MySpace, ein Exportschlager?

Robert Basic

MySpace, der Moloch aller Social Networks, ob nun mit 50 Mio oder 100 Mio Usern, ist in den USA ohne Zweifel die No.1 unter den jungen Web 2.0-Startups. Wenn ich ein Ranking aufstellen müsste, würde ich die Startups wie folgt einsortieren:

1. MySpace
2. YouTube
3. Flickr
4. Facebook
5. Digg
6. Netvibes
7. Woot.com
8. Etsy.com
9. Technorati
6. Del.Icio.Us

Projekte wie Wikipedia, CraigsList oder auch SecondLife sind erstens nicht mehr so jung, laufen auch so außer Konkurrenz, da sie auf ihre Art und Weise einzigartig und herausragend sind. Die Wikipedia ist kein kommerzielles Unterfangen. Craigslist ist wohl das einzige Web-Unternehmen der Welt, das auf Gewinnmaximierung verzichtet. Und Second Life hat ein dermaßen gigantisches Potenzial, dass es schon peinlich wäre, es neben „old school“ (!) Konzepte wie MySpace zu stellen.

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Vorgestern Nacht habe ich mit einem Reporter der NY Times, Robert Levine, etwas länger telefoniert und wir haben uns unterhalten, ob MySpace eigentlich auch in Germany ein Schlager ist. Ich kann mich täuschen, aber MySpace ist soweit ich weiß in D ein Rohrkrepierer. Das bisserl Buzz, was MySpace erzeugt hatte, als er vor einigen Wochen in einer eingedeutschten Fassung daherkam, war nicht der Rede wert. Es ist Lichtjahre von dem entfernt, was es in den USA darstellt. Rob und ich sind beide der Meinung, dass es dem deutschen MySpace erheblich an Marketing mangelt, vaD auch weil es an lokalen Musikgruppen fehlt, um die jungen Leute in Scharen und in Windeseile da reinzuziehen. Oder, rockt MySpace auch in D ab?

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Wenn wir uns oben die subjektive Top 10 anschauen, so betrachte ich lediglich YouTube, Flickr, Del.icio.us, Netvibes und Technorati als Exportschlager. Interessant, das scheint mir vor 5 Jahren auch anders gewesen zu sein. Denn in D hat auch ein neues Blogstats (wer auch immer es sein wird) sehr gute Chancen gegen Technorati (zumal Technoratis Ruf ziemlich ramponiert ist), Mr Wong gegen Del.Icio.us, Netvibes ist auch kein Riesending, MyVideo schlägt sich wacker gegen YouTube, wtf wird aber MySpace sein?

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.