Sonstiges

Web-Kontinentaldrift III.

kommen wir zu negativem Aspekten, die eine innovationstechnisch gesehene Dominanz des asiatischen Marktes erheblich erschweren dürften (Exportsicht):

– die Sprache! Wir können heute oW neue Tools aus den Vereinigten Staaten mitnutzen aber auch auf unsere nationale Märkte umgehend adaptieren (sagen wir ruhig copy cats). Die englische Sprache als Franca Lingua bietet den USA einen eindeutigen Wettbewerbsvorsprung. Kein Wunder, warum so dramatisch schnell neue Innovationen wie Friendster, Flickr, YouTube etcpp global die Runde machen.

– die Kultur! viele haben dank Oli/Webworkblogger Social Networks aus dem asiatischen Raum kennenlernen können (Barcamps. Webmontage). Und ich persönlich habe daraus gelernt, dass insb. „Social Irgendwas“-Innvovationen höchst kulturell abhängig sind, wenn es um die konkrete Ausgestaltung geht, in der das Erfolgsgeheimnis zahlreicher SN-Anbieter verborgen liegt. Nennen wir es Zeitgeist. Die Tools aus den USA entsprechen unserer Kultur in hohem Maße. Doch die Social Networks aus Japan und China aber auch Südkorea sind um 180 Grad irgendwie völlig anders. Es würde wohl in D keinen Sinn machen, zB das immens erfolgreiche Mixi (aus Japan) hierzulande zu kopieren, siehe Video:

Link: sevenload.com
Natürlich gibt es Tools, die eine Art von globaler Universalformel enthalten, so dass man sie oW kopieren könnte, unabhängig der Kutlur. Das wären zB Suchmaschinen an erster Stelle.

Heißt: nicht nur der Export einer neuen Innovation wird erschwert. Umgekehrt muss an erheblich mehr Denkleistung als Copy Cat aufbringen, um die Innovation tatsächlich einordnen und verstehen zu können. Bevor man einfach so draufloskopiert. Das bedeutet wiederum, dass sich möglicherweise die asiatischen Anbieter in Ruhe auf dem Binnenmarkt ausbreiten können, um dann andere Märkte zu erobern. Denn natürlich traue ich es dem originären Anbieter eher zu, seine eigenen Erfolgselemente zu verstehen, diese mit anderen Kulturkreisen abzugleichen und dann ggbfl. adaptiert zu exportieren.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

52 Kommentare

  • Um mal konkret zu werden: Cyworld der Koreaner sieht für mich aus wie Kinderkram, auf der anderen Seite wirken Blogs basierend auf WordPress wie Solodarstellungen einiger vereinsamter Web-Geeks aus.
    Mich würde mal empirisch interessieren, wer eher Kommentare auf den eigenen Seiten löscht, Fernost-Asiaten oder Amerikaner-Europäer.

  • Cyworld ist so ähnlich strukturiert wie Myspace: Blog, Fotos, Musik, Kommentare,alles. Aber das drumherum ist irgendwie nicht überzeugend. Wenn man Myspace bei vielen Chinesen öffnet und der Ton ist an, bekommt man die neuesten Hits unterlegt. Das dauert beim Laden und ständig muss die Stopptaste betätigt werden, weil beim 100sten Blogbesuch die Musik schon lange nervt, oder gleich Ton abstellen. Aber dieses überfrachten der eigenen Webseite ist eher nicht europäisch, da können sich Amerikaner und Fernost-Asien eher auf Augenhöhe treffen. Nur ein Beispiel, wo ich Unterschiede sehe.

  • ah, ok, jetzt, danke! Das mit dem Überfrachten iist wohl wahr, man kann über diese unterschiede immer wieder nur staunen. Manch eine südk. oder japanische Seite ist dermaßen vollgeknallt, dazu auch noch in Microschrift, Wahnsinn

  • Schonwieder ein Türke, der „kein“ Deutsch kann… Wenigstens sollten diese einen richtigen übersetzen

    @dizi izle
    yanlis dedin, böyle olacakti: „ich danke ihnen“,istersen düzelt

  • Neben der technischen Herausforderung gibt es wirklich grosse kulturelle Hürden (gerade mit Asien), das kann ich nur bestätigen.
    Bei manchen Dingen – wie z.B. die in Asien sehr erfolgreichen Dating-Plattformen auf denen man sich einen virtuellen „Freund/Freundin“ zulegen kann – sehe ich in Europa einfach keinen Markt. Also selbst wenn man es kulturell anpassen würde.

