Sonstiges

Wie schreibt man gute Blogpostings?

habe das via Mail bekommen:

ich versuche seit einiger Zeit, dass ich qualitativ bessere Artikel zu Stande bekomme. Dies gelingt mir mitlerweile schon etwas besser als vorher. Leider benötige ich sehr viel Zeit dafür und wollte hier mal nach ein paar Tipps von dir fragen. Was für ein System hast du, dass es am Ende dabei was feines rauskommt? Ich würde mich freuen, wenn du dazu einen Beitrag schreiben würdest?

Parallelität von Ereignissen, just schreibt Blogschrott was sehr ähnliches:

Müssen Blogger schreiben können?
Diese Frage stelle ich mir in den letzten Tagen immer öfter. Natürlich ist damit nicht das schreiben gemeint, dass man in der erste Klasse lernt, sondern eher gekonntest schreiben, guter Sprachstil, (halbwegs) fehlerfreie Sprache und Grammatik…. Durch die viele Schreiberei in Blogs und durch die Tatsache, dass immer mehr Leute meine geistigen Ergüsse lesen, kommt in mir der Drang auf besser zu werden – nur wie? Auch weil ich teilweise in anderen Blogs schönen Schreibstil lesen darf würde ich gerne dazu lernen. Ich hab’ nur ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man das anstellen kann. Gibt’s hier autodidaktische Möglichkeiten die zeitnahen Erfolg sichern (Stichwort Motivation)?

Es plagen mich also zwei Fragen:
* Schreiben lernen aber wie?
* Lohnt sich’s überhaupt? Müssen Blogger schreiben können?

Nein, ich kann garantieren, dass das Mail nicht von diesem Blogger stammt.

Meine Antwort? Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aus dem Bauch, der Kopf ist zu leicht dafür. Auch ich würde es gerne besser als Norman Mailer oder GeorgeErnest Hemingway machen. Klar weiß ich, dass ich schrecklich viele Fehler mache, manchmal ist die Satzstellung so ätzend, dass ich mich selbst nicht mehr verstehe. Oder so verschachtelt, dass man nicht erinmal mehr den Anfang und das Ende versteht. Doch ich habe das immer wie ein Sportler betrachtet. Kann man die 100 Meter nicht in 10.00 Sekunden packen, ist das ok, nicht jeder hat den Body dafür. Ich bin anders gebaut. Und komme die 100 Meter in .. owehh.. schwabbeligen 13-14 Sekunden an. Dafür genieße ich aber die Strecke, gebe alles und bin dann auch so zufrieden mit mir. Dass man unterwegs stolpert oder keinen besonders schönen Laufstil an den Tag legt… so what. Ich versuch das wie gesagt mit Schmackes wettzumachen.

Lange Rede kurzer Sinn, letztlich wollte ich nur sagen, dass ich ganz sicher nicht dazu berufen bin, was dazu zu sagen. Wie man einen guten Schreibstil entwickelt. Ich kann auch nicht verraten, wie man auf interessante Topics stößt oder wie man diese erkennt und dann interessant einpackt. Das sollten also wohl Kenner des Fachs tun.

ach ja, doch noch ein Tipp zum Abschluss: mir fällt der Spruch von Proximo zu Maximus (Film: Gladiator) ein. Maximus ist ein Gladiator, der im Dienste des Sklavenhändlers Proximo seine „Dienste“ nur zu gut verrichtet. Aber, obwohl er unbesiegbar ist, ist er doch nicht richtig gut. Das verklickert ihm dann Proximo auf folgende Weise, da er selbst früher ein Gladiator war und seine Freiheit im Colosseum gewinnen konnte, indem der römische Kaiser ihm das Rudius als Symbol seiner Freiheit und auch als Anerkennung seiner „hervorragenden Talente“ überreichte: Listen to me. Learn from me. I was not the best because I killed quickly. I was the best because the crowd loved me. Win the crowd and you will win your freedom Ähm.. ja.. ich weiß, das ist olle, einen anspruchslosen Actionfilm heranzuziehen, doch es trifft es im Kern. Bloggen ist immer ein Stück weit Show. Btw, ich liebe diese Szene beim Gladiator. Oliver Reed atmet in seiner Rolle den Sklavenhändler förmlich mit jeder Pore seines Körper. Das ist verdammt geiler Blogger. You know?

und ein weiterer Tipp:
Der Bauch muss zum Kopfe😉


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

39 Kommentare

  • danke für Dein Feedback, wenngleich Du – und ich denke du verzeihst mir diese stück ehrlichkeit, denn du hast es ja slebst schon erkannt – nicht mein Vorbild bist in sachen Schreibstil *fettgrins*

    Bauch ist ein guter Punkt und ist mir auch wichtig. Die Frage ist nur wie man es aus dem Bauch in den Blog bringt. Auch wenns schlampig, mit Fehlern und ohne Stil funktioniert – mit wärs irgendwie schöner 🙂

  • Robert, bei Dir fällt mir nur auf, dass dann und wann der erste Buchstabe klein geschrieben ist (jawoll, das ist natürlich extrem schlimm 🙂
    Ich hab’s schon bei Blogschrott geschrieben: Ich finde insbesondere Kleinschreibung schlecht. Es ist erwiesen, dass das Lesen von Kleinschreibung mehr Zeit und Energie kostet als Standard-Schreibung. Könnte mir gut vorstellen dass ix mehr Leser hätte wenn er endlich seine kaputte Shift-Taste reparieren würde.

    Ansonsten ist m.E. in erster Linie der Inhalt wichtig. Wobei es Blogger gibt die einen sehr interessanten Schreib-Stil haben, aber das ist leider nicht die Masse. IMHO ist wichtig, Struktur in den Artikeln zu haben, Rechtschreibfehler zu vermeiden, einfache Sätze zu schreiben, CSS entsprechend anpassen dass Text gut leserlich ist (Zeilenabstand, Schriftgröße, etc.), bei längeren Artikeln Zusammenfassungen bringen, mit Bildern visualisieren, …

  • Vor einiger Zeit habe ich mal einen Artikel zu dem Thema geschrieben: 3 Grundlagen eines journalistischen Blogartikels.

    Wie der Titel bereits sagt geht es da eher um den Stil von journalistischen Meldungen. Das muss auch nicht immer angebracht sein. Blogger schreiben ja tendenziell auch eher Kommentare.

    Generell halte ich es für wichtig, dass die Sätze nicht zu komplex werden. Gerade im Internet sind die Leser häufig etwas „gestresst“ unterwegs. Lange verschachtelte Sätze machen es dem rasenden Leser recht schwer, schnell an die Informationen zu kommen, die er vielleicht sucht… manch einer nimmt sich dann vielleicht auch garnicht erst die Zeit dazu.

  • @Frank:

    denn du hast es ja slebst schon erkannt – nicht mein Vorbild bist in sachen Schreibstil *fettgrins*

    Roberts Stil finde ich durchaus gut. Z.b. erklärt er in den Beiträgen nebenbei Begriffe, versucht ein Level runterzuschrauben und auch für Einsteiger Themen zu beschreiben, etc. Ich denke das ist durchaus ein Grund, warum Roberts Blog erfolgreich ist. Und zeigt, dass es keinen Königsweg gibt. Wäre ich irgend ein Consultant der mehrere hundert €/Stunde nimmt, würde ich etwas rumsülzen und Robert empfehlen seiner Linie treu zu bleiben und so zu schreiben wie bisher. Anderen würde ich empfehlen, lockerer zu schreiben. Es gibt in Blogs nichts zu verlieren. Vieles ist aber zu versteift. Ich selbst muss mich da auch verbessern. Aber ich bin natürlich kein Experte sondern das sind nur meine Eindrücke.

  • Dass man nicht gut schreiben muss, um ein guter Blogger zu sein, dass beweisen zumindest etliche englische Blogger jeden Tag auf’s neue. Ich glaube auch wenn der Content für einen selbst stimmig ist und man „ehrlich“ schreibt was man denkt, dann kommt die schreibe von alleine. Meiner einer zum Bleistift hat eigentlich eine ziemlich „grobe und steife“ Schreibe (weil beruflich so erwünscht). Trotz dem ist mein Beitrag „Killerspiele und ihre Spieler“ (zumindest für meinen kleinen Blog) auf starke Resonanz gestoßen, da ich hier „gut“ schrieb, da mir das Thema am Gallenstein lag.

  • interessant – danke für Euer Feedback.

    Ich denke schon, dass der Schwung in der Hüfte auch sprachlich entscheidend ist. Ich versuche auch mir den zu wahren, wenngleich ich schon auch versuche meinen Lesern das lesen so angenehm wie möglich zu machen. Letztlich ist nur ein zufriedener Leser ein treuer Leser – das gilt auch für Blogs. Der Stil (ob nun journalistisch oder nicht) spielt da sicherlich auch eine Rolle – wenngleich weniger als anderswo.

    @Flo: danke für den Link – gleich mal lesen gehen.

  • Ich ackere mich schon seit 2 Tagen durch deinen „Bloggingleitfaden“ „wie schreibt man gute blogs“. Weniger, weil ich wissen möchte, wie ich bekannter werde, sondern mehr aufgrund des interessanten und amüsanten Querschnitts der „Blogosphäre“ (mit dem Wort werde ich mich wohl nie anfreunden).

    Diesen Artikel habe ich gerade dazwischen geschoben (bin nebenan immerhin schon bei Punkt 4!) und kann dazu nur sagen: Der Markt regelt sich selbst. 😉

    Sicher, es gibt für vieles eine Nische, aber die meisten werden bei schlechtem Stil einfach aufgrund mangelndem Interesse ihre Tätigkeit als Freizeitblogger einstellen. Da ich erst vor kurzem damit angefangen habe und – nach Roberts Theorie – noch durchaus Chancen habe besser zu werden, für mich natürlich ein interessantes Thema.
    Nun denn, wir treffen uns wieder in 6 Monaten oder so. Dann kann ich den Newbies vielleicht ein paar Tipps aus meinem bis dahin natürlich reichhaltigen Erfahrungsschatz geben. 😉

    Oh man, das war wohl heute Abend ein Glas Rotwein zu viel. Ich schreibe schon Romane in Kommentaren… Sorry dudes.

    PS: was sehr gut sein soll: Scott Foresman Handbook for Writer. Wollte schon immer mal reinschauen, aber noch in keine Buchhandlung gefunden.

  • nevermind, Holger! 🙂

    Fakt ist wohl: Ein guter Blogger wird man nur sehr schwer über den Stil. Wenns Dir darauf ankommt gut (im Sinne von bekannt) zu werden, dann nicht über den Stil.

    Mir geht es auch gar nicht darum. Meinen Stil will ich verbessern, weil mir dann meine Ergüsse selber besser gefallen und weil es den schon vorhandenen Lesern dann leichter fällt den Mist zu lesen 😉

  • Was man generell machen sollte, ist die eigenen Einträge vor dem veröffentlichen nochmal Korrektur zu lesen. Ich hab da schon so manchen seltsam gebauten Satz bei mir entschärft 😉

  • Es ist die Mischung aus Schreibenkönnen und wirklichem Sachverstand in Sachen IT und Netz und Web und so, zumindest dann, wenn man Blogs in der Richtung macht wie Don Basitsch. Der hat aber eben auch eine Schreibe („mit dem Bauch, der Kopf ist zu schwer dafür“…) und erfindet den Begriff Don Gnadenlos und x andere sprachliche Glühwürmchen, die nachts noch leuchten, wenn der kleine Wilcke beim Dr. Basic arbscheibt. Wir z.B. kommen aus dem Printjournalismus und ich war früher mal Werbetexter. Dadür kotzen wir bei der Technik wiederum wie die Reiher. Euch Profis gebe ich sicher keinen Tipp – bis auf den: wer Leser und Reichweite haben will, muss neben einer erträglichen Schreibe die Stories rauspushen wie der mieseste Boulevardreporter gekreuzt mit allen Typen aus Wilders Extrablatt. Dazu gehört jene Skrupellosigkeit, die nie unfair und unkorrekt aber sein darf, aber man muss mutig sein. Wenn ich die Aktion mit dem Reiner Fakeman in der Nacht mitkrieg, dann schreibe ICH kleiner Y-Blogger nicht vier Tage später, sndern noch in derselben Nacht die Story. MEINE Story: Fakeman und sein Rolls Royce. Nicht die Wiwo zitieren und via drunter. Selber einen Fake erfinden. Selber die Party machen. Mit drei von uns bespielten Blogs jetzt allein zu diesem Suchwort fest bei Google drin, und der Fakeman hat ebenfalls gegrinst. Ich schreibe so, als hätte ich 100.000 User. Habe vielleicht 150. Aber das geht schon. mfg michl

  • Das Bloggen aus dem hohlen Bauch heraus ist gut….. wenn man das kann, wie Du, Robert. Es gibt aber auch Menschen, die strategisch anders gelagert sind. Für die wäre einen Schreibwerkstatt oder ähnliches gut.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schreibwerkstatt

    Wie überhaupt in Deutschland das „Schreiben lernen“ sehr zu kurz kommt. Wir kennen daher auch nur den Ausdruck „creative writing“ aus dem amerikanischen. In den USA gehört das bereits zum Lernziel der elementary-schools, bis hoch ins College und die Universitäten.

    http://www.webenglishteacher.com/creative.html

    Was glaubt ihr, warum es in USA so viele gut geschrieben Blogs gibt? 😉
    Und Kurzgeschichtenschreiber wie Hemmingway?

    Im Ernst: Man kann Schreiben lernen, auch wenn man das zum Bloggen eigentlich nicht braucht.

    Nochmal USA und der Schreibkultur:
    Es ist durchaus üblich, dass bekannte Schreiber wie King Schreib-Werkstätten veranstalten, wie die Musiker ihre Meisterkurse. Es gibt auch „bekannte und berühmte“ Schriftsteller, die Bücher „über das Schreiben“ herausbringen.

    Ich empfehle immer „Elisabeth George, Wort für Wort“ Goldmann. ISBN 3-442-41664-7

    http://www.elizabethgeorgeonline.com/

    Braucht man nicht fürs Bloggen, aber wer sich gerne damit beschäftigen mag….

  • Wer meinen Blog kennt, wird wissen, dass meine Einträge oft verspielt, mit Metaphern durchwachsen und anders sind.

    Das liegt einmal daran, dass ich nur selten zu Neuigkeiten, wie etwa hier, schreibe und mich auch nur selten auf andere beziehe. Ich schreibe manchmal über mich selbst, manchmal über Freunde, Bekannte und manchmal sind die Einträge nur noch Fiktion.

    Etwa die Hälfte der Einträge entsteht plötzlich. Ich wache zum Beispiel auf und habe die Idee im Kopf und die muss ich dann sofort schreiben, sonst ist an ein Weiterschlafen nicht zu denken.
    Viele Einträge entstehen auch während der Busfahrt, zweimal pro Tag eine halbe Stunde.
    Ein paar Einträge gibt es dann noch, die man eher mit anderen Blogs vergleichen kann, die dann auch nicht mehr so große Unterschiede aufweisen.

    Fast alle Einträge bewegen mich selbst, sowohl beim schreiben, als auch beim wieder lesen, weil sie mich an das Gefühl, welches ich beim schreiben hatte, erinnern und es wieder hervorrufen.

    Bei Blogs, wie Basic Thinking ist es nicht so wichtig, wie gut die Grammatik oder Groß-Kleinschreibung ist, weil es mehr um den Inhalt geht.

    Ich will jedoch Gefühle vermitteln und andere an meiner Welt teilhaben lassen und daher schreibe ich einen Großteil der Einträge doppelt und ändere sie immer wieder bis sie mit passen, bevor ich sie veröffentliche.

    Dennoch will ich nicht behaupten, dass ich einen so tollen Stil habe, aber er wird immer besser, je mehr ich schreibe und vor allem lese.

    Mein Tipp:
    Lesen. Wenn man viele Texte mit einem sehr guten Stil liest, verwendet man ganz automatisch schöne Konstruktionen und man bekommt ein Gefühl dafür, wie es besser klingt.

  • @Martin: Das (finde ich) ist der wichtigste und zugleich einfachste Tipp. Und was bei Journalistenschülern ein Gähnen auslöst: Die Bücher von Wolf Schneider etwa (zB ‚Deutsch fürs Leben‘ oder ‚Deutsch für Profis‘) sind sicherlich ihr Geld wert, wenn man das Schreiben lernen möchte.

  • Am wichtigsten ist doch die grundsätzliche Intention eines Bloggers. Bloggt man auf grund von idealistischen Ansichten die man über seinen blog publizieren möchte, will man sich selbst darstellen oder einfach viele Besucher haben.

    Es gibt doch auch keine Anleitung – „Wie schreibt man einen Bestseller“. Wichtig ist, dass man was zu sagen hat und sich selsbt treu bleibt. Keep it real!

  • Ich denke auch, dass es auch darauf ankommt, worüber man schreibt. Wurde in den Anmerkungen hier ein paar Mal erwähnt… wenn mir ein Thema wirklich am Herzen liegt, gehe ich damit ganz anders um (und das hat denke ich auch Auswirkungen auf die Art zu schreiben), als wenn ich eine schnöde Agenturmeldung zusammenschreibe…

    Schreiben, wie so manches andere auch, sollte schon aus dem Bauch kommen (unabhängig, dass es natürlich schon ein paar Grundregeln zb. der Rechtschreibung braucht:-) Zumindest beim bloggen, finde ich…

    Liebe Grüsse, kho

  • @JaCa: Sicher. Und darauf kommt es auch an. Dennoch kann man – auch ohne eine Anleitung zum Top-Blog oder Bestseller – sicherlich einige Grundregeln für einen besseren Schreibstil lernen. Gute und innovative Inhalte werden dann vielleicht sogar noch besser.

  • Meine Empfehlung: Zuerst die Grundlagen lesen; beispielsweise „Wolf Schneider: Deutsch für Kenner — Die neue Stilkunde“.

    Dann noch üben, üben, üben, indem man eigene ältere Texte überarbeitet, bis man nichts mehr findet, was man kritisieren könnte.

  • Die Bücher von Wolf Schneider sind alle sehr empfehlenswert
    (Ich habe hier neben dem oben erwähnten noch Ludwig Reiners „Stilkunst“) Bastian Sick -> Basics und Stilblüten, ganz unterhaltsam aber mitunter kontrovers diskutiert. Viel allgemeiner F. Schulz v. Thun, hab da gerade ein Kollektion gesehen – alle drei Bände „Miteinander Reden“ [hab jetzt nicht nachgeschaut, http://Libri.de oder http://www.Amazon.de ]

    Wie weit man sich dann den Konventionen unterwirft, oder das Umsetzen kann ist sicher noch eine andere Frage ;-). Aber viele Sachen beachtet man nach der Lektüre und der Auseinandersetzung damit etwas bewußter 🙂

    Vielleicht steuern ja noch ein paar Profis ihre Empfehlungen bei. Meine waren ja eher allgemeiner Natur; Zum Thema Bloggen gibt es ja auch eine ganze Menge sowohl zum Inhaltlichen, als auch zu den technischen Aspekten (SW, Zweck/Art, Vlogs,Podcasts, …).

    Würde mich interessieren was hier so als „Must-Read“ betrachtet wird.

    Also falls mir noch was einfällt, werde ich das hier noch ergänzen, muss mal mein Lektüre-Journal durchblättern.

    Sonntäglich´ relaxten Gruß

    MIC

  • Wie es No. 13/Htwo und No. 18/Chat Atkins schrieben. Lesen. Schreiben. Abgucken. Beispielsweise schaue ich aktuell wie und was andere Blogger in ihre „Casino Royale“-Rezension geschrieben haben.

    Wolf Schneider-Bücher oder auch die Bastian Sicks sind hilfreich, weil sie in lockerer Form einen auf Dinge stoßen, die man sonst gerne überliest. Man wird sich nicht alles merken können, aber es wird täglich mehr hängenbleiben.

    Oder mal von Schatzi lesen lassen. Dann aber nicht diskutieren wollen, sondern deren Eindrücke einfach mal aufnehmen.

    Und zwei Tipps:
    Nicht „letzten Sonntag“ schreiben, sondern „vergangenen Sonntag“. Denn es werden ja noch ein paar Sonntage kommen. 🙂
    Und anstelle „z.B.“ besser „beispielsweise“.

  • @chat:
    Malen lernt man durch malen, durch Bilder ansehen?
    Komponieren lernt man durch komponieren, durch Musik hören?
    Schauspielen lernt man durch schauspielen, durch Filme und Theater gucken?

    Dort wird man Autodidakt genannt.
    (Was ich persönlich nicht als schlimm empfinde, im Gegenteil)

    Nur warum wird bei den Schreiberlingen immer abgelehnt etwas lernen zu können, nicht zu müssen, zu können, durch didaktisches Lehren, wie auch immer?

    Um es noch einmal zu betonen, man MUSS so ewtas micht machen, zum Bloggen reicht das Bauchgefühl allemal, aber man KANN schreiben lernen.
    Und wenn ich mir so manches, auch großes, Blatt anschaue und kritisch lese, dann wünschte ich mir, „creative writing“ wäre hierzulande weiter verbreitet und nicht jeder Schreiber dächte wie du, ich weiß seit Schiller ist dieses Denken im „genialischen“ Mode. (Ich meine jetzt nicht deinen Schreibstil, sondern die negative Haltung zum LERNEN können)

  • Ich denke mal, dass – auch hier wieder mal – Übung den Meister macht. Auch wenn man dazu eine Anleitung hat, die natürlich auch einem was beibringen kann.

  • Ich denk mal, jede Hilfestellung ist nur ein Leitfaden an dem man sich entlanghangeln kann. Aber das Lesen und Nachdenken über solche Fragen sensibilisiert schon, und daraus kann ein gewisses Grundverständnis entstehen – vielleicht auch ein „Gehör“(wie klingt mein Beitrag, wenn ich ihn mir vorlese?).

    Anyway… auch viel rumgesurfed heute und den Hinweis auf Umberto Eco gelesen 😉 Dessen wissenschaftlichen Bücher sind auch nicht zu verachten, ich habe hier im Regal stehen „Die Grenzen der Interpretation“U.Eco, „Auf der Suche nach der vollkommenen Sprache“ U.Eco. Beide lesenswert, aber da geht es dann schon eher ans Eingemachte (Metaphern/Semiotik/Sprach-Wissenschaften).

    Und meine letzten Worte zum Thema – üben üben üben – Nein halt, streiche den Quatsch in Spiegelstrichen!
    Machen, machen und nochmals machen!
    Entwickeln tut man sich auf dem Weg, nur keine falsche Scheu (das ist zumindest meine Meinung, ich verzapf´ halt auch noch viel Blödsinn 😉 und das -noch schlimmer- mangels Blog in fremder Leute Kommentarbereichen 😉 )

  • Das schlimme ist, wenn man in fremden Blogs kommentiert, kann man hinterher nichts mehr korrigieren. Da bleiben die peinlichen Tipp- und Rechtschreibfehler auf ewig erhalten.

    Edit: Ok, hier kann man noch 30 Minuten lang editieren.

  • Ich kann mich der „viel lesen und selbst schreiben“-Fraktion nur anschliessen. Allerdings sollte man darauf achten, dass man (na gut, ich) manchmal dazu tendiert den Stil eines Buches, welches man gerade liest, anzunehmen. Je nach Buch und Stil nicht zwingendermassen ein Problem, aber die regelmässigen Leser(innen) eines Blogs haben meist auch eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich des Schreibstils, die es zu befriedigen gilt.
    Ausserdem: „re-write often, try to cut 10%“. Soll heissen: Schreiben; setzen lassen; nochmal durchlesen; Unnötiges entfernen; dann publizieren.

    (‚Diamond Age‘ scheint mich mehr zu beeinflussen als mir lieb ist 😉 )

    Erik

  • @ mikel: Du musst einen Text so lesen, als ob du in einem Film nur auf die Kamerafahrten schaust. Du sollst dich also nicht atemlos von der spannenden Handlung hinreißen lassen – kriegt der John Sinclair den bösen Vampir? – sondern gucken, an welchen verbalen Strippen der Autor, dieser große Puppenspieler, zieht, um dich so atemlos zu machen.

  • @chat

    Ich hab auch schon lektoriert
    und war mal Moderator auf einer großen Schreibplattform

    und – schreibe und lese Lyrik…
    und atemlose lyrische Prosa, Miniaturen

    ich wollte in diesem thread nur sagen man kann MEHR machen als nur autodidaktisch lernen.
    Wie auch immer, ach so ja, ich rezensiere auch 😉

  • Ja, das ist richtig – nur bevorzuge ich statt Bastian Sick und dem Wolf Schneider die wirklichen Schriftsteller. Die zu dem Thema auch so einiges gesagt haben …

    😉

  • […] Blogger sehen sich als die kommende Elite des investigativen Journalismus, in Wirklichkeit sind sie Amateure, die meinen sie wären Norman Mailer oder Ernest Hemingway. Daß sie das Handwerk “Schreiben” nie gelernt haben, geben selbst A-Blogger zu – und posten munter weiter. Denn der Erfolg (und der fehlende Vergleich) gibt ihnen Recht. […]

  • […] Zwar finden sich einige Anregungen in Robert Basic’s Artikel Wie wird das eigene Blog bekannt, aber den empfehlenswerten Artikel oder die empfehlenswerte Artikelserie schlechthin habe ich nicht gefunden. Ähnlich ging es Jochen Bauer, der sich nach ebenfalls vergeblicher Suche entschloss aktiv zu werden und unter anderem auch bei Robert genauer nachzufragen. Mittlerweile übt er mit Hilfe eines Buches und die Ergebnisse lassen sich in seiner Artikelserie “Schreibstil” verfolgen (ein schneller und schöner Erfolg seiner Bemühungen ist die Veröffentlichung eines Artikels im Dr. Web Onlinemagazin). […]