Sonstiges

SinnerSchraders neuer Service: Mavens

Mavens? Maven sind lt. Wikipedia: A maven (also mavin or mayvin) is regarded by cohorts as a trusted expert in a particular field, and who seeks to pass his knowledge on to others.

Mark Pohlmann – ehem. Leiter der PR-Abteilung bei SinnerSchrader – verantwortet einen neuen Service, der Unternehmen mit Mavens zusammenzubringen versucht. Natürlich auch via Internet. Siehe hierzu die Meldung: Talk to your Mavens

Habe mich vor einiger Zeit mit Mark darüber unterhalten. Grundsätzlich interessant, unklar ist mir aber, wie Mark die Mavens ausfindig machen möchte und in welcher Form sie letztlich für ein Unternehmen proaktiv nutzenstiftend sein sollen, ohne dass sie selbst ihre Reputation verlieren bzw. glaubwürdig bleiben. Bei Apple klappt das ja freiwillig. Sobald es aber nicht von sich aus erfolgt, dass sich ein Guru für ein Produkt begeistert, was dann? Die Gratwanderung zwischen der Rolle als verlängertes Werbeplakat des Unternehmens und Eigenständigkeit wird nicht easy sein.

Martin Recke übernimmt btw den Job als PR-Chefe. Glückwunsch, Martin!

Disclaimer: stehe in geschäftlichen Kontakt mit SinnerSchrader, was nicht heißt, dass ich SinnerSchrader in den Himmel loben muss. Im Gegenteil, die halten das schon ganz gut aus, wenn ich meckere, wo es was zu meckern gibt:)


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Was dagegen, wenn ich meinen alten Studienkollege und jetzigen SinnerSchrader Ober(-weiß-gerade-nicht-was) Holger Blank grüße? Hallo Holger! 🙂

    (vielleicht liest er’s ja…)

    Ansonsten – weitermachen!

  • „in welcher Form sie letztlich für ein Unternehmen proaktiv nutzenstiftend sein sollen, ohne dass sie selbst ihre Reputation verlieren bzw. glaubwürdig bleiben“

    Platt formuliert, indem die Marke so cool und auch authentisch ist, dass es nicht reputationsfeindlich ist, sie selber gut zu finden.

    Meiner Meinung nach liegt der mentale Ansatzfehler darin, das Konzept damit zu verwechseln, „Scheiße“ durch Manipulation besser verkaufen zu können. Es geht glaube ich nicht um bezahltes „Viralen“, sondern eher um die Zahnbürste, die Zahnärzte am häufigsten empfehlen. Nur in echt und nicht im TV-Spot.

    „Bei Apple klappt das ja freiwillig“ – genau das dürfte das Ziel sein. Und wenn was nicht funktioniert, dann werden die Mavens sicherlich auch davon Kund tun.

  • @ christian: danke. genau das ist der punkt

    es geht nicht darum, mavens platt zu instrumentalisieren, sondern sie zu unterstützen ohne ihre unabhängigkeit zu beschneiden.

    und in den meisten fällen geht es überhaupt ersteinmal darum, sie wahrzunehmen und ihnen den respekt zu zollen, den sie verdienen.

    in einem satz: mavens sind als multiplikatoren genauso wichtig wie beispielsweise journalisten. was wir jetzt tun, ist professionelle kommunikation in einem nichtprofessionellen umfeld anzuwenden.

  • @ Cem: Wirklich ein seltsamer Name für ein Projektmanagement-Tool, da hast Du Recht.

  • „Disclaimer“ ist wohl nicht so richtig in diesem Zusammenhang. Du distanzierst dich ja nicht von irgendetwas. Du erklärst deine „conflict of interest“. Und in diesem Zusammenhang musst du dann auch die Leser beurteilen lassen, ob du auch mal meckerst oder fürs Schulterklopfen bezahlt wirst.

    Stattdessen würde es gut aussehen, wenn man noch die Art des geschäftlichen Kontaktes skizziert. Ein Beratungsvertrag hat ja eine andere Wertigkeit als ein Auftrag über web-design.

  • jo, mag sein, die meisten wissen, wie es gemeint ist und selbst die Muttersprachler nutzen das Wort so, wenn sie was offenlegen wollen. Über die genaue Art der Beziehung sollte man nur dann reden imho, wenn es unmittelbar mit dem Inhalt des Postings zu tun hat. Interessanter Hinweis btw!!

  • Statt disclaimer halte ich da aber disclosure passender und so wird es auch von vielen Muttersprachlern die ich lese angewandt. Aber das nur am Rande.

    Habe jetzt keine Quellen dafuer zur Hand, aber ich habe vor einiger Zeit mal etwas darueber gelesen dass eine Firma eine Software entwickelt hatte die durch Analyse von e-mail und sonstiger Kommunikation innerhalb einer Firma die Kommunikationsstrukturen analysieren kann. Dadurch muessten sich zumindest auch in gewisser Weise die mavens identifizieren lassen, zumindest innerhalb einer Firma.

  • @Armin:

    Das ist der Traum aller Soziologen. Und Xing.com wäre ihr El Dorado. Die Software, die man dafür benötigt, wird allgemein „Social Network Intelligence“ genannt. shiftTHINK ist eines der Unternehmen, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Das das Ganze rechtlich und ethisch u.U. nicht ganz unproblematisch ist, liegt auf der Hand.