  • Ich finde dass mit dem Wachstum wird China bald auf der Spitze kommen … es gibt viele länder in Asien die jetzt wirschaftlich relativ stark sind und potenziell haben 🙁
    Grüße,
    Mandy

  • Ich finde dass mit dem Wachstum wird China bald auf der Spitze kommen … es gibt viele länder in Asien die jetzt wirschaftlich relativ stark sind und potenziell haben 🙁

  • naja China wird es früher oder später schaffen, auch wenn ich so ziemlich viele exportprodukte für fragwürdig halte.

  • Amerikanische Kultur hat bereits gezeigt, dass es nichts, um hier, in Asien gedacht, es passt nicht uns, brauchen wir einen Weg, noch aus dem Westen oder Osten, wir haben andere

  • Interessanter Beitrag!!!!
    Ich glaube je tiefer man in das Thema einsteigt, umso mehr potentielle probleme wird man in kultureller Hinsicht bei der Globalisierung finden – und doch werden sich die kulturellen Unterschiede schneller angleichen, als wir uns das heute vorstellen können.

  • Ein Interessanter Artikel, sollte man sich aber wohl am besten 2x in ruhe durch lesen um einiges richtig zu verstehen.

  • Ohne muttersprachliche Fachübersetzer würde es traurig aussehen mit der Globalisierung. Leider produzieren asiatische Übersetzungsagenturen ziemlichen Mist, wenn dort z.B. eine Bedienungsanleitung von Chinesisch in Englisch übersetzt wird, dann kann schon passieren, dass man einige Funktionen nicht richtig versteht und wohin Fehlbedienungen führen können, kann sich jeder selbst ausmalen. Wir empfehlen die Übersetzung immer von einem Muttersprachler der Zielsprache, also für o.g. Fall von einem Englisch-Übersetzer, durchführen zu lassen. Gerne steht unsere Überetzungsagentur dafür zur Verfügung.

  • Also ich finde den artikel echt interresannt und er hat mir einige neue Aspekte der Globalisierung aufgezeigt !!!
    Hab ihn gleich meinen arbeitskollegen geschickt !!

  • In den nächsten Jahre wird sich Englisch noch als Business-Sprache führend sein, aber laut der ELAN-Studie. Wird es gerade für Unternehmen wichtiger, die Sprache des Handelspartner zu sprechen und sich über die Kultur, Verhaltensweisen und Tradition auszukennen. Gerade Asiaten legen den größten Wert auf Tradition und Kultur.

  • Ohne muttersprachliche Fachübersetzer würde es traurig aussehen mit der Globalisierung. Leider produzieren asiatische Übersetzungsagenturen ziemlichen Mist, wenn dort z.B. eine Bedienungsanleitung von Chinesisch in Englisch übersetzt wird, dann kann schon passieren, dass man einige Funktionen nicht richtig versteht und wohin Fehlbedienungen führen können, kann sich jeder selbst ausmalen. Wir empfehlen die Übersetzung immer von einem Muttersprachler der Zielsprache, also für o.g. Fall von einem Englisch-Übersetzer, durchführen zu lassen. Gerne steht unsere Überetzungsagentur dafür zur Verfügung.

  • n den nächsten Jahre wird sich Englisch noch als Business-Sprache führend sein, aber laut der ELAN-Studie. Wird es gerade für Unternehmen wichtiger, die Sprache des Handelspartner zu sprechen und sich über die Kultur, Verhaltensweisen und Tradition auszukennen. Gerade Asiaten legen den größten Wert auf Tradition und Kultur.

  • Sehr guter Artikel!

