Sonstiges

Wenn ich ein Business-Blog starten müsste…

und keinen Bock auf die lahmen Mühlen der Blogosphere hätte, auch nicht warten will, bis mich das erste Blog nach 100 Artikeln entdeckt? Auf der anderen Seite hätte ich ein Produkt, das ich an den Mann bringen muss, was auch angenommenerweise super ins Web passt (kA, Pornoabziehbildchen, was weiß ich jetzt) und sich darüber auch verkaufen lässt. Dummerweise keiner einer noch kennt? Ach ja, und der Marketing-Chefe sagt dann zu mir „hier haste 100.000 USD zum Spielen und ein Blog dazu. Machen sie mal.“

Hm…
1. irgendein Blogtemplate ziehen, was passabel aussieht
2. WordPress installieren
3. 100 Produkte in die Hand nehmen
4. 100 Versandpäckchen fertigmachen, Zettel dazulegen und einen provokanten Spruch á la „mach mich fertig, bash mich, kritisiert mich, was das Zeugs hält. Das beste Stänkermaul erhält 100.000 USD. Blogger wie Du können doch eh nur abstinken.“
5. 50 Postpakete an die bekanntesten „wo die Sonne nie hinscheint“-Blogger verschicken
6. 50 Postpakete an die größen SEO/Affiliate-Blogger verschicken
7. vom Adresshändler 10.000 E-Mail Adressen von Bloggern einkaufen, passende Mail fertigmachen inkl Bildern und raus
7. abwarten, bis die Welle kommt

nur so ne Schnappsidee, kein realer Hintergrund;)

was würdest Du stattdessn machen, um das Blog bzw. das Produkt bekanntzumachen? Schnellstmöglich, nicht 1 Jahr. Pronto, subito:)) Muss doch reizvoll sein.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

34 Kommentare

  • Das erste was mir in den Sinn kam – aber das ist wahrscheinlich total bescheuert – war folgendes:

    Webspace kaufen – irgendwo am Arsch der Welt Kasachstan oder sowas – oder sowas. Registrierung auf irgendeinen Typen mit dem Namen Boratch Kurtuchekov (oder ähnliches) abziehen … und dann einfach auf den Faktor Geheimnisvoll setzen.

    Auf dem Webspace eine Seite einbinden, die eine Weltkarte zeigt, einige Städte in Europa und USA sind Rot markiert und ein Counter zählt runter : „Something will happen!“ – nichtssagend aber trotzdem interessant.

    Dann geht’s los. Die Seite natürlich anonym (richtig anonym) in irgendwelche Foren verlinken, diggen, yiggen, etc. … so, dass sich die Seite über einige Zeit (nen Monat oder so, vielleicht auch etwas länger) verbreitet und Aufmerksamkeit erweckt.

    Und dann … naja, einfach den Counter runterzählen lassen. Wenn das Produkt, dann noch gut ist, wer weiss. 😉

    PS: Ich hoffe das ist noch im zeitlichen Rahmen. Achja … die 100.000 würd ich behalten 😉

  • Blog aufsetzen mit produktbezogenen Artikeln.

    Die 100.000 nehmen, etwas produktbezogenes produzieren, das aber offensichtlich keinen Nutzen hat. Die Produkte (> 1.000 units) and die Top 1.000 blogs schicken und die blog-adresse dazu packen und die Leute rätseln lassen, wofür das Teil gut sein könnte.

    Hm, wobei .. macht das nicht gerade Microsoft? Das find ich nämlich durchaus gelungen.

  • Manche Unternehmen verschenken einfach Notebooks oder andere hochwertige Produkte an Blogger oder beschimpfen letztere einfach. Wer außerdem eine Abmahnung an Blogger verschickt, hat die Aufmerksamkeit garantiert für sich…, besonders dann, wenn der Abmahner gleichzeitig ein Blog startet…

  • Das Problem besteht eher weniger darin, Aufmersamkeit zu generieren. Schon eher die Aufmerksamkeit zielgerichtet auf einem zufriedenstellenden Niveau zu halten. Und bei business Blogging auch noch zusätzlich, dass die Aufmerksamkeit auf etwas pekuniär verwertbares gerichtet sein sollte.
    Ich halte das für noch komplizierter als meinen Satzbau heute abend.

