Sonstiges

Barcamp-Kritik

auf der Cebit habe ich mich mit dem einen oder anderen über die Barcamps unterhalten und mehrfach das Feedback mitbekommen, dass der Eindruck einer Selbtsbeweiräucherungs-Veranstaltung entstanden sei. Ich selbst hatte diesen Eindruck nur vereinzelt auf Sessions gewonnen. Es ist ja auch schwer möglich, dass man sein eigenes Business-KnowHow einbringt, ohne im Gesamtkontext quasi auf seine Firma und was man dort tut hinzuweisen. Letztlich gehört da ne Portion Fingerspitzengefühl dazu, sich selbst zurückzuhalten, seine Firma nicht durch die Pusteblume über den Klee zu lobpreisen, sondern die Sache und den Wissenstransfer in den Vordergrund zu stellen.

Fürs Barcamp Frankfurt werde ich daher eigens nochmals darauf hinweisen vor Ort! Dass man während, vor und nach den Sessions werblich klingende Selbstbezüge vermeiden möge (da wir nicht bei der Inquisition sind, versteht es sich von selbst, dass das auf freundschaftliche Weise geschieht und weniger im biblischen Sinne „die Regeln“ viehisch genau zu befolgen sind). Den Informationswert für die Teilnehmer im Auge zu behalten hat und wie gesagt, die Dinge mit Sensibilität und weniger mit einem niedergeschriebenen Code of Conduct angehen möge.

Beispiel: Es ist doch logisch, wenn ich zB den Oliver / Webworkblogger höre, dass ich ihn als Experte zu schätzen lerne und er damit quasi für sich Werbung macht. Aber, er wirbt und trommelt nicht für sich, sondern berichtet hervorragend über Social Networks und stellt das Thema zu 100% in den Vordergrund. Er kann ja nix dafür, dass er dann auf diesem Wege „Werbung“ für sich macht. Insofern ist das auch nix Werbliches für mich. Wenn er aber ständig auf seiner Beratertätigkeit rumreiten würde, wenn er erzählen würde, wie toll er ist und für welche Kunden er in Projekten tätig war, dann wäre das was anderes (was er aber nicht tut).

Btw, was die Webmontage in Frankfurt angeht, muss ich sagen, dass ich dort tatsächlich den Eindruck gewonnen habe, dass das zu einer werblichen Veranstaltung verkommen ist.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Ja, mag sein, daß so mancher Vortrag auf dem Webmontag werblich klingt. Doch das war auch eine der Gründungsideen, wenn ich mich recht entsinne. Neue, innovative Projekte sollen vorgestellt werden. Mein Problem ist weniger, daß geworben wird. Mein Problem ist, daß etwa die Hälfte der Vorträge, die ich gesehen habe, schlecht bis miserabel war. Da geht dann auch jegliche Werbung komplett nach hinten los.

    Ich höre gerne Eigenwerbung zu, wenn ich dabei etwas lerne und ein neues, innovatives Konzept kennenlerne. Wenn aber jemand ein Thema nicht verstanden hat oder einfach nur ein „Me-too-Projekt“ als DIE Weltrettung präsentiert, dann werde ich sauer. Da raubt mir dann nämlich jemand meine Zeit.

    Das Barcamp in Köln habe ich diesbezüglich nur gut in Erinnerung. Das war grandios!

  • Das mit dem Webmontag hat man auch hier in Jena bemerkt.
    Das Problem besteht hier tatsächlich darin, das der Webmontag durch relativ junge Firmen organisiert wird, welche das eher als eine Art Marketing- und Jobforum nutzen möchten (so zumindest mein Eindruck).

    Das Thema wurde dann auch danach beim weiterführenden Kneipentreffen diskutiert, also welche Richtung der Webmontag nun einschlagen soll. Im Moment präsentiert sich das aus meine Perspektive so, das es zu wenige Leute für 2 getrennte Veranstaltungen gibt (kann mich da auch täuschen) und wir mit den Veranstaltern reden, ob man nicht einen Webmontag, eher Businesslastig gestaltet und den anderen dafür freier hält.

    Mich würden auch die anderen Erfahrungen interessieren…

  • Wow! Danke für das Lob, Robert. Das ist fast schon etwas beschämend…

    Irgendwas muss ich aber dann wohl angestellt haben… Ich frage mich nur gerade was. Weil ich drei mal oben stand? Ich wollte mich in keiner Weise aufdrängen. Ursprünglich hatte ich nur eine Session geplant, dann kam spontan das Oli-Duo auf, da mache ich natürlich mit. Und zur Asia Session: Ich wurde von einigen danach gefragt, also habe ich sie auch kurz gemacht…

    Anscheinend war das ein paar Leuten zuviel Oliver für einen Tag 🙂 Oder hab ich irgendwas angestellt? Lag es an meiner orangenen Notlösungs-Krawatte? (Die war noch nicht mal für das weblogcamp bestimmt)

    Würde mich sehr freuen, wenn die Kritik an mir kurz auch bei mir landen würde.. Nur so gibt es Verbesserung, oder Aufklärung.

  • hey, Oli, Du hast das gründlich missverstanden. Ich habe Dich eigens als leuchtendes beispiel angeführt, wie man das bestens löst, seine eigenen Geschäftsinteressen hinten dranstellt und den leuten exzellente Infos vermittelt:) Wenn es nach mir ginge, könnte ein Oli U. auch 10 Beiträge hinlegen.

  • Ich würde ja gerne kommen zum Barcamp nach Frankfurt.
    Aber es gibt ja so eine Art Betragspflicht (in Form von Vorträgen, etc). Da fällt mir nichts ein. Schade das man nicht einfach so teilnehmen kann…

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