Sonstiges

warum Bildblog was zum Verschenken hat

zum Verschenken? Kohle:) Wieso? Weil Bildblog keine Kommentare hat. Nein, nicht die alte Diskussion, dass Bildblog deswegen kein Blog ist, das ist mir sowas von egal, unter welcher Flagge die nun fahren.

Einfache Rechnung: Das Bildblog hatte gestern rund 50.000 Visits auf 80.000 Page Impressions. Verhältnis von PIs zu Visits: 8/5 = 1,6. Was miserabel ist, im Gegensatz zu anderen made for money Blogs wie Ringfahndung, PSP News, Spreeblick und DSDS (komm, den Moralapostel-Schein lassen wir jetzt mal wech).

Weiterer Punkt: Bildblog teasert die Artikel auf der Startseite nicht an, es wird gleich alles angezeigt. Wozu also in die Einzelansicht wechseln, da gibt es ja nicht einmal Kommentare. Erneut PIs verschenkt.

Dass sich User von gutem Content wegen Werbung nicht aufhalten lassen, ist ja wahrlich nix Neues. Dass man aber User von einer höheren Aufenthaltsdauer abhält, indem man die Kommentare abschaltet, ist wirklich was Neues. Auch wenn Bildblog nicht mehr so neu ist. Das Argument, Kommentare würden Arbeit machen ist absolut schräg. Rein pragmatisch gedacht: Von nix kommt nix. Gemütlich Frühtsücks-Ei essen und bloggen, aber bloß nicht Kommentarpflege betreiben, man könnte ja 16 Stunden arbeiten. Oh Gott. Die Welt den Faulen? Verdienen mit wenig Einsatz. Gibts das?

So verschenkt man aber PIs (manche Banner werden nach PIs ausbezahlt) und auch die Chance, dass der User dann doch mal klickt. Und, mit PIs wird immer noch geprotzt, was das Zeugs hält. Das ist die Leitspeck-Währung im Netz für Online-Werbebudgets. Wie willste denn sonst Budget-Verantwortliche überzeugen? Mit Liebsein, Nettsein, Tollsein? Das juckt doch keinen die Bohne, dass man auf Werbephobiker Rücksicht nimmt (jesus, wie mir heute dieser „werbung ausblenden“-Button in der Sidebar vom Bildblog dummdoof erscheint). Werbephobiker sind Egoisten, die nicht respektieren wollen, dass man zum Essen Geld braucht. Tim Berners-Lee war einer der größten, konsequenten Dummbeutel der Moderne, weil er darauf verzichtet hat, sich seine Erfindung schützen zu lassen. Nur weil er dachte, dass Geld was Böses ist, ist er eben nicht einer der reichsten Männer der Welt geworden und kann damit auch nicht so viel mehr Gutes tun, wie er möglicherweise wollte. Geld ist Werbung. Halbes Konsequent-Sein ist der falsche Weg.

Oh, komm, es ist ja nicht so, dass ich mich vor einer interessanten Werbung verschließen würde. Es war imho schon immer ein falscher Weg, auf eine halbe Konsequenz zu setzen. Und Bildblog ist ja weiß Gott mittlerweile eine Marke im Internet, die nicht mehr beweisen muss, dass sie gut ist. Stattdessen hört man anscheinend immer noch im Hinterkopf auf die Rufer im Blog/Netz, die meinen, dass Werbung nervt oder die Seite zu kommerziell erscheinen lässt. Blödsinniger Bullshit.

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Übersetzungsservice: Das ist ein Rant, den man ruhig überspitzt lesen darf, damit die Argumente klar und nicht wischiwaschi rüberkommen. Ob ich selbst so denke, steht auf einem anderen Stern. Das ist aber auch nicht gefragt hier.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

40 Kommentare

  • Vergiss nicht, dass das Bildblog eigentlich ein NGO-Projekt ist, kritische Journalisten. Deshalb gegen deinen Artikel geredet:

    1. KEINE KOMMENTARE: Sobald du bei diesem Blog mit diesen Zugriffen Kommentare erlaubst, ist die Kacke am Dampfen, und letztendlich musst du jeden zweiten Kommentar zensieren.
    2. VERSCHENKTE PIs: Es geht um die Kritik – nicht um den Erfolg. Schön, dass es solche Projekte noch gibt.

  • Da ist aber jemand frustriert… Seit wann werden denn Blogger kritisiert, weil Sie ihr Blog auf bestimmte Art und Weise gestalten? Wenn jemand keine Lust auf Kommentare hat, aus welchem Grund auch immer, kann er sie doch abschalten… Diese Freiheit ist doch das Schöne am Bloggen.

    Und, mit Verlaub, der Absatz „Vernünftiges Bloggen muss Arbeit machen“ ist ja nun wirklich total bescheuert.

  • @robert basic

    Das Bildblog ist entstanden als ein Zusammenschluss von Journalisten, die die Berichterstattungspraxis der Bild organisiert kritisieren wollten. Da der Springer-Verlag nicht zuletzt über sein Organ „Bildzeitung“ politische Einflussnahme übt, ist eine Kritik daran ein politischer Akt, allerdings ein außerparlamentarischer 🙂

  • @Simon, wir reden nicht davon, dass man private Blogger vom Bloggen abhalten will oder ihnen den Spaß nehmen möchte, das juckt an dieser Stelle nicht.

    @Spamschlucker, für ein solches Vorhaben sprechen die kommerziellen Bestrebungen eine klare Sprache. Ein NGO bzw, ein Zusammenschluss von Journalisten spricht eine andere Sprache. Was überhaupt nix gegen das Ziel spricht.

  • Also ich finds gut, dass die Artikel nicht angeteasert werden. Und ob die jetzt damit ein paar Euro oder ein paar Euro + 1 verdienen, ist mir egal.

  • Wozu Artikel anteasern wenn man einen Fulltext-Feed bereit stellt? Deiner Logik nach müsste man dann auch einen gekürzten Feed bzw. Feed mit Teasern anbieten.

  • Wenn Du wirklich PIs schinden willst ist es aber mit ein bisschen anteasern nicht getan. Dann schon gleich die Artikel auf mehrere Seiten verteilen wenn nur irgendwie moeglich. Immer nur 2-3 Absaetze pro Seite am besten.

  • Ja, so generiert man Kommentare, Robert. Einfach mal brüllen 🙂

    Anteasern: So verschenkt man evtl. PIs, generiert aber glückliche Leser. Für mich ist der Bildblog „Beibrot“ – hätte er keinen Full-Feed, würde ich ihn nicht lesen. Gibt ungefähr 30 Blogs die deswegen aus meinem Reader geflogen sind, obwohl sie mich sonst eigentlich interessiert hätten. Sie waren aber zu unwichtig um bei jedem beitrag erst auf den blog zu klicken.

    Kommentare: Auch wenn ichs selber nicht mag, verstehe ich Christoph & Stefan in diesem Punkt. Die Arbeit, die offene Kommenater beim Bildblog machen würden können wir uns wohl gar nicht vorstellen. Da würde der Proll einprasseln. Inklusive des halben Springer-Verlages, die dann warscheinlich anonym anfangen würden zu ranten.

    Mit User-Registrierung könnt’s ggf. klappen, da dann das „aussperren“ leichter fällt. Andererseits hält das halt auch viele ab – fraglich wie viele interessante dann darunter sind.

    Nene, ich glaube sie fahren besser ohne Kommentare. Wenngleich das vermutlich die PI aufs doppelte Volumen aufdrehen würde.

    Aber zugegeben: Das was momentan aus kommerzieller Sicht rausgeholt wird ist lächerlich. Ob sie mehr rausholen wollen ist fraglich – ich schätze schon. Sie sind aber halt Journalisten und keine Werber 😉 Und für mehr Ertrag bräuchte es halt aus werblicher Sicht Ideen – und die vermisse ich da ganz stark.

  • „Übersetzungsservice: Das ist ein Rant, den man ruhig überspitzt lesen darf, damit die Argumente klar und nicht wischiwaschi rüberkommen. Ob ich selbst so denke, steht auf einem anderen Stern. Das ist aber auch nicht gefragt hier.“

    Sorry, aber wenn nicht mal klar ist, ob Du das da oben ernstmeinst oder nicht, werde ich mich damit auch inhaltlich nicht auseinandersetzen.

    „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ war schon immer doof.

  • ? ich kann mich mit viele Dingen auseinandersetzen und hineinversetzen, ohne persönlich dahinterzustehen. Das wäre ja fatal, wenn denken verboten wäre, nur der Authentizität willen. Liest Du Zeitungen/Magazine? Kein Kino? Keine Bücher? Mein Beileid:) Aber ich will dazu keine Grundsatzdiskussion starten, gerne an anderer Stelle

  • genaugenommen ist so gut wie alles n NGO, wennn man es denn so sehen möchte. dies bringt der begriff, zumindest in einer marktwirtschaft, so mit sich… non-governmental organization. -.-

    im übrigen können sich dahinter auch unkritische journalisten verbergen und inwieweit ein externer korrektor lediglich als legitimation herhält… ist ja auch noch ungeklärt.

    diese ganzen komischen bildblog aktionen offenbaren irgendwie auch nur noch eine höchst unspannende form der schizophrenie… „wir wollen geld verdienen, aber wir wollen dass ihr nix damit zu tun habt“.

    das ist irgendwie genauso traurig wie die tatsache, dass es lauter menschen gibt die schrott konsumieren und ne ungleich große gegenmasse die sich damit beschäftigt welchen schrott diese leute konsumieren.

    die einen hält es nicht ab und die anderen verschwenden zeit. so gesehen, kostet der bildblog… rein volkswirtschaftlich… ne menge zeit und somit geld… da helfen auch keine höheren clicks mehr. 😛

  • Robert, Du schreibst:
    >rund 50.000 Visits auf 80.000 Page Impressions. Verhältnis von PIs zu Visits: 8/5 = 1,6. Was >miserabel ist, im Gegensatz zu anderen made for money Blog
    Weiter unten:
    >mit PIs wird immer noch geprotzt, was das Zeugs hält. Das ist die Leitspeck-Währung im Netz für Online-Werbebudgets.

    Diese Aussagen sind SO nicht richtig: im höherwertigeren Werbebereich (ab 12 Euro TKP aufwärts für den Publisher) wird ein Werbemittel nur noch einmal pro Visit eingeblendet; das macht auch Sinn, denn es bringt kaum was, z.B. einen Flash-Layer bei jedem Click des Nutzers einzublenden.
    Ergo, wäre das Verhältnis 1,6 geradezu prädestiniert für die wirksame aber nicht (für den User) ätzende Einblendung von Werbemitteln.
    Im hochwertigen Bereich, achten die Werbevermarkter schon längst darauf, dass nur noch einmal pro Visit eingeblendet wird (IP, Cookies, etc.).

  • Yehuda:

    Ergo, wäre das Verhältnis 1,6 geradezu prädestiniert für die wirksame aber nicht (für den User) ätzende Einblendung von Werbemitteln.
    Im hochwertigen Bereich, achten die Werbevermarkter schon längst darauf, dass nur noch einmal pro Visit eingeblendet wird (IP, Cookies, etc.).

    Wenn Du damit Layer-Ads oder ähnliches meinst – die finde ich sogar sehr ätzend und Websites, die sowas einsetzen, haben mich zum letzten Mal gesehen als Werbebetrachter.

  • Kommentare im Bildblog dürften in kürzerster Zeit ungefähr so niveauvoll sein wie das Heise-Forum (bzw. eben die Kommentare bei Heise), das meiner Meinung nach sowieso schon lange abgeschaltet gehört.

  • @Niels

    Aus Sicht eines Werbevermarkters oder einer Agentur, bist Du ein „advanced / Power User“, ja sogar ein Tekkie. Webpräsenzen die – aus Sicht der Agenturen – von derart „schrägem“ (weil kritisch, kaum klickfreudig, etc.) Publikum besucht werden, stehen bei denen nicht unbedingt hoch im Kurs – ausser man ist Heise und bringt 600.000+ Visits pro Tag nebst publizistischem Schwergewicht auf die Waage.
    Du – und viele andere hier – sind aus Sicht einer Werbeagentur nun mal nicht DAS Wunschpublikum; ist aber nicht weiter schlimm, damit kann man leben 😉

  • @Michael:
    Zum Zeitvertreib taugt das Heiseforum doch.
    Einfach eine beliebige Meldung mit „Windows“, „Linux“ oder „OSX“ anklicken und Spaß haben 😉

  • Naja, LayerAds mag auch nicht jeder.
    Aber dafür gibts ja auch noch PagePeel (finde ich sehr geil) und , habe ich vergessen, Linkwerbung im Text 😉
    Und natürlich Adsense

  • Yehuda: Damit magst Du recht haben, aber aus Sicht der Agenturen wird sich das Problem einstellen, daß die technische Kompetenz der Rezipienten auch jenseits des „power user“- und Tekkie-Milieus steigt.

    Welche einigermaßen hochkarätige Website traut sich denn heute noch, Popups einzusetzen? Die waren beim Durchschnittsnutzer auch mal weitgehend akzeptiert.

  • Niels, es gibt noch eine Menge Präsenzen, die aggressive Popunder einsetzen und das sogar mit guten Click- und Conversion-Erfolgen. Die Popup-Werbung wird nicht mehr so viel gebucht, weil die Entscheider schon zu viel von diversen Blockern gehört haben; Popup ist gewissermaßen „aus der Mode“ – mit Einsicht oder Rücksicht auf die Nutzer hat dieser Sachverhalt nichts zu tun.

    >daß die technische Kompetenz der Rezipienten auch jenseits des „€œpower user“€?- und Tekkie-Milieus steigt.

    Solange eine große Anzahl an Nutzern in der Suchmaske von Google „ebay“ eingeben, um dann auf das erste Suchergebnis zu klicken und sich anschliessend in ihrem Account einzuloggen, sehen ich da keine „technische Kompetenz“.
    Internetaffine Nutzer und Webworker überschätzen maßlos die Fertigkeiten von Gelegenheitsnutzern – und das ist und bleibt eine ganz große Mehrheit.

  • mit Einsicht oder Rücksicht auf die Nutzer hat dieser Sachverhalt nichts zu tun.

    Ich denke letztlich doch. Schließlich werden die Popup-Blocker, die Du ja selbst erwähnst, von den Nutzern eingesetzt (früher aktiv installiert inzwischen häufig im Browser enthalten).

  • Niels, Du überschätzt vollkommen die Entscheidungsgrundlagen von Werbeentscheidern und -vermarktern. Große Budgets werden dort auf dem Golfplatz vergeben, kleinere vielfach nach dem Amigo-Prinzip. Ein kleines Beispiel: ein Werbevermarkter hat mal mir gegenüber voller Selbstsicherheit behauptet, 70% der User hätten Flash – obwohl man überall im Netz etwas anderes erfährt (max. 30%), war der Mann von der Unrichtigkeit seiner Aussage nicht zu überzeugen. Der Menschentyp „Werber“ tickt halt eben anders – sei es drum.

  • Was Leute wie Robert Basic und Dr. Frank Huber offenbar nicht verstehen: Das Ziel von BILDblog ist nicht, möglichst viel Geld zu verdienen. Das Ziel von BILDblog ist, dass möglichst viele Leute erfahren, wie „Bild“ arbeitet, kontinuierlich, aktuell und konkret. Pathetisch formuliert: Wir wollen, dass auch die Leute uns lesen, die Layer-Ads hassen, die gekürzte Feeds hassen, die „hier weiterlesen“-Links hassen. Wir wollen so wenig Hindernisse wie möglich zwischen den Lesern und unserer, nennen wir es: Botschaft aufbauen. Deshalb stehen auch unsere Einträge unter einer creative-commons-Lizent: Die Leute dürfen sie sogar vollständig weiterverbreiten. Ja, kommerziell ist das sicher auch keine gute Idee von uns. Aber publizistisch die beste. Das Geld ist für uns Mittel zum Zweck. Es ermöglicht uns, das zu verbreiten, was wir verbreiten wollen. Aber Ziel ist nicht die Geldvermehrung, sondern die Aufklärung.

    Und der Grund, warum unser Konzept dann trotzdem wirtschaftlich nicht ganz so dusselig ist, wie Robert es hier beschreibt, und Page Impressions dann doch nicht Gott sind, steht ja oben schon im Kommentar Nr. 19.

    @Frank Helmschrott: „Das was momentan aus kommerzieller Sicht rausgeholt wird ist lächerlich.“ Woher weißt Du, was wir zur Zeit mit BILDblog verdienen?

  • ich sprach oben nicht von Maximierung von Gewinnung und auch nicht von Umsatzmaixmierung, sondern von Mehren (die persönlichen Vorlieben zum Porschefahren völig außen vor:)). Mir ist es völlig wurscht, ob Ihr ein NGO, hehre Ziele habt oder was auch immer. Wenn die Kohle dafür reicht umso besser, und das bezweifle ich mal ganz stark. Weil Ihr Potenziale verschenkt noch und nöcher, ohne gleich aber den User abzuschrecken.

  • @Stefan: Natürlich weiß ich es nicht – ich kann natürlich nur von dem sprechen was offensichtlich ist. Insofern gilt diese Einschränkung.

    Über die Menschen im Hintergrund, die Eure Arbeit aus Überzeugung und/oder Eigennutz mit der großen Finanzspritze versorgen, kann natürlich bis zur Aufklärung nur spekuliert werden 😉 Wären davon aber so viele da, bräuchts auch die paar abschaltbaren Banner nicht 😐

  • Hat eigentlich Adblock eine Wirkung auf das Einkommen der Blogger?
    Kann der Werbende sehen, ob eine Webseite mit oder ohne Adblock angeschaut wird?

    Gruß
    Matze

  • Frage: „Verschenkt“ Bildblog PIs?
    Antwort: Nein. Sonst hätt ich auch gern ein paar 😉

    Frage: Könnte Bildblog mehr PIs „rausholen“?
    Antwort: Ja

    Zusatzfrage: Ist das jenseits von Zahlenspielereien nach dem Motto „wenn ich Bildblog wär, tät ich aber sowas von viel/mehr Geld machen können“ relevant?
    Antwort: Nein

  • @Leser, nicht so schnell, junger Jedi, vielleicht sind Basics mehr Niggemeiers, als Niggemeiers Basics sind? You’ll never know:)

    @Ralf, bin ich dein 1 Bit?

    @Matz, AdBlocks kann man so weit regeln, dass sie auch Flashvideos ausblenden, also ja. Ob man das aber checken kann? kA, wohl eher nicht, es sei denn man bastelt was mit JS rum

    @Andreas, sehr pragmatisch, gefällt mir irgendwie:) Ob man Bildblog wäre? Geht nicht, da ein Blog durch die Person ausgemacht wird

  • Also, jetzt muss ich auch mal was dazu sagen – als Media-Guru :-)… und Weiser aus dem Medialand:
    BILDBlog hat deswegen nix zu verschenken, weil sie nix zu verkaufen haben.
    Die Mediadaten sind grottenschlecht – das Image der Plattform auch. Denn welcher Werbetreibende der auch in BILD wirbt soll da werben, wenn Europas größte Tageszeitung BILD vom Zwerg BILDBlog für blöd erklärt wird?
    Dann müssen doch nicht nur alle BILD-Leser blöd sein, sondern auch die BILD-Werbetreibenden.
    Herr Niggemeier nochmal: schreiben Sie ein seriöses, investigatives Buch, was mehr als Wallraff an Erkenntnissen bringt und lassen sie die BILD BILD sein. Alles andere sind Obsessionen und Kleinkriege.
    Danke übrigens an Robert für die klare Darstellung der Faktenlage.
    P.S.: Wenn Herr Niggemeier Mumm hat legt er die Ausbuchungszahlen auf den Tisch (relative Zahlen reichen).

  • Bevor einer auf die Idee kommt: Von Ratschlägen wie „Herr Niggemeier sollte sich bei Herrn Basic für die kostenlose Beratung bedanken.“ etc. halte ich nicht viel.

    Dennoch halte ich die meisten Argumnte von Robert für richtig und auch mit dem Bildblog zielkonform. Herr Niggemeier schreibt oben

    „Das Geld ist für uns Mittel zum Zweck. Es ermöglicht uns, das zu verbreiten, was wir verbreiten wollen. Aber Ziel ist nicht die Geldvermehrung, sondern die Aufklärung.“

    Ein hehres Ziel also. Nun gut. Also ist Geld ein mittelbares Ziel. Daher auch mein Rat: Kommentare einschalten! Ich sehe keinen Widerspruch.

    Ich finde den Aspekt von Sascha Lobo viel interessanter: dass nämlich Aufmerksamkeit relativ schnell zu erreichen sei, aber auf Dauer kaum Wert schaffe. Er spricht in diesem Zusammenhang von der Währung Respekt.

    Herr Niggemeier und Herr Huber scheinen die Blogosphäre in zwei Hemisphären spalten zu wollen: auf der einen Seite ein Medialand voller intelligenter Werbeformen und Mediaweisen und auf der anderen Seite ein Blog-Traum voller aufgeklärter, investigative Robin Hoods.

    Ist Frank Huber in Wirklichkeit der schurkische Sheriff von Nottingham, der den obsessiv-investigativen Wallraff 2.0 in den Elfenbeinturm eingesperrt hat?

    Ohne mich in deses Dauerthema einmischen zu wollen, interessiert mich als Internetökonom natürlich als erstes, ob am Ende gar diese Art von Auseinandersetzung für die Zugriffe die beste Wahl ist.

    In diesem Sinne: Respekt!

  • […] Es dürfte auch nicht sehr einfach werden, Barrikaden zwischen Volk und Reporter zu errichten. Das demokratische und partizipative Selbstverständnis des bloggenden Bürgers dürfte sich weitgehend mit dem Ziel des ja auch oft derartig motivierten ausgebildeten Journalisten decken (Stefan Niggemeier bei Basic Thinking: “… Ziel ist nicht die Geldvermehrung, sondern die Aufklärung.”). Niggemeier hat schon die Seiten gewechselt, sein Weg ist konsequent: Was bleibt ist damit nur die Flucht in den Blog und die Aufnahme des Wettbewerbs. […]

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