Sonstiges

Siemens und BenQ: ich bin gerührt

Spon:

Kleinfeld verteidigte in der „Bild“ erneut die ursprünglich geplante immense Gehaltserhöhung: „Der Aufsichtsrat hat die Gehaltsmaßnahmen sachlich und ausführlich begründet.“ In dem Interview fügte er allerdings hinzu: Nach der Pleite des Handyherstellers BenQ gebe es eine neue Situation. Er kündigte an, dass Siemens mit einem 30-Millionen-Euro-Fonds Härten bei Entlassungen in der ehemaligen Handysparte des Münchner Technologiekonzerns abmildern wolle. Darin sollten auch die rund fünf Millionen Euro einfließen, die sonst in die höheren Vorstandsgehälter geflossen wären. Man wolle den Menschen ein Zeichen der Solidarität geben, so Kleinfeld. Wie die Zeitung berichtet, sollen aus dem Fonds auch Qualifizierung, Umschulung oder Weiterbildung Betroffener bezahlt werden.

Ich bin sicher, die Siemens-Mitarbeiter sind jetzt stolz wie Oskar auf ihre Chefs.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

9 Kommentare

  • Werner Neugebauer (IG Metall) sagte dazu eben auf der PK in München „Wir sehen dies als kleines Zeichen, letztlich ist es aber nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

    Ich würde sagen ist es nicht mehr als PR.

  • „Ich bin sicher, die Siemens-Mitarbeiter sind jetzt stolz wie Oskar auf ihre Chefs.“

    Ja, das unerträglich Blöde an der Sache ist, daß du damit wahrscheinlich zu fast 90% Recht hast!
    Besonders witzig fand ich in diesem Zusammenhang auch des guten Herrn Clemens Joos Forderung, daß wir nun alle aus Solidarität mit den ehemaligen Siemens Mitarbeitern ein Benq Handy kaufen sollten.
    Irre, ich hab gleich 5 gekauft und hoffe das es jetzt wieder aufwärts geht mit Benq!

  • Zumindest sahen die Herren diese PR Maßnahme für die jetzt richtige Idee. Vielleicht wird dann bezüglich den völlig lachhaft angestiegenen Managementgehältern doch langsam so etwas wie ein Widerstand gesetzt.

  • Da die 30% Gehaltserhöhung zum größten Teil erfolgsabhängig war, hätten die Manager die eh nicht zu Gesicht bekommen. Kein Erfolg, keine Kohle.

    Auf der anderen Seite sollte man es in Deutschland zum Standard machen, dass Unternehmen die Mitarbeiter entlassen und trotzdem Gewinne einfahren, sich in den ersten 12 Monaten am Arbeitslosengeld beteiligen.
    30 Millionen für 3.000 Mitarbeiter. Das sind 10.000 Euro pro Kopf und Nase. Da kommt Siemens verdammt günstig bei weg.

  • Du meinst doch die Arbeitslosenversicherung?
    Wikipedia:
    Die Arbeitslosenversicherung speist sich zu jeweils gleicher Höhe aus Beiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie beträgt im Jahr 2006 6,5 % des Bruttolohns. Gemäß Koalitionsvertrag soll der Beitragssatz ab 1.1.2007 auf 4,5% reduziert werden. Zur Finanzierung der versicherungsfremden Aufgaben, die der Bundesagentur übertragen sind, zahlt der Bund gem. § 363 SGB III einen Bundeszuschuss. Ab Februar 2006 wird das Arbeitslosengeld, das aus der Arbeitslosenversicherung stammt (Arbeitslosengeld I), maximal 12 Monate gezahlt (vorher: 32 Monate). Ausnahme: Arbeitslose über 55 Jahre erhalten 18 Monate Arbeitslosengeld I. Das sogenannte Arbeitslosengeld II, dass im Rahmen der Hartz-Reformen die alte Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe ersetzt hat, wird nicht aus der Arbeitslosenversicherung gezahlt, sondern ist steuerfinanziert.

    Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt 2006 in den alten Bundesländern 5.250 und in den neuen Bundesländern 4.400 Euro. Ab dieser Bruttoeinkommenshöhe steigt der abzuführende Betrag nicht mehr. Bei einem Einkommen von 6.000 Euro werden dementsprechend 341,25 Euro fällig; also 6,5 % von 5.250 Euro.

  • nun fängst du hier auch noch an…

    das einzigst lustige daran ist, dass die medien die gehaltserhöhung vorher falsch darstellten… und diese falsche darstellung nun dafür genutzt wird um vermeintlich geld zu spenden.

    die 30% gehaltserhöhung bezogen sich nur auf den variablen anteil des gehalts, der wiederum 50% des gesamtgehalts ausmachte. diese gehaltserhöhung war somit an erfolgskomponenten geknüpft deren erreichen nicht wirklich gesichert war.

    darauf verzichtet der siemensvorstand nun und zahlt aus der firmenkasse in nen fonds ein.

    wie dämlich dieses volk und seine medien ist, darüber bin ich wirklich gerührt.^^

  • lies doch einfach mal Prof. Wenger… ich kann nicht mal mehr müde lachen, wenn ich was „ist ja nur variabel, die müssen sich das schwer erarbeiten“ höre… es ist erstaunlich, dass es da draußen noch Kinder gibt, die glauben, dass der Weihnachtsmann leistungsorientiert auszahlt :))

  • [Admin: ist gut, Werbung kannste für Deine Site gerne machen, aber schreib nicht gleich den ganzen Kram 1:1 aus Deinem Blog auch hier rein, was soll das? Die Leute können Deine Auslassungen bei Dir lesen… grummel]