Sonstiges

Speedbusiness

Business Week im Artikel Speed Demons (How smart companies are creating new products — and whole new businesses — almost overnight) über die Zunahme des Wettbewerbs über den Faktor Zeit, Time-to-Market wird immer mehr zum neuen Gott erhoben:

The pace is picking up across such industries as retailing, consumer goods, software, electronics, autos, and medical devices. In many realms, the time it takes to bring a product to market has been cut in half during the past three or four years. At Nissan Motor Co. (NSANY ), the development of new cars used to take 21 months. Now, the company is shifting to a 10 1/2-month process. In the cell-phone business, Nokia (NOK ), Motorola (MOT ), and others used to take 12 to 18 months to develop basic models. Today: Six to nine months.

It’s all being driven by a new innovation imperative. Competition is more intense than ever because of the rise of the Asian powerhouses and the spread of disruptive new Internet technologies and business models. Companies realize that all of their attention to efficiency in the past half-decade was fine — but it’s not nearly enough. If they are to thrive in this hypercompetitive environment, they must innovate more and faster.

Of course, speed has been important in business ever since the California Gold Rush. What’s changed in recent years is that a slew of new techniques make it possible to get things done much faster. Start with global outsourcing. A vast network of suppliers around the world stands ready to do everything from manufacturing products to drawing up legal contracts. This helps companies create supply chains that are faster, more flexible, and more efficient than ever before.

Und Misserfolge werden toleriert, zwangsweise. Und man ist bereit, so schnell man eingestiegen ist, auch wieder auszusteigen:

If you don’t fail occasionally, you’re not pushing hard enough. Executives tend to try lots of things, expecting a number of them to flop. It doesn’t matter as long as you produce a steady stream of hits. Even losers can burnish a company’s reputation for innovation if they’re seen as exciting experiments. „It’s not just O.K. to fail; it’s imperative to fail,“ says Seth Godin….
Google may be the highest-profile example of the new philosophy. It launches product after product, more than 100 in the past five years. Not all of them soar: one that didn’t was Froogle, the comparison-shopping site. Marissa Mayer, who helps guide the company’s innovations, says Google wants to try new things and see what resonates with its users. The approach, says Mayer, „frees you from fear.“


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

3 Kommentare

  • erm.. *hust* Bloedsinn!!
    Gerade dass Google als Beispiel fuer schnelle Handlung ohne Ruecksicht auf eventuelle Qualitaetseinbrueche aufgezeigt wird, ist mehr als lächerlich. Siehe dazu: http://tonstube.maikwielk.de/wordpress/?p=175
    Besonders in der dem Vortag folgenden Diskussion wird deutlich klargestellt: Nich auf Teufel komm raus versuchen, der Erste zu sein, wenn man mit ein paar Wochen mehr Arbeit im Endeffekt „das bessere Produkt“ anbieten kann.
    „Der Goldrausch“ is ein ebenso fragwuerdiges Beispiel. Es geht selten darum, einen Pool an vorhandenem Reichtum abzugrasen und danach zum nächsten zu pilgern. So produziert man Wegwerfprodukte ohne Zukunft (wieso sollten sie in dem Fall auch Zukunft haben, wenn es doch darum geht, möglichst alles Verfügbare so schnell wie möglich aus einer Sache rauszuholen?)
    Dieses Prinzip hat meines Erachtens keine Chance. Vielleicht gibt es ein paar Unternehmen, die damit kurzfristig gesteckte Ziele erreichen, aber wirklich erfolgreich bleiben immernoch die Unternehmen, die sich auf Qualitaet anstatt Geschwindigkeit besinnen. IMHO 😉

  • Qualität ist immer nur ein Bestandteil des Ganzen und mE nicht immer bzw sogar eher selten das Wichtigste. Man kann Trash produzieren, wenn man es gut verkaufen kann (Jamba, BIC, Musikindustrie,…) bzw. das Produkt den Ansprüchen der Kunden einigermaßen zum gegebenen Preis genügt. Marketing kann ein entscheidender Faktor sein. Und viele andere Faktoren auch. Wer es aber zusätzlich schafft, auch noch schnell zu sein, hat möglicherweise der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Die Autoindustrie zB tut nicht umsonst alles Erdenkliche, um schneller agieren zu können (und nicht nur im Entwicklungsbereich 24h rund um die Uhr Leute am PC sitzen zu haben, wobei die Schichteneinteilung global ist). HP hatte vor 15-20(?) Jahren erstmals in Europa/Spanien das Just in Time Modell ausprobiert, das heute zum Standard gehört. Bekleidungshersteller versuchen das Risiko schlecht laufender Produktionen zu drücken, indem sie mehr als nur zweimal im Jahr (für ein Jahr im voraus) neue Linien herausbringen. *kruschel* … da war doch mal ne Story von einem äußerst erfolgreichen, spanischen (?) Textilunternehmen… hm… find ich aktuell nicht. Mal suchen.

    Sprich: Es ist kein Gesetz, daß Schnelligkeit zu schlechter Qualität führt.

  • [quote]Sprich: Es ist kein Gesetz, daß Schnelligkeit zu schlechter Qualität führt.[/quote]
    Das behaupte ich auch nicht. Ich sage nur, dass Qualitaet der wichtigste Faktor ist, um langfristig Erfolg zu haben. Wenn die Goldrauschmentalitaet ueberwiegt, dann kann sich ein kurzfristiger Erfolg einstellen. Allerdings muss man dann auch so weitermachen, um auch erfolgreich zu bleiben. Dein Beispiel mit der heutigen Medien-/Musikindustrie ist da schon sehr treffend: Da muss woechentlich neuer Trash produziert werden, um erfolgreich zu bleiben. Ein Album von John Lee Hooker oder den Rolling Stones verkauft sich auch nach 20 Jahren noch. Das ist der Punkt, auf den ich hinauswollte.
    Google ist schnell, das ist richtig, aber man sieht an der Bestaendigkeit der Produkte auch deren Qualitaet. Wenn beispielsweise die Suchmaschine qualitativ schlecht waere, dann wuerde es nichts bringen, dass sie schnell auf dem Markt war.
    Im Grunde sind wir einer Meinung, haben nur etwas aneinander vorbeigeredet.
    Allerdings, wenn ich so drueber nachdenke, widerspreche ich dem Verfasser des Berichtes aus der Business Week doch nicht so massiv, da er schon recht hat, wenn er behauptet, dass dieses Vorgehen einen aktuellen „Trend“ darstellt. Ich zweifle nur an der Bestaendigkeit der Methode.