Sonstiges

Sony macht sein eigenes Second Life

na endlich, wurde mal auch Zeit, dass eine erfahrene Firma dem „technischen Schroffthaufen“ namens Second Life (ich bin nach wie vor der Meinung, dass LindenLab es nicht drauf hat) endlich mal Paroli bietet: mit Playstation Home. Mehr dazu auf Mashable und Engadget, wie Sony seine Playstation als Flugzeuträger nutzen wird. Features u.a.: PlayStation Home will be a free download, and will eventually include a virtual cinema for watching movie downloads. You can also share videos and music directly out of your media library

weitere Infos:
Notizen aus der Provinz
Golem

Siehe Video zu Playstation Home:


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

9 Kommentare

  • Ach Robert … 🙂 Auch, wenn Du es nicht glauben magst. Ein paar der Dinge, die Dir bei Second Life so auf die Nüsse gehen, liegen in der Natur der Sache. Vieles – wenn auch nicht alles (sicher nicht das grausige User-Interface mit der steilen Lernkurve) – ist leider die logische Konsequenz des „user generated content“, der essentiell für Second Life ist und zusammen mit der funktionierenden Volkswirtschaft unverzichtbare Ursache für den aktuellen Erfolg von Second Life.

    Sony Home sieht gut aus und – soweit man das aufgrund der aktuell dünnen Informationslage beurteilen kann – hat Sony eine Menge richtig gemacht. Um DIE Plattform/Grundlage für das kommende Metaversum zu werden, fehlen dem Ding aber momentan auch noch ein paar Aspekte, die vielleicht dem Gamer langweilig erscheinen mögen, die ich aber für wichtig halte:

    #1 Plattform. PS3 only mag für PS Fans OK sein, für die Mehrheit der Internetanwender gilt das nicht. Und das ist die Zielgruppe für das Metaversum.
    #2 User generated Content. Der wesentliche Treiber für den Erfolg von MySpace, YouTube, etc. – und Second Life – ist die nahezu unkontrollierte Möglichkeit, eigenen Content online zu bringen. Das setzt Kreativität (und viel Schrott frei). Das wird Sony nicht wagen, vermute ich zumindest.
    #3 Wirtschaft. Damit nicht nur Schrott produziert wird sondern auch Qualität, müssen die Leute die Möglichkeit haben, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen. SL ist da sehr liberal und legt die Hürden für die eigene kaufmännische Tätigkeit sehr niedrig. Das führt an manchen Stellen zu einem unschönen Turbokapitalismus. Aber es setzt eine enorme Energie frei. Wenn Sony hingegen harte Regularien aufsetzt oder gar versuchen wird, ausschließlich SELBST mit dem Verkauf von Land, Kleidung, Gadgets etc. zu verdienen – oder das nur den etablierten Brands aus RL erlaubt – liegt diese Energie brach.

    #4 Zielgruppe. (siehe auch 1) Die Playstation ist etwas für Gamerz. Das sind nicht wenige, keine Frage. Aber bei Leuten über 30 und speziell Frauen ist das ein Problem. Käme Home auf Nintendo hätte ich diese Zweifel nicht, aber PS3 und XBox sind nun mal vorwiegend etwas für die eher jüngeren, eher männlichen Gamer. Plattformen wie Second Life oder There haben Appeal deutlich darüber hinaus.

    Ansonsten: Ich muß zugeben, dass Home ein Grund sein könnte, mir eine PS3 zuzulegen. 😉 Aber solange es für Home keinen PC-basierten Client gibt, glaube ich nicht, dass das die Keimzelle fürs Metaversum werden kann.

  • du weißt aber schon, dass Sony mittlerweile recht erfolgreich angefangen hat, auch in Gamingplattformen den Handel zu organisieren, statt alles über eBay laufen zu lassen? Ich denke kaum, dass die Anti-Kommerz drauf sind, was das Thema Wirtschaften angeht. Und ebensowenig dürften die so blind sein zu verkennen, was SL interessant-hypig gemacht hat. Sony ist ein Meister der Imitation, aber auch jemand, der Dinge dann superb weiterentwickelt.

  • Also eines muss man Sony lassen: Wenn man klaut, dann aber richtig und dann auch von allen. Das Home sieht wirklich extrem gut aus, und scheint deutlich besser zu sein als Sexond Life, dass mir persönlich garnicht gefällt. Vorallem scheint Home deutlich besser durchdacht zu sein … so mit integrierten Spielen: VOrher kennen lernen, anschließend daddeln … dass hat was. Gefällt mir schonmal gut.

    aber eben PayStation olny.

  • haha 600 euro für einen second life clone x_o das ist ja alles ganz nett, wäre aber prima wenn sony sich mal auf die kernkompetenzen konzentrieren wuerde: spiele 😡

  • Robert, lass uns das mal abwarten. Was Sony auf seiner aktuellen Handelsplattform macht, ist recht engen Regeln unterworfen. Eine liberale Marktwirtschaft sieht anders aus. Über die Frage „user generated content“ wissen wir aktuell nix (bis auf die Tatsache, dass man eigene kleine Spielchen kreieren kann).

    Und die Tatsache, dass das auf einer SPIELkonsole läuft, schließt die aus, die – vernünftig oder nicht – nichts mit SPIELkonsolen zu tun haben wollen. Gewisse Anwendungssituationen passen besser zum PC (andere besser zur Konsole). Für mich ist Second Life beispielweise Teil meines Geschäftslebens. Und es ist wichtig für mich, dass ich da über einen Laptop drankomme, auch wenn ich unterwegs bin. Und es ist nicht besonders kommod, für diese beiden Gruppen unterschiedliche Plattformen zu haben. Es gib nur ein Internet – und ich will nicht Dutzende Metaversen haben, die sogar unterschiedliche Hardwarevoraussetzungen machen. Das wäre Gaga.

    Home macht scheinbar einiges besser als SL, einiges ähnlich, anderes „anders“. Bestimmte Zielgruppen werden Home vorziehen, andere – aus den oben genannten Gründen – nicht. Direkte Wettbewerber sind die beiden Plattformen – soweit das momentan absehbar ist – nicht.

    Es gibt aktuell so viele Projekte, die virtuelle Welten schaffen wollen. Man wird sehen und abwarten müssen, wie sich das entwickelt. Was mich fasziniert, ist, dass langsam kein Weg an der Erkenntnis vorbei führt, dass virtuelle Welten (und nicht allein Online-SPIELE) ein nicht wegzudenkender Teil des künftiges Netzes sein werden – woran ich glaube, seit ich vor 2 Jahren auf Second Life geprallt bin.

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