  • Robert schrieb: „7. vom Adresshändler 10.000 E-Mail Adressen von Bloggern einkaufen, passende Mail fertigmachen inkl Bildern und raus“

    Merkwürdig, dabei fällt ihm das Wort Spam nicht ein 😉

  • Da gibts mehrere Möglichkeiten 😉

    -Fotos nutzen, dann die Abmahnung publik machen
    ->nur im überschaubaren Rahmen, sprich so bis 25000 Euro Streitwert

    -Blogger kaufen
    ->Beiträge kaufen

    -Technorati, Digg,Yigg etc. SBO’n

    -Sag ich ned 😉

  • Ich würde ein paar Blogger aus den Top 10 der DBC schmieren bezahlen. Dass das möglich ist, steht wohl ausser Frage – die einfachste und beste Methode. 😉

  • Folgende Aktionen würde ich zu den oben genannten noch in Erwägung ziehen:

    * Pressemitteilung/Blogverteiler: Die Firma „DeineAbziehbildchen“ investiert 1/2Mio. US$ in SecondLife, etc.

    * Geld in eine Community pumpen, die dem Produkt nahesteht. Nicht als Werbung, sondern als Sponsoring. Auch nicht „am Stück“, sonden in vielen kleinen, viralen Happen (25$ für jeden Tip, der bei uns veröffentlicht wird – 250$ für jeden ausführlichen Bericht/Anleitung/…) -> Bringt sowohl Content als auch Links. (Evt. auch „unbar“ als Sachpreise)

    * Virtualisierung des Produkts: Über „Codes“ kann man „sein“ Produkt im Internet abrufen (gesammelte Bilder online sehen, Playlists von seinem MP3-Player speichern, irgendwas produktspezifisches). Diese Internetextras können als Snipplets/Flakes/wasimmer in Webseiten integriert werden („Meine 10 neusten Abziehbildchen“). Und jeder Schnippsel linkt zurück zu unserem Blog.

    * Unter der GPL veröffentlichen. Nicht unbedingt alles, aber mindestens einen Teil. Vielleicht auch nur einen kleinen. (Wie wäre es mit den „Schnippseln von oben – vielleicht auch nur das Template vom Blog)

    * Selbstdarstellung nach aussen: Wir wollen keine Links – wir verlinken Euch. Macht bei uns mit, und ihr werdet mehr bekommen als ihr gebt. „Stellt dir vor: Dein kleines PR3-Blog wird von unserem großen Produktblog verlinkt. Und das, ohne dass du dich bedanken müsstest!“

  • Ein paar Ansätze erinnern mich an diesen Hustle-the-Sluff-Shuffle-Shuttle-Schmarrn. Die haben teilweise das gleiche gemacht, um „Publicity“ zu kriegen…

  • Hallo Robbie,

    diese Frage hättest Du mir vor ca. 3 Monaten stellen sollen. Dann hätte ich Dir folgenden Tipp gegeben:

    1. Suche Dir einen guten Chef, z.B. Steve Jobs von apple
    2. Starte ein Designcontest und fordere alle auf, das iPhone zu designen
    3. Lass die User abstimmen, welche Einreichung am besten gefällt.
    4. Verlose unter den Wählern zehn Karten für die Vorstellung des iPhone auf der MacWorld
    5. Organsiere mit den 3 Siegern des Designcontest ein Treffen mit Steve Jobs

    Und schwups ist Dein Blog die Nr. 1 in den USA.

  • Gerücht in die Welt setzen google/Yahoo/MSN wollen mich für 500Mio EUR kaufen. 🙂
    Oder eine gleichlautende Domain registrieren und dann jemanden Verklagen, weil ich zu viele User habe die sich vertippen. Siehe utube.com und youtube.com :).
    Oder ein Contest für jeden 1000ten Besucher werden Klamotten abgelegt ^^

  • 1. Produkt einem der pubertierenden Pickelgesichter von DSDS in die Hand drücken
    2. Warten, bis Dieter B. ihn als Ausscheidungsprodukt bezeichnet
    3. Pickelgesicht schenkt Produkt Dieter B, weil der ihn so lieb hat (Anm.: Logik war ja als Voraussetzung nicht gefordert :-))
    4. Um 1000 EUR eine Handvoll hoffnungsloser Nachwuchsganoven anheuern, die Dieter B. zu Hause „besuchen“ und nur das Produkt klauen
    5. BILD vorab informieren oder selber ein Amateur-Team mit Kamera-Handy (oder DigiCam) hinschicken und filmen, wie Dieter wegläuft, um Hilfe zu holen.
    Kosten: unter EUR 1500, Coverage: endlos
    Ist das jetzt Guerilla-Marketing, oder was? :-))

  • Spannende Frage.

    1. Guten Blog aufsetzen (Design, Struktur, Navi)
    2. Für regelmäßigen Content sorgen, der aus dem Unternehmen kommt.
    3. Seine Blogosphären Kenntnisse nutzen um bei wachsenden Blogs einige sponsored Links zu schalten.
    4. Kommentare in größeren Blogs, um ein wenig persönliche Note zu geben.
    5. Die Blogsoftware so konfigurieren und nutzen, dass ein vernünftiges SEO zustande kommt.
    (mod_rewrite)

    Bei einem FMCG orientiertem Unternehmen:
    Feedback Aktion starten, die payed Content darstellt, aber gut verpackt ist (sonst geht es nach hinten los).

  • Keine eigene Kampagnen-Idee (die ich hier jetzt posten würde), aber eine Idee, wie man an Leute mit Ideen kommt:

    An der Universität der Künste in Berlin (UdK) gibt es den Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Viele der Absolventen heuern später bei guten Agenturen an, es gibt aus diesem Kreis auch immer wieder sehr interessante Neugründungen.

    Zum Studium gehört, dass die Studis ein sogenanntes „Diplomprojekt“ erstellen, kurz „Projekt“ genannt. Dabei entwickeln Gruppen von mindestens vier Studis beispielsweise Produkt- oder Firmenkampagnen, Initiativen, Clubkonzepte usw. Das Niveau der Arbeiten ist häufig ausgesprochen hoch – die Leute, die die Projekte ausarbeiten, stehen am Ende ihrer (universitären) Ausbildung, und sie sind hoch motiviert. Alle Projekte (so weit ich weiß dauert die Entwicklungszeit jeweils rund 1/2 Jahr) werden am Ende des Semesters in einer Präsentationswoche öffentlich vorgestellt, die besten werden prämiert (häufig übrigens eine sehr witzige und interessante Veranstaltung).

    Mein Punkt im Zusammenhang mit Deiner Frage ist: Als Unternehmen kann man solche Gruppen sponsorn, sprich – man kann eine Gruppe damit beauftragen, ein Konzept zu erarbeiten, eine Kampagne zu entwerfen, oder was auch immer in so ein Projekt hineinpaßt. Die meisten Firmen stellen den Projektgruppen dabei ein Budget zur Verfügung. Die durchschnittliche Höhe ist mir nicht genau bekannt, aber ich weiß, dass man da mit einem Bruchteil der von Dir genannten Summe schon extrem gut dabei sein kann.

    Infos zu den Projekten an der UdK gibt es unter http://www.gwk-udk-berlin.de/e64/e247/index_ger.html – bei Interesse vielleicht einfach dort ein wenig recherchieren (es findet sich dort auch ein Überblick über die in den letzten Jahren realisierten Projekte).

    Also: keine Aktion, um in wenigen Tagen oder Wochen ein Produkt zu pushen. Aber – vielleicht auch gerade für jüngere/kleinere Firmen – eine Möglichkeit, sich ein „Full-Size-Konzept“ entwickeln zu lassen…

    Besten Gruß
    Henning

  • Gerne. Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, ob und unter welchen Umständen so eine Zusammenarbeit sich für Start Ups lohnen kann, die vielleicht auch schon ein Seeding hinter sich haben und eine Projektgruppe entsprechend sponsorn könnten. Als Knackpunkt erscheint mir dabei eventuell die Umsetzungsgeschwindigkeit – mit Vorlauf dauert die Entwicklung des Konzepts ja ein halbes Jahr, und einiges von der (laufenden) Außendarstellung der Firmen erfolgt anfangs ja auch eher erst einmal kurzfristig orientiert…

    Ach ja, und nicht nur kleinere Firmen sind „Kunden“ bei den Projekten: zu den Credentials gehören zB ProSieben Club, Hapag LLoyd Express, Langnese, taz, Twix, DRK, Good Year, Kraft Foods etc.

  • Wenn Dein Chef Dir locker soviel Spielgeld gibt, bist Du zu billig. Also sollte die eine Hälfte des Betrages in Deine Gehaltserhöhung umgewandelt werden.

    Für die andere Hälfte stellst Du ein paar studentische aber talentierte AnjaTanjas ein die auch Kaffee kochen können, nennst sie „Blog/Community Beauftragte“, lässt sie Blog-Beiträge schreiben und zu Bloggertreffen fahren.

    Du hast Deinen Spass, immer frischen Kaffee, und wenn daraus nichts wird, feuerst Du halt die AnjaTanjas wegen Unfähigkeit und bist nicht Schuld.

    Aber mal im Ernst: bevor Du das Geld einfach verpulverst solltest Du den Chefe erstmal nach so profanen Dingen wie einer konkreten Zielgruppenanalyse, seinen anderen Marketingsmassnahmen etc… fragen. Und erst dann davon abhängig überlegen, wie das Geld optimal eingesetzt werden kann. Anderes fände ich wenig seriös, und für den Fall passen dann ja wieder die AnjaTanjas 🙂

  • Wow, tolle Ideen. Ich würde die 100.000 Euro nehmen, mich in die Fußgängerzone stellen und jedem Passanten einen Euro schenken. Die meisten fragen dann warum, dann drücke ich Ihnen einen Zettel mit mehr Infos in die Hand….. Dann wird´s gelesen…… Botschaft sollte ankommen..

    Der Navi Spezialist

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