Sonstiges

Second Life: Business-Spielwiese?

so langsam gewinne ich den Eindruck, dass die virtuelle Welt von Second Life bald von mehr Aliens als von echten Bewohnern bevölkert sein wird. Diesmal berichtet Markus Breuer von Adidas und Toyota, die mit einem Marketingprojekt in SL ihr Glück versuchen. Solche Meldungen mehren sich allerorten. Mal ist es eine PR Agentur, die einen dicken Bürokomplex hinstellt, dann ein Modelabel, dann usw usf etcpp… ich denke, eine gute Idee, so als Geschäftsidee, wären Schutzzonen für die echten Bewohner. Damit diese unbehelligt ihrem VL nachgehen können. Grün, Vögel, Seen, Berge, Essen ohne Labelaufdruck, eine Ausflug ohne Plakate und fliegende Zeppeline. *tief durchatmet* und was kost das? Na ja, sagen wir mal 10 USD für 14 Tage Aufenthalt, 15 USD für 30 Tage und 150 USD für ein Jahr freien Zutritt. Wobei… das Pricing sollte auch in sich anticommercial sein, also 14 Tage = 150 USD, 30 Tage = 15 USD und 1 Jahr = 10 USD. Passt! Gleich patentieren und in SL registrieren. Btw, hats eigentlich dort schon ein Marken- und Patentamt? So gegen Gebühr, ne, Ideen, Slogans, Logos schützen lassen. Wäre auch was. Die Bizzenesmen brauchen doch das, wie der Fisch das Wassser, sonst fühlt er sich unwohl. Und erst recht virtuelle Abmahnanwälte. Und einen Verein für unlauteren Wettbewerb. Ui… da ist ja noch vieles offen.

bis nächstes Jahr… wie nenne ich meine Firma? Waggish Inc. 🙂


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

4 Kommentare

  • Nicht übel die Idee … aber leider, leider … wie so oft mit den guten Ideen ist schon ein Anderer drauf gekommen; oder besser gesagt: viele andere! Einer der größten Teilmärkte in Second Life ist bekanntermaßen der Handel mit Land, ein wachsender die Vermietung von Land. Dieses Land ist oft „zoned“, was heißt, dass es Regeln für die Nutzung und Bebauung gibt. In weiten Bereichen dieser „Private Continents“ sind Läden, Werbung, Clubs etc. tabu. Und viele davon bestechen durch ausgesprochen schöne Landschaften.

    Besuchstipp für die, die einen Second Life Account besitzen: lanschaftlich besonders schön sind die Caledon Inseln von Desmond Shang, einige Gebiete des Dreamland Continents von Anshe Chung, das Otherland Archipelago von Dana Bergson und die Neuengland „Sims“ von Barb Carson.

    Die Preise hier liegen typischerweise bei 20US$ pro Monat. Antikommerzielle Angebote zu 10 Dollar für ein Jahr sind mir keine bekannt. Da wäre also noch ein Markt (wenn auch ein Verlustgeschäft für den Anbieter – aber so ist da mit den innovativen Ideen manchmal).

    Die anderen Geschäftsideen? Mal sehen …

    Markenschutz erstreckt sich faktisch aus der physischen in die virtuelle Welt. Die Verwendung registrierter Warenzeichen und Marken innerhalb von Second Life unterliegt prinzipiell kalifornischem Recht.

    Ein Verein gegen unlauteren Wettbewerb wollten einige Bürger schon einmal gründen. Bisland hat die Idee aber nicht genug Freund gefunden.

    Anwälte, speziell Abmahnanwälte, hätten bestimmt ihre helle Freude in Second Life … bis sie die (finanzielle) Fruchtlosigkeit ihres Tuns aufgrund des Fehlens kodifizierter Gesetze und anerkannter Gerichte erkennen würden.

    Sorry. Ich will Niemandem – gerade auf diesem Blog – die Freude an unternehmerischer Betätigung nehmen. Aber das Business in Second Life ist leider wirklich schon recht gut entwickelt. So viel „offen“ ist da nicht. Echte „Innovationen“ sind mit Übertragung existenter Geschäftsmodelle aus der physischen Welt kaum möglich. Für eine erfolgreiche Firmengründung empfehle ich eine *wirklich* neue Idee, zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer virtuellen Welt bzw. ihrer Bewohner.

  • […] Dann erst wäre Second Life auch aus einem anderen Grund für Firmen interessant, nicht nur für Firmen-interne Konferenzen: Wenn Adidas schon heute in Second Life experimentiert, dann sicherlich nicht aufgrund der vielen Jogger, die virtuell trainieren. Wird es Adidas-Schuhe kostenlos geben, um eine Markenbindung zu erzielen, oder werden die Schuhe nachher genau so viel kosten wie in der realen Welt? Oder gibt es die virtuellen Schuhe dazu, wenn man die realen kauft, so wie es beim Web 2.0-Buch auch eine digitale Kopie als Download gab? Und auch wenn Robert Basic darauf hinweist, dass die Benutzer des Kommerz überdrüssig sein könnten und Ruhezonen bräuchten, so sind die Parallelen zu den frühen Tagen des Webs nicht zu verkennen, als man lieber unter sich geblieben wäre. […]

  • Hey himmlische Seite! Aber ich finde doof das das Gliedermännchen in dem Kopf dieser Seite so gequetscht ist.

  • du bist der erste, der sagt, dass das himmlich ist (und das bei meinem Designunfähigkeiten:)) Aber dat mit Männiken gin nicht anders aufgrund der Relationen des Original-Pics.