeks betrieben und sind viel zu sehr auf technologische Dinge fixiert. Im Fokus steht die Technikverliebtheit, im Hinterkopf arbeitet zwar die analytische Fähigkeit Anwendungsszenarien on the fly zu entwickeln und die beherrschte Technik für die Vertriebs- und Geschäftsprozesse des Gegenübers nutzbringend einzusetzen, aber aus der Futterklappe quillt geek speech anstatt die entwickelte Vision gestützt auf betriebswirtschaftliche Argumente.

    Auf der anderen Seite des Dialogs — der kein echter ist — steht die ältere Generation. Gestandene Kaufleute, erfahrene Unternehmer, knallharte Risikoanalysten und scharf rechnende Kosten/Nutzen-Kalkulateure. Die haben schon alle Web- und high tech bubbles seit Version 0.01 platzen sehen, oft im eigenen Portfolio und ohne genau zu verstehen warum, und treten daher in diesen Verkaufsgesprächen weniger euphorisch als vielmehr bodenständig auf.

    Dieser Generationenkonflikt kann nicht immer am Alter festgemacht werden. Ausbildung, Lebenserfahrung, Begeisterungsfähigkeit, Mentalität und andere Faktoren sind prägender. Ein Lösungsansatz wäre möglicherweise der Einsatz von berufserfahrenen Betriebswirten mit geringer technischer Affinität im Aussendienst der Internetdienstleister. Sicherlich kein Allheilmittel, aber ein Anfang der sich hier und da schon gut anlässt … und es gibt noch viele andere Ursachen.