300: reingehen oder nicht?

Robert Basic

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300

war gestern zusammen mit einem Kumpel in 300. Wenn man das ideologische Geschwurbel (s.u.) weglässt, ist es ein prima inszenierter Sandalenfilm, kann ich jedem empfehlen, der sich zB auch Gladiator gerne angeschaut hat. Für Zartbesaitete oder Friedliebende ist der Film mit Sicherheit nix, auch nicht für diejenigen, die auf tiefschürfende Dialoge und die hohe Kunst der Charakterdarstellung stehen. Optisch und musikalisch fand ich 300 Oberklasse, wow *schlabber*. Selten so zelebrierte Abschlachtszenen im Kino erlebt, da kann nicht mal Matrix mithalten, wenn der Regisseur die Super Slow Motion einsetzt. Einen Schwachpunkt hat der