Sonstiges

Thomas Cook entdeckt das Web

oder wie soll ich diese Pressemeldung verstehen:

Die Thomas Cook AG baut ihr bestehendes Internet-Reiseportal www.thomascook.de zu einem vollwertigen Online-Reisebüro aus. Das gab der Vorstandsvorsitzende der Thomas Cook AG, Thomas Holtrop, am Dienstag bei der Vorstellung der neuen E-Commerce-Strategie des Konzerns bekannt… Eine zentrale Rolle für die neuen Websites spielen nutzergenerierte Inhalte. Neben Hotelbewertungen und -beschreibungen der Gäste werden Informationen, Fotos und Videos sowie Tipps über Destinationen in die verschiedenen Websites integriert…. In einem weiteren Schritt plant die Thomas Cook AG die Implementierung spezieller Portale für Nischenmärkte angelehnt an die Themenwelten der Veranstaltermarken. Als erstes Spezialportal geht am 14. September 2006 die Golf-Plattform von Thomas Cook Reisen online.

Thomas Cook Deutschland hieß früher Neckermann Reisen bzw. einfach nur „NUR“. Hab da wohl mehr als die Hälfte meiner Studienzeit als Aushilfe verbracht, ich weiß nicht mehr, in wie vielen Abteilungen ich da alles war. Schätze mal, dass ich das heutige Unternehmen wohl nicht mehr wiedererkennen würde, wenn auch mW noch einige alte Kollegen immer noch dort arbeiten. Tatsächlich, im AR sitzt der sogar der alte GF Beser. Den haben sie doch letztes Jahr aus dem Ruhestand zurückgeholt, als es in dem Laden gekracht hatte. Kein Wunder, mckinseysischer und karstädtischer Tropfen höhlt den Stein.

via Touristikblog.de

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Das eigentlich interessante an dieser Meldung ist doch aber (wie hier bereits erklärt), das man bei Thomas Cook beschlossen hat, sein Portal auch für die Angebote der Mitbewerber zu öffnen. So schafft man zwar Mehrwert und mehr Auswahl für den Kunden, schafft sich aber umgekehrt mehr Konkurrenz für die eigenen Produkte (und das auf der eigenen Website).

  • Da wagt der Cook aber einen riskanten Schritt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Reiseveranstalter gewappnet ist gegen mögliche negative Feedbacks einer Community. Vielleicht beurteilt der ein oder andere Kunde seinen vergangenen Urlaub ja doch nicht so positiv. Davon abgesehen glaub ich, dass es bei dieser Ankündigung nurn darum ging, die Aktionäre auf den Zug des Web 2.0 zu holen; ein bisschen Community bla bla hier, ein bisschen User Generated Irgendwas dort. Hauptsache die Anteilseigner sind zufrieden und haben nicht das Gefühl, einen neuen Internet Hype zu versäumen.

  • Das eigentlich Interessante an der Meldung hat Tom schon im ersten Kommentar geschrieben: dass Thomas Cook nämlich auch Angebote der Konkurrenten auf dem eigenen Portal integrieren möchte. Das ist wirklich neu und der Tatsache geschuldet, dass viele Pauschalreiseurlauber sich nicht so stark an die Urlaubsmarken gebunden fühlen, wie es die Touristiker gerne hätten.

    Stattdessen möchte der Kunde Preise vergleichen und geht lieber zu besagtem Expedia oder anderen vergleichbaren Portalen, die veranstalterübergreifend Reisen anbieten.

  • Mist, war noch nicht fertig 😉

    Es gibt zwar einen gewissen Prozentsatz an Kunden, die sich so stark an eine Urlaubsmarke gebunden fühlen, dass er nur bei Thomas Cook oder TUI auf den Seiten nach Reiseangeboten sucht. Die Mehrheit viel aber lieber Preise vergleichen. Am liebsten für ein Hotel alle Preise aller Veranstalter sehen und dann den günstigsten buchen.

    Ob dieser Plan mit den Angeboten anderer Veranstalter aufgeht und wie die Konkurrenzangebot letztendlich eingebunden werden, wird die Zeit sicher zeigen.

    Gruß,

    Ralf