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Onlinepoker und -casino Spieler: eine Studie

wer spielt, wie oft, wie lange, warum, worauf er achtet, etcpp… das kann man einer Studie entnehmen, die von eCogra erstellt worden ist. Anbei der -mies übersetze- Pressetext, ein Auszug:

Eine enormes neues Umfrageprojekt mit fast 11.000 Spielern aus 96 Ländern ergab die erste umfassende Erfassung von „durchschnittlichen“ Online-Glücksspielern. Der „eCOGRA Global Online Gambler Survey“ wurde von dem brancheneigenen Selbstregulierungsorgan eCOGRA (www.ecogra.org) in Auftrag gegeben und ist bislang die grösste Studie zum Verhalten und zur Einstellung von Spielern.

Als das Beste beim Internet-Glücksspiel werden „Bequemlichkeit und
Erreichbarkeit“ sowie „Spass und Spannung“ genannt, während
„Verlieren“ und „finanzielle Konsequenzen“ erwartungsgemäss ganz oben
auf der Liste der unbeliebtesten Dinge standen. Die überwältigende
Mehrheit der Spieler sagt, dass Sie pro Monat etwa 130 GBP bzw. pro
Woche 32,50 GBP pro Woche ausgeben

Fast 40 % der Befragten sagten, dass Sie Online-Boards oder
Internetforen besuchen, wodurch der früheren Annahme, dass
Online-Glücksspiel eine eher einsame Beschäftigung sei, widersprochen
wird. Der Besuch von Onlineforen dient dazu, sich über Webseiten zu
informieren (53 Prozent sagen, dass dies ihr Hauptgrund für den
Besuch von Onlineforen ist), etwas zu lernen und das Neueste zu
erfahren (40 Prozent bzw. 37 %), oder etwas über neue Werbeangebote
herauszufinden (dies war der weit verbreitetste Grund von allen, der
von 65 % der Befragten angeführt wird).

Der wichtigste, einzelne Motivator zum Spielen auf einer
bestimmten Kasino-Webseite ist der dort angebotene Bonus (75 %),
gefolgt von der Spielevielfalt(62 %), den Einzahlungsmethoden und dem
Ruf der Webseite (beide je 56 %) sowie der Schnelligkeit der
Auszahlungen (54 %).

den Report kann man als PDF downloaden

Guardian über eCogra, will ja nicht dumm sterben, wer und was eCogra ist und ob die überhaupt eine Rolle spielen (tun sie):

Within the online gambling industry, eCogra is well regarded. It aims to bolster consumer confidence by providing sites it has approved with a ‚Play it Safe‘ badge, which can be earned only by sites that are audited by PriceWaterhouseCoopers and whose software is regularly tested to ensure it is constantly random. In fact, the badge is so well-regarded, Beveridge admits two sites have copied the graphic without bothering with being audited, and despite legal letters are not taking it down. Would-be gamblers should check the ecogra.org site to make sure a site displaying the seal has the right to do so.

aber das schützt dennoch nie 100%, denn auch sowas kann laut Guardian passieren:

Last December, a gambling information site called Checkraised.com made some software available: a „rake calculator“, which measures the varying cut, or rake, that online casinos take from bets to pay for their operations. But some users had problems with the program and when security companies started investigating, they discovered the calculator silently dropped keylogging software – watching what keys were pressed – on the computer. It also used a „rootkit“ to hide itself from searches. When the user logged in to several gambling sites (whether or not the calculator was running), it logged the user name and password and sent them to an unknown site. Why? So the keyloggers‘ controllers could later log back into the site as the user, and play against themselves – and lose. On the user’s account.

würde mich wundern, wenn es nicht noch viel mehr solcher Virenstückchen geben wird, die auf die Online-Casinospieler losgehen. Immerhin berichtet Guardian, dass alleine der britische Konsument rund 5.25 Mrd Pfund jährlich verprasst.

Soweit ich weiß, ist die Teilnahme an einem Glücksspiel für deutsche Websurfer, wenn es denn um Kohle geht, staatlich reguliert. Heißt: RL Casino ja, Online-Casino nur, wenn RL Casino eine staatliche Lizenz hat, sonst illegal. Oder?

via Blogbote


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Soweit ich weiss ist die Rechtslage da noch unklar. Denn wenn das Online Casino seinen Firmensitz irgendwo in der Karibik hat (wo Glücksspiel erlaubt ist), und jemand von zu Hause bei denen spielt, wäre zu klären, wo denn nun das Spiel stattfindet. Geht man davon aus, dass das Spiel beim Ausrichter stattfindet, sollte es sich um eine legale Angelegenheit halten.

  • ist eine grauzone. die großen anbieter wie partypoker sitzen irgendwo auf einer kleinen insel in der eu (hier gibraltar). laut eu recht dürfen wir (freier dienstleistungs- und warenverkehr) aber is alles nich soo sicher.

  • In Deutschland darf man nur in einem Staatlich lizenzierten Casino spielen. Ansonsten kann man nur gegen Spielgeld im Internet pokern. Weicht man aber auf die ausländischen Anbieter aus, dann kann man sein Geld natürlich einzahlen, vermehren etc..
    Die einzelnen Offline Veranstaltungen in Deutschland werden so organisiert, dass der Spieler quasi eine Teilnahmegebühr bezahlt, aber nur um Sachpreise spielt.

  • Es ist ja einige Zeit vergangen, seit diesem Beitrag… Also die Rechtslage hat sich ja leider immer noch nicht großartig geändert (oder überhaupt nicht), aber das wird sich bald ändern, hoffe ich.
    Das mit dieser Monopolgeschichte in Deutschland ist doch immer noch ein Thema.
    Zudem denke ich stört sich niemand daran im europäischen Ausland zu spielen. Viele Casinos sitzen ja in Malta (EU). Und das ist nicht mal Grauzone…

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