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Googles Problem mit dem Klickbetrug

Gerald Steffens: JoJo hat gestern eines meiner Lieblingsthemen aufgegriffen – Klickbetrug: 800 Mill. Dollar Verlust durch Klickbetrug im Jahr 2005? Das hört sich nach einer Riesenstange Geld an – und ist es auch. Auf der Seite von Outsell findet sich ein leider kostenpflichtiger Report, in dem von 1,3 Milliarden Dollar Klickbetrug die Rede ist. Dem Report zufolge sollen 14,6% aller Klicks betrügerischer Natur sein.

und wie ich finde, dürfte er damit ziemlich Recht haben: Und hoffen auf die Zukunft. Denn mit Google CPA und Checkout könnte Google zukünftig eine echte Bedrohung für’s Klickbetrug-Business schaffen. Weg vom einfachen Klick, hin zu Aktionen und Transaktionen. Diese Variante erscheint fairer für den Kunden und schwerer zu manipulieren für den Klickbetrüger. Vielleicht in Zukunft mal ein starkes Argument für die Nutzung von Google Checkout.

Auch wenn Google immer wieder betont, dass Checkout kein Angriff gegen PayPal sei. eBay sieht das anders und hat nunmehr seine Safe Payment Policy angepasst: Payment Services not permitted on eBay: AlertPay.com, anypay.com, AuctionChex.com, AuctionPix.com, BillPay.ie, ecount.com, cardserviceinternational.com, CCAvenue, ecount, e-gold, eHotPay.com, ePassporte.com, EuroGiro, FastCash.com, Google Checkout, …
via eBay Strategies

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

8 Kommentare

  • …das würde bedeuten, das Google rund 5,7 MILLIARDEN Dollar Umsatz allein an AdSense macht?!

    boah ey… da sind 800Mio. doch Peanuts!

  • das ist fast richtig, Google hat 2005 >6 Mrd USD an Umsatz gemacht, der allergrößte Teil davon entstammt dem Werbegeschäft (AdWords/AdSense). Wobei Google ca. 1/3 davon, wenn ich mich recht entsinne, an die AdSense Partner ausgeschüttet hat.

  • So sagt es auch Markus Frind (der mit dem netten Google-Scheck ;-)) – 500 Millionen USD pro Quartal gibt Google an die AdSense-User. Kein schlechtes Geschäft für Google – 2/3 einbehalten dafür, dass andere Internetseiten die Werbung für sie machen.

  • das wären bei einer Ausschüttungsquote von 80% an den AdSense User ca. 625 Mio Umsatz an AdSense. Pro Quartal. Lass mal nachrechnen jetzt: Da Google aber ca. 1.5 Mrd USD pro Quartal insgesamt umsetzt, beträgt der AdSense-Umsatzanteil also nicht 2/3, sondern lediglich 2/5 vom Gesamtumsatz. Von diesen 2/5 gehen wiederum 4/5 (die o.g. 80%) an die AdSense-User raus.

    Damit verbleibt Google in der Sparte AdSense ein Brutto-Verdienstanteil am Gesamtumsatz von gerade mal 1/12. Und klar, am AdSense-Umsatz ist die Einbehaltquote 1/5.

  • Ausschüttungsquote 80%? Woher hast Du die denn jetzt? Ich ging von 6 Mrd. USD Umsatz im Jahr aus – und von 500 Millionen USD pro Quartal Ausgabe an die Adsense-User – macht 2 Mrd AdSense-Ausgabe im Jahr = 1/3 von 6 Mrd oder habe ich was übersehen??

  • laut Geschäftsbericht. Gerhard Schoolmann hatte mich mal darauf hingewiesen und in der Tat, man kommt auf ca. 80%. Wenn aber die AdSense Quote 80% ist und der Gesamtumsatz X, kann man sich ausrechnen, wie hoch der Anteil AdSense / AdWords an den Gesamtumsätzen ist.

  • […] Wegen Klickbetrug will Google AdSense möglicherweise von Pay-per-click mehr auf Bezahlung für Aktionen und Transaktionen umstellen. AdSense ist bei Bloggern sehr beliebt. Es wird Text-Werbung eingeblendet, die zu den Themen passt, die auf der Seite behandelt werden. Künftig könnte es also sein, dass es Werbeeinnahmen für die Blogger nur gibt, wenn auf die Klicks auch Bestellungen, Registrierungen oder ähnliches folgen. […]