Sonstiges

YouTube in Turbulenzen

zuerst Viacom, jetzt CBS und NBC (+NHL, aber nicht sooo wichtig), die nun gegen YouTube feuern. Interessant zu beobachten, wie sich Google als Verteiler von „Medien-Informationen“ mit den etablierten Rechteinhabern von „Medien-Informationen“ zurechtfindet. Dazu passend eine interessante These von B. Guugle:

Warum ein eigenes CDN einen strategischen Vorteil darstellt zeigen die Entwicklungen der letzten Zeit. Die Tendenzen unter den Rechteinhabern eigene Plattformen aufzubauen und zu pushen nehmen stark zu. Da die Videohosting-Technik für diese neuen Spieler auf jedefall beherrschbar ist, fehlt ihnen nur noch ein Content-Delivery-Network um einen ernstzunehmenden Konkurrenten aufzuziehen. Daraus ergibt sich eine interessante Situation: Die Rechteinhaber setzen YouTube und anderen Videohostern ihre eigenen Dienste, die bis ins Detail die selben Features bieten, als Konkurrenz vor die Nase und sorgen gleichzeitig dafür, dass ihre Inhalte bei den Videohostern gelöscht werden. In Deutschland zeigt sich an Clipfish und MyVideo, was die geballte Marketingpower der Fernsehsender zu leisten im Stande ist. Mal sehen was passiert, wenn sich das in den USA herumspricht.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Naja, ist ja irgendwie verständlich. Das sind ja teilweise Verletzungen von Rechten am laufenden Band ( BuLi-Videos, Private Videos mit Musik, Filmausschnitte). Klar dass die da irgendwann gegen vorgehen..
    Ich wäre da auch als User vorsichtig, auf meiner Seite würde ich z.B. keine Inhalte von Sat1 per Clipfish embedden oder umgekehrt 😉

  • Den Gedanken hatte ich letzte Nacht auch schon. Was passiert, wenn die Labels ihre eigenen Video-Plattformen gründen (vielleicht sich zu einer zusammentun) und ihre Archive professionell und werbefinanziert vermarkten. Die Lösung liegt eigentlich nahe. Die Nachfrage ist da und Technik auch.

  • In den Kommentaren zur „Sevenload-Video-Affaire“ mit dem „Bäckerlehre-Vorfall“ im Saftblog ist noch ein interessanter Aspekt zu diesem Thema. Da wandern Beiträge vom Clipfish ggf auch in das Filmarchiv des Senders und wird nach gut Dünken verwertet. Ein grußeliges Szenario. Man stelle sich vor, man hat ein Video mit peinlichen Szenen für ein paar Freunde gedreht und das Video bleibt auf der Internet-Plattform auch angenehm unbemerkt. Dann aber wird das Video zur beliebten Sendezeit eingebunden und plötzlich hat man dem gesamten Umfeld Rede und Antwort zu stehen … 🙂

    Ich schätze, da werden noch so manche dumm aus der Wäsche schauen. Gerade auch wenn man dann so gerade der Pubertät entwachsen ist und alles was man in diesen Sturm und Drang Jahren tat und der Welt hinterlies am liebsten ungeschehen machen möchte.

  • Sat1 macht es ähnlich, die machen ja ne MyVideoShow. Müsste man einfach mal schauen ( ich meine Du hattest das mal getan Robert??) unter welcher Lizenz die Videos sind wenn die hochgeladen werden. Vielleicht räumt man ja den Inhabern uneingeschränktes Nutzungs-/Verwertungsrecht ein…..

  • […] Nicht wenige Medienvertreter und Blogger sehen nun YouTube unter Druck, nachdem Viacom einen Content-Deal mit dem von den Skype-Gründern entwickelten P2P-Tool Joost abgeschlossen hat. Dieser beinhaltet die Lieferung von “voraussichtlich mehrere hundert Stunden Programm von MTV, Comedy Central, Spike und anderen Sendern”. Ich würde nicht darauf wetten, daß es dabei um die neuesten South Park-Folgen geht. […]

Kommentieren