Sonstiges

Block the Net

diesmal ist es in Australien soweit, dass ein Bundesstaat veranlasst hat, in allen Schulen die Domain YouTube.com zu sperren. Der Grund hört sich vernünftig an:

Victoria is Australia“€™s second most populous state, with around 5 million residents. They“€™ve decided to ban YouTube – yes, YouTube specifically – in 1,600 government-owned schools after a „€œdegrading attack“€? on a 17-year-old girl in Melbourne was posted to the site by male students. However, a minister also said that other video sharing sites would probably be included

Also:
Brasilien: YouTube sollte wegen einem brasilianischen TV Sternchen gesperrt werden
USA: MySpace soll in allen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Unis blockiert werden, wenn es nach best. Politikern geht
Indien: hatte zeitweise komplett den Zugang zu bestimmten Blogdomains gesperrt
China/Nordkorea/Iran…: selbstredend

was im Kleinen beginnt, wird sich ausweiten. Heute Australien. Morgen ein anderes Land und ein weniger vernünftig anmutender Grund? Ich erinnere gerne daran, dass das Internet eben nur ein technisches Medium ist, dass durch Kabelverbindungen, Router, Hubs, DNS Server und Satelliten zusammengehalten wird. Je stärker das Netz wächst , desto größer werden die Widerstandsbewegungen gegenüber einem freien Fluss von Informationen jeglicher Art sein. Man kann regulative Maßnahmen auf technischer und viel schlimmer auf gesetzlicher Ebene einleiten, um dem Good Will der Legislative, Exekutive und Judikative ausgesetzt zu sein. Was Good Will ist, bestimmen Moral, Ethik, Kultur und Anstand. Softe Werte, die man wunderbar biegen kann.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Dein Demokratieverständnis ist unprofessionell. Dein offensichtliches Nicht-Wissen über die Zusammenhönge von Recht und Gesetz ist peinlich.
    Hier ist niemand dem „good will“ der staatlichen Institutionen ausgesetzt. Hier gelten UN-EU-D-Gesetze, die von demokratisch legitimierten Institutionen beschlossen wurden.

    Wenn aber Web-Produkte ständig gegen existierende Gesetze verstoßen, werden sie die Konsequenzen zu tragen haben. Wem die Gesetze nicht passen, soll sich so organiseren, dass sie geändert werden, Dazu muss man gewählt werden und eine Mehrheit bekommen. Man stelle sich vor: Die Diktatur des Bloggeriats – grausam!

    Eben genau das in China etc anders, ganz anders. Und wer dies in seiner paranoid angehauchten Blogparallelwelt nicht kapiert, der sollte einfach mal die Schnauze halten.

  • ähhh nein, nicht ganz das mit good will, worauf ich es beziehe: Good Will kannst Du oben im Kontext mit der Änderung politischer Meinungen verstehen, die dazu führen, dass man das Netz stärker reguliert. Good Will wäre es nicht, wenn man sich an eherne Regeln hält, von denen man selbst viehisch gesehen nicht mehr abweicht, egal welche politische Strömung vorherrscht..

    den Ton btw kannste Dir schenken, das wirkt wenig bei mir als Kanacke, der anderes gewohnt ist;) Ist aber mal ein nettes Beispiel dafür, was passieren würde, wenn Du am Schalthebel des Netzes sitzen tätest,… grusel

  • Bei uns an der Schule wurde auch die Seite „Gesichterparty.de“ gesperrt. Eine hier im Saarland momentan recht populäre Plattform. Allerdings weniger aus, ich sage jetzt mal, politischen Gründen, sondern eher deshalb, weil die Schüler (außer mir natürlich :wink:) nur noch auf „Gesichterparty“ waren, anstatt dem Unterricht zu folgen…

  • Ich würde die Kirche im Dorf lassen… mit Schulequipment im Unterricht Unfug zu treiben sieht keine Schule in keinem Land der Welt gern. Früher wurden halt Pornos oder Comics konfisziert, die unter der Bank getauscht wurden. So what?

Kommentieren