    Also ich denke auch, dass sich erstmal nichts daran ändern wird, dass Englisch die „Weltsprache“ ist. Aber wer weiß, was in 15 oder 20 Jahren ist, vielleicht sprechen wir dann Chinesisch 🙂

    MfG

  • Man kennt das ja von den Asiaten mit den leuchtenden Rekammen, alles Bunt und grell. War klar das sich das irrgentwann auch aufs web ausweitet. Furchtbar! Zumindest für Europäer.

    Gruss Olli

  • ich sehe das alles etwas entspannter…
    größere probleme sehe ich da eher im urheberrecht…
    aber das ist ein anderes thema… übrigens kann man ja die seiten welcher einer andere sprache entsprechen unterdrücken… geht schon lange auf unix.

  • Man sollte das einfach ein bisschen differenzierter betrachten, es ist doch auch gut, wenn sich kulturelle Unterschiede auch im Netz bemerkbar machen. Wäre doch schlimm, wenn es nur noch einen Einheitsbrei gäbe. Dass man mal eine Innovation nicht in einen anderen Kulturkreis importieren kann, finde ich nicht weiter problematisch, aber mich interessiert eben auch nicht der finanzielle Hintergrund.

  • Die Chinesen sind da schonv viel weiter als viele denken das bekommt nur keiner mit. Callcenter werden einfach in die Philippinen oder Indien ausgelagert wo Englisch als Landessprache einfacher zu handhaben ist. Der China Markt hingegen ist so gut wie angeschottet oder mit solchen Hürden versehen das sich kaum ein Ausländisches Unternehmen dort Hintraut siehe google im augenblick die gerade den Rückzug antreten. Mein Tipp lernt euren Kindern Chinesisch

  • Man kennt das ja von den Asiaten mit den leuchtenden Rekammen, alles Bunt und grell. War klar das sich das irrgentwann auch aufs web ausweitet. Furchtbar! Zumindest für Europäer.

  • Chinesisch lernen?
    Zweifellos sind die Chinesen in den meisten Märkten, wie Handy Eisen elektronik etc. am vorbeiziehen, aber nicht zu vergessen wem sie die meisten Entwicklungen zu verdanken haben 🙂

  • Also mit der Globalisierung ist das schon so eine Sache. Speziell China ist mit vorsicht zu genießen, denn entgegen aller Meinungen kann China nicht nur billig, sondern auch qualitativ hochwertig und wenn dieser Wechsel in China stattfindet werden wir hier in Westeuropa richtig Probleme bekommen.

  • Servus

    ich lebe in Asien und ich kann sagen das zumn Beispiel in den Philippinen die Menschen auch nur nach Friendster süchtig sind. Teilweise geht es soweit das es als Telefonbuch benutzt wird.

  • Also ich glaube das Sprachproblem dürfte sich schnell regeln. Nachdem immer mehr Menschen Englisch verstehen. Ich weiss auch das es gerade im asiatischen Raum natürlich auch sehr sehr viele gibt die Englisch nicht verstehen, aber gerade durch das ganze Social Media denke ich mal sind immer mehr Menschen auch motiviert eine internationale Sprache die überall verständlich ist zu lernen.

  • Eine internationale Sprache zu sprechen ist in der heutigen Zeit ein muss. Ich glaube auch man kommt gar nicht mehr drum herum und es wird auch in den Schulen Standard sein Englisch oder Französisch zu lernen. Man sollte vielleicht auch bei den niederen Schulabschlüssen auf mindestens eine Fremdsprache bestehen, weil es immer mehr Berufe gibt die dies Vorraussetzen auch bei den weniger akademischen Berufen.

  • Ich denke, daß wir uns in nächster Zeit nicht vor China fürchten müssen…. Die müssen erst mal ihre eigene Probleme in den Griff bekommen.

  • Warten wir noch ein paar Jahre ab. Ich glaube in einigen Jahren wird zumindest chinesisch als Sprache an den Schulen angeboten. Und die, die das Angebot annehmen, werden gute Karten haben, sich in den assiatisch immer stärker wachsenden Märkten beruflich zu behaupten. Klar ist die Sprache schwieriger zu erlenen als englisch. Aber mal ehrlich, wer chinesisch drauf hat, hebt sich eindeutig vom Markt ab.

Kommentieren