Sonstiges

Marions Kochbuch

Frank beschäftigt sich mit dem unschönen Abmahnfeuerwerk der besagen Rezepte-Seite und beschreibt ein Szenario, das mir auch viel lieber wäre. Aber so ist es nun einmal nicht, das hilft nicht weiter. Ganz im Gegenteil, man feuert weiter aus allen Rohren.

Nun hat es Nerdcore erwischt, der behauptet haben soll, dass die Rezepte auf der Seite nicht von Marion selbst geschrieben seien. Das kann ich mir gut vorstellen, dass sie alles selbst eingetippt hat. Wenn es auch hin und wieder Informationen neuerdings gibt, dass die Urheberrechts-Fans und Rezeptebetreiber früher ein Forum betrieben haben sollen (ich liebe dieses Konjunktiv). Die User haben dort angeblich 3 Euro pro Monat berappt. Und durften dafür Rezepte einstellen (die AGBs hätte ich doch mal gerne gesehen). Als dann das Forum eines Tages geschlossen wurde, sollen sich Teile dieser Rezeptesammlung auf … ach, angeblich sollt Ihr das jetzt auch wissen, wo diese Rezepte dann auftauchten. Es gibt noch viele andere Angeblichs. Auf alle Fälle glaube ich aufs Wort, dass alles eingetippt wurde. Und der Abmahnblogger recherchiert weiter, was das „geschlossene“ Forum angeht etcpp

Aber ich hoffe ja immer noch naiverweise auf ein Ende gut, alles gut.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

21 Kommentare

  • „Dies ist die Homepage von Marions-Kochclub.
    Die kochbegeisterten Mitglieder aus Marions-Kochclub
    präsentieren hier ihre eigenen erprobten Kochrezepte.
    Dies ist die Quelle vieler Rezepte aus meinem Kochbuch.“
    http://www.marions-kochclub.de/

    Wenig mysteriös wenn man klicken kann. So viel mal zu dem beim Abmahnblogger genannten Vorwürfen.

    Allerdings reicht es aus ein wenig zu googeln um raus zu finden wie das Forum gefüllt….
    Ähm .. anders formulieren:
    Ich habe im Internet ein Rezept gefunden (http://www.eiermaler.de/rezept.htm#ruhrei), dass mit dem hier (http://www.marions-kochclub.de/forum-rezept/1936.htm) recht starke Ähnlichkeiten hat. Sowohl was die Zutaten als auch die Wortwahl (z.B. Stängel Basilikum, Basilikum in feine Streifen schneiden) betrifft.
    Um zu klären welche Webseite früher da war, hatte ich einfach mal im FF die Seiteninformationen ausgelesen (Rechtsklick, Seiteninformationen anzeigen). Die Seite mit den Eiermalern gibt es seit März 2002. Die in Marions Kochclub erst seit August 2005.

  • […] Die Hintergründe und einige Brötchen kann man bei Robert, dem Abmahnblogger und bei René, von dem ich ein interessantes Zitat als Ende dieses nicht journalistischen Eintrags bringen möchte: Erst wenn meiner Meinung nach: alle Blogeinträge juristisch verstümmelt, Texte anscheinend rechtlich lückenlos, Meinungsäußerung vor Gericht lückenlos standaft und öffentliche Rede von keinem Anwalt angreifbar ist, wird die Blogosphäre wirklich merken, was das Wort “Scheiße” wirklich bedeutet. […]

  • Ich glaube, mit diesen Aktionen lehnt sich der Kochmeister K. etwas zu weit aus dem Fenster, und verspielt sich seine Restsympathie…

    Vor allem sorgt der Brötchen“fotograf“ dafür, dass das Thema nicht zur Ruhe kommt. Ob das so in seinem Sinne ist?

    Ich wünsche mir, dass hier (und anderswo) weiter über den Fall berichtet wird und hoffe dazu, dass es in den Berichten keine Links zu dieser Kochhütte gibt, damit die ganze Sache nicht auch noch die SERPS der Küchenjungs steigert.

  • Bei Bewertung der hier aufgetauchten neuen Tatsachendarstellungen wäre (es lebe der Konjunktiv) die Abmahnung der Marion … sehr, sehr gewagt.

    Warum?

    Nun soweit ich es richtig verstehe, behauptet jemand, er wäre der geistige Urheber von allen Rezepten auf einer bestimmten Internetseite. Dann zeigt sich aber durch Interview und ehemalige Forenmitglieder, dass diese Darstellung unrichtig ist.

    Daraus folgt zwingend. Es fehlt der Anspruch für eine Abmahnung. Etwas genauer: Eine Abmahnung es zu unterlassen, zu behaupten, nicht alle Rezepte auf der Seite xy würden von Marion …stammen (immer genauen Text prüfen).

    Pikanterweise wäre das Gegenteil der Fall. Im Falle einer Unterlassungsverfügung könnte nämlich (kommt von dämlich…) besagte Marion … nicht beweisen, dass die Rezepte ihre eigene Kreation wären. Die Klage würde abgewiesen.

    Ein Beispiel aus der Verlagspraxis:

    Ich schreibe ein Buch, mehrere Kapitel lasse ich von einem Freund schreiben. Ich nenne ihn aber nicht als Urheber. Dann behauptet dieser liebe Freund, mein Buch wäre gar nicht meines alleine. Ich kann keine Abmahnung schicken, denn er hat Recht. Er könnte sogar verlangen (soweit keine Vereinbarungen getroffen wurden) ihn als Urheber, also Co-Autor auszuweisen. Mein Verlag wäre stinksauer, denn er dürfte dann die Auflage vom Markt nehmen und neu drucken. Dieser liebe Freund könnte mich sogar noch abmahnen und verlangen, dass ich nie wieder behaupte, das Buch sei nur von mir alleine. Eine satte REchnung vom Verlag würde auch noch kommen.

    Daher mein Aufruf an ehemalige Forummitglieder der Marion … Tut Euch zusammen und verlangt die Kenntlichmachung Eurer Rezepte. Als Urheber habt Ihr diesen Anspruch.

    Verlangt besser noch die Löschung Eurer Rezepte. Das dürft Ihr, denn Ihr seid die Urheber und die Publikation in einem geschlossenen Forum ist keine Erlaubnis zur weitergehenden freien Verwendung Eures geistigen Eigentums.

    An alle, die eine Abmahnung unterschrieben und gezahlt haben ein kleiner Tipp: Fordert Euer Geld zurück. Das dürfte gehen.

    Es würde mich und bestimmt alle anderen hier glücklich machen, wenn ein Tim Mälzer oder ein publizierender Sternekoch wortgleich aggepinnte Rezepte auf besagter Seite entdecken würde und dann richtig aktiv würde…ach wäre das schöööön.

  • Die Marion, ihr Kochbuch und die freie Meinungsäußerung…

    Marion ist eine ehrenwerte Frau.

    Aber manche Leute könnten – natürlich unzutreffenderweise – den Eindruck gewinnen, daß Marion ihre bissigen Anwälte – von manchen bösen Zungen wird dieser Berufsstand ja auch völlig unverständlicherweise gern …

  • #9
    Mag mich ja irren, aber waren die rezepte überhaupt gegenstand der abmahnung? ich meine, es ging dort immer nur um die bilder, oder?

  • Es mag ja durchaus sein, daß die Rezepte aus Foren stammen. Anstatt aber einfach zu sagen „da habe ich das zuerst gesehe!!!“ ist die Frage „wo stammt es her“ – und nur weil eine Domain erst kürzer am Netz ist heißt es nicht daß der Inhalt auch jünger ist.

    Bevor also alle wieder rumheulen und einen auf „die armen anderen“ machen: Die eigentliche Frage dahinter ist: Was waren die AGB auf dem Forum?

    Meine Vermutung lautet: Diese so gerne nicht beachteten AGB enthielten einen Passus daß die im Forum veröffentlichten Texte entsprechende Nutzungsrechte erteilen für die Nutzung an anderer Stelle.

    Und wenn die sauber definiert waren, ist die Verwendung der Rezepte auf der neuen Seite rechtmäßig.

  • Hört, hört, Juristin Simon spricht. Schon mal was davon gehört, dass Urheberrechte nicht verschenkt und nicht verkauft werden können.

  • @14 + 15
    Und schon etwas davon gehört, dass zum Urheberrecht eine gewissen Schöpfungshöhe bedarf, die dem Kochrezept als solches nicht zugesprochen wird? Bis zu welchem Grad ein Wortlaut bei „geben sie die Zutat ix in die Schüssel und heben sie selles und jenes unter“ erforderlich ist, weiß ich nicht, aber ich denke hier sollte es nicht all zu schwer sein, den Text anspruchsfrei von Dritter Seite zu halten.

    Es kommt also gar nicht auf die Nutzungsrechte an.

    Allenfalls ist bei der völligen Absenz der Quellenreferenz ein Mangel an Sozialkompetenz zu beklagen, dieser Mangel aber ist juristisch irrelevant.

  • […] PPS: Und als aktivem Blogleser ist auch diese eventuelle Geschichte der “M. kocht gern” kein Geheimnis. Auch da gibt es Streitigkeiten. Auch da schaukelt die Angelegenheit. Und hier kann man prima quer lesen. Vorallem die Kommentare. Einfach nur weil man sich gern informiert und auch den Unterschied von Konjunktiv I Bzw. II kennen möchte… weil der ja vielleicht aktuell werden wird. […]

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