Sonstiges

Nutzungsrechte an Videos

mehr oder minder überträgt man so gut wie jeder Videoplattform seine Nutzungsrechte, sobald man sein Video hochgeladen hat. Das ist nicht besonders schön, ich kenne nicht mal Ausnahmen (doch: ich glaube, es ist Google Video). Frank Hemlschrotts Vorschlag kann ich mich daher nur anschließen:

Ich weiss, dass zumindest ein paar von Euch hier regelmässig mitlesen. Wäre schön Eure Meinung dazu zu hören? Was haltet Ihr davon dem Uploader zumindest anzubieten (ähnlich Flickr) die hochgeladenen Inhalte unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen? Wäre doch ein erster Schritt um die Veröffentlichung durch dritte etwas rechtssicherer zu machen, oder übersehe ich was?

Es ist insofern auch sehr enttäuschend, dass sich bis dato keiner der deutschen Videohoster dazu von sich aus geäußert oder darüber nachgedacht hätte, sowas einzuführen. „Natürlich“ müsste man sagen, wenn man an MyVideo (PRO7 Kanal im Web) und an Clipfish (RTL Kanal im Web) denkt. Aber Sevenload? Von Focus Video mag ich sowas gar nicht erst was erwarten.

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Das wäre das Ende des business-Konzeptes. Denn jeder user meint, dass sein Werk toll genug ist, damit ein anderer Geld damit verdient. Oder nur „just in case“. Also wird wohl im Normalfall die freie kommerzielle Nutzung untersagt. User-generated content oder AAL (andere arbeiten lassen) sind zwar Schlagworte, aber im Grunde das Geschäftsmodell von solchen Diensten. Bei google sieht das etwas anders aus, da ist es ein Baustein in einem grösseren Konzept.

    Ich wette sogar, dass der Mehrheit der user gar nicht bewusst ist, dass sie mit ihren Videos auch die Nutzungsrechte an den Provider abgeben. Wenn dies bei jedem upload angezeigt würde, dann würden msnche sich zweimal überlegen ein Video reinzustellen.

  • Grundsätzlich ist es bei sevenload zunächst so: unsere Nutzungsbedingungen sehen vor, dass sevenload zwar das widerrufliche Nutzungsrecht an den hochgeladenen Inhalten erhält. Dies bezieht sich aber insbesondere auf die Veröffentlichung über sevenload als Plattform oder aber durch Einbindung (extrene Player) auf andere Seiten.

    sevenload möchte gerade nicht ohne Absprache mit seinen Nutzern deren Videos und Fotos für eigene Zwecke verwenden. Deshalb haben wir creative commons eingerichtet. In Einzelfällen sprechen wir den Nutzer persönlich an, ob er mit einer Verwendung bestimmter Fotos, Videos von uns außerhalb der Plattform einverstanden ist. Uns ist wichtig, dass sich die Nutzer mit ihren Inhalten bei uns wohl fühlen und wollen deshalb den Weg vermeiden, in dem der Nutzer der Verwendung eines Fotos ausdrücklich widersprechen muss.

  • Da wir in Deutschland sind und dem deutschen Urheberrecht unterliegen, kann ich nicht meine Nutzungsrechte übertragen. Ich kann sie höchstens erteilen. Das Urheberrecht ist unveräußerlich.

    Was eigentlich die viel interessantere Frage ist, wenn von diesen Plattformen urheberrechtlich geschützte Videos in andere Seiten eingebunden werden. De Facto ist es ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

    GS

  • Hallo Robert,
    bei dem Beitrag fällt mir ´ne Frage ein die ich dir schon lange stellen wollte 🙂 :
    da du ja häufig musikvideos von youtube in deinem blog einbindest … hast du vielleicht eine gute quelle zur aktuellen rechtslage der situation? oder handelst du eher nach dem prinzip „wo kein kläger – da kein richter“ ?

  • vielmehr: wo ein YouTube da kein Richter, da YouTube als Puffer dient, was die prima machen. Und die User wissen das. Ebenso wie sich YouTube zusammen mit Google bemüht, diese Rechtsprobleme zu lösen (Geld, Kooperationen etcpp). Ich kenne keine andere Plattform, wo ich mich relativ gesehen sicherer fühle als bei YouTube.

  • @Stephan: Du widersprichst Dir selber. Es sind eben Nutzungsrechte und keine Urheberrechte die übertragen werden. Letztere könnten nicht übertragen werden, erstere sehrwohl.

    @Tim: Wo das Geschäftsmodell liegt wissen wir alle wohl nicht – können maximal vermuten. Ich denke User generated content macht hier nur einen kleinen Teil aus. Ich denke sogar eher, dass es primär der „Zuschauerfänger“ ist. Geld wird da in Zukunft wohl eher über professionell produzierten Content fliessen. Spricht aus meiner Sicht auch gar nichts dagegen, wenn im vergleich zu unserem jetzigen Unterschichten-TV dafür die Qualität stimmt.

  • Hmm, ich weiss nicht, warum sollten die Jungs das unter eine CC Lizenz stellen? Wo ist der Mehrwert für Clipfish, seveloand, etc? Es ist doch sinniger die User auf das eigene Portal zu holen als die Videos in irgendwelchen Blogs, etc. zu haben..

    und was die CC Lizenz betrifft – was ist wenn ein User es darunter uppt, obwohl er gar nicht die Rechte dazu/daran hat und es jemand einbindet? Wer haftet dann? Schwierige Sache´, oder?
    Mir wäre z.B. auch nicht wohl Musikvideos, etc. zu veröffentlichen, auch wenn die über YouTube laufen. Das Recht dazu liegt immer noch bei anderen. Auch bei privatvideos mit musikalischer Untermalung wäre ich vorsichtig. Da liegen die Rechte ja zum Beispiel auch nicht beim Ersteller des Videos…

Kommentieren