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LinkedIn: wer nicht wirbt der stirbt

mein lieber Scholli, die hauen ja ganz schön auf die… Platte:

Deutsche Gold-Mitglieder treffen auf Einladung von LinkedIn bekannte LinkedIn Mitglieder in Kalifornien, wie die Gründer von YouTube, Flickr, PayPal und Wikipedia …

In Vorbereitung einer deutschen Version im März 2007 bietet das mit über 8,2 Millionen Mitgliedern weltweit größte Business-Netzwerk LinkedIn (www.linkedin.com) ab sofort deutschen und österreichischen Mitgliedern ein Bündel attraktiver neuer Beitrittskonditionen an. LinkedIn ist nicht nur das größte, sondern auch mit Abstand das am schnellstwachsende Business Netwerk. Allein seit August haben sich über 1,5 Millionen neue Mitglieder ein Profil bei LinkedIn erstellt. Das Wachstum wird speziell durch die steigende Popularität von LinkedIn in Europa angetrieben, wo es schon 3 Millionen Mitglieder gibt.

usw usf mit „wir sind die geilsten, schönsten, besten“… *gähn*

Das Kunden werben Kunden Modell:

Wirbt man vor dem 31. März 2007 ein einziges neues deutsches oder östereichisches LinkedIn-Mitglied, erhält man dafür eine ganzjährige Personal Plus Premium-Mitgliedschaft und eine Stellenausschreibung im Wert von 160 Euro kostenfrei. Damit bietet LinkedIn auch bei der Mitgliederwerbung deutlich mehr als OpenBC: Dort muss man 10 neue Mitglieder anwerben, um eine Monatsmitgliedschaft im Wert von 5,95 Euro zu erhalten. Das neugeworbene LinkedIn-Mitglied bekommt ebenfalls eine ganzjährige Personal Plus Premium-Mitgliedschaft und eine Stellenausschreibung im Wert von 160 Euro kostenfrei. Sogar deutsche und österreichische Mitglieder, die sich ohne Einladung vor dem 31. März 2007 anmelden, bekommen diese Premiumdienste gratis….

Ein „ganz besonderes Schmankerl“ haben sich die Macher von LinkedIn für die deutschen und östereichischen Mitglieder ausgedacht, die über beste Geschaeftsbeziehungen verfügen. Wer es schafft, zwischen dem 21. November 2006 und dem 31. März 2007 63 neue deutsche oder österreichische LinkedIn Mitglieder zu werben, erhält eine Einladung in die exklusive „German Gold Group“. Damit verbunden sind kostenfreie Premiumservices im Wert von 1.500 Euro einschließlich zehn Stellenanzeigen. Schon am 30. Januar werden die Top 5 German Gold-Mitglieder auf Kosten von LinkedIn zu einem Businesstrip nach Kalifornien eingeladen, um bekannte LinkedIn Mitglieder wie die Firmengründer von YouTube, Flickr und Wikipedia sowie den Venture Capitalist Michael Moritz von Sequoia persönlich zu treffen. Die Auswahl der „Top 5“ erfolgt anhand von sechs Kriterien: …

Jetzt darf man dreimal raten, wer diese Pressemeldung verfasst hat und sich dabei die Blöße gibt, auf die Konkurrenz zu verweisen? Einer, der PR Fettnäpfchen magischanzieht? Bingo, Tilo Bonow. Glückwunsch, LinkedIn! Das gibt garantiert gute Presse:)

via vowe

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

13 Kommentare

  • […] Ganz ehrlich, ich bin gespannt ob aus einem bisher bei uns relativ Unbekanntem LinkedIn eine echte OpenBC (ich mag Xing nicht;-)) Konkurrenz aufkommt. Vielleicht hat LinkedIn auch einfach Angst bekommen beim Gedanken an den Börsengang und dachte sich “Wer nicht wirbt der stirbt” – wie Robert so schön formuliert hat. […]

  • Wenn die solche Pressemitteilungen verschicken, ist das eine Sache. Eine andere ist die E-Mail von Firmengründer Konstantin Guericke, die heute morgen bei mir (und vermutlich vielen anderen Leuten auch) im Briefkasten war. Dort stand Ähnliches drin. „Premiumdienste im Wert von ca. 160 Euro gratis“ verspricht er mir, wenn ich „ein einziges neues deutsches oder österreichisches Mitglied“ für seine Plattform werbe.

    Woher hat er die E-Mail-Adresse für diesen unpersönlichen Serienbrief mit der Anrede „Sehr geehrte(r) Herr/Frau Müller“? Vor noch nicht allzu langer Zeit hat Guericke in einem Interview verkündet: „Uns geht es nicht darum, OpenBC-Mitglieder abzuwerben“. Diese Aktion sieht mir aber ganz danach aus.

  • ich hab die mail auch bekommen, aber bin auch mitglied in dem verein.

    @rob – ich finde vergleichende werbung spannend, wer noch kein echtes fundament im markt hat, muss trommeln. eine sicherlich agressive herangehensweise, typisch amerikanisch. ich finds gut.

  • Für mich käm diese Web2.0 Nostalgie besser rüber, wenn die nächsten Peter Turi als Pressesprecher einkaufen 🙂

  • „Bingo, Tilo Bonow.“

    Wie kann man nur so einen schlechten Start hinlegen? Für mich kommt die Ernennung dieses Wichtlings als Schuss ins eigene Knie gleich.

    Aber wer Spam-Mails rausschleudert, hat auch keinen besseren PR-Sprecher verdient. Gleich und Gleich gesellt sich…

  • Vielleicht testen Sie einmal eine deutsche Alternative mit mehr Features zur aktiven Präsentation Ihrer Produkte und Dienstleistung:
    http://www.theWEPS.com.

    Sie finden hier neben den üblichen:
    – Virtuelle Messe
    – Virtuellen Konferenzraum
    – Chat
    – WEB-Radio

    und demnächst auch:
    – IPTV
    – 3D-Messe
    – mehrsprachige Profile
    – Blog für PREMIUM
    usw.

    Ich lade Sie ein!

    Besten Gruss
    Hans Bayartz

  • …also das herziehen über pr leute/pressesprecher in letzter zeit in diversen blogs nervt. hat mal einer von euch mit denen gesprochen oder sich mal nach hintergründen erkundigt? gerade im fall von studivz kann man glaube ich 100 pr leute engagieren, wenn das management durchdreht oder im unternehmen handwerkliche fehler passieren ist es doch fast klar das es negative schlagzeilen gibt. da hat pr ja nur bedingt einfluss.

  • Kennt irgendjemand einen sinnvollen Grund, warum LinkedIn keine Bildchen von den Nutzern auf die Profilseiten baut?
    Ohne das haben die keine Chance gegen OpenBC.
    Ohne die Gesichter zu den Namen und so ein Netzwerk für mich nicht halb so sinnvoll.