YouTube startet sein Business Modell

Robert Basic

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hilyou
ich glaube, es gab wohl selten so ein erfolgreiches Startup, wo man sich tagtäglich nicht gefragt hat, wie die ihre Hostingkosten in den Griff bekommen wollen? Laut neuesten Aussagen werden täglich mittlerweile 100 Mio Videos auf YouTube betrachtet. Nunmehr zeigt es sich, wie YouTube seine Vormachtstellung unter den Videohostern auch finanziell absichern möchte: „gebrandete Channels“, den Start macht Paris Hilton. Mehr oder minder kann man sich das wie einen eigenen TV-Privatkanal vorstellen. Eingebettet in die YouTube Umgebung. Der Sender bekommt auf YouTube Senderechte gegen Kohle. Ob das ausreichen wird? Schwer zu sagen, konnte nirgends Daten finden, wieviel so ein Kanal kostet. Auf Techcrunch, das ja meistens mit Infos gut und direkt versorgt wird, liest sich das wie folgt:

Fox has paid an undisclosed sum to advertise its TV show Prison Break on the YouTube channel of Hilton, whose album is produced by Warner Brothers… Robin Bechtel, head of new media at Warner Brothers Records, told the Financial Times tonight that Paris Hilton and YouTube were a natural fit. That’s hard to argue with. Hilton’s channel on YouTube contains 13 music videos, a promotion for Paris Hilton cell phone ring tones and custom branding that looks much nicer than the standard YouTube page design.

Und auf Financial Times liest sich das so:

„This new medium requires finding a balance between traditional online advertising and new creative approaches that engage consumers in an active way,“ he said. „Advertisers now have a highly-targeted opportunity for aligning their brands alongside the entertainment experience people are enjoying on YouTube.“

Letztlich ist es ja wie im Fernsehen: Je mehr Zuschauer, umso höher tendenziell die Werbeattraktivität. In Abhängigkeit der Sendezeit, der Sendung, der üblichen Zuschauergruppe, etcpp. Jedoch denke, lässt man sich im Sinne des Long Tail-Gedankens seitesn YouTube ein möglicherweise hübsches Einnahmequell entgehen: Stark frequentierte Videos bieten interessante Vermarktungsmöglichkeiten über, unterhalb, neben und/oder im Video selbst. YouTube müsste dem Werbeinteressenten eine Möglichkeit bieten, auf einfache Art und Weise spannende und vaD geeignete Videos ausfindig zu machen, damit die Werbung wiederum passt. Wenn ich alleine daran denke, dass das meistgesehene Video „Evolution of Dance“ bereits über 31 Mio mal betrachtet wurde, hätte man schon längst geeignete Werbende ausfindig machen können. Die einzigen, die das für sich ausnutzen, sind die ollen Spammer in den Kommentaren. Ebenso wäre es denkbar, dass User ihre eigenen Kanäle mit einem eigenen Sendeprogramm aus dem Fundus der Videos zusammenstellen. Das ist angesichts der Masse an Videos nicht mehr das Problem. Wie DJs in einer Disco. Wenn die das gut machen (Zuschauer…), können sich Werbende in diesen Kanal auf Wunsch einklinken. Damit den „Video-DJ“ und auch YouTube finanzieren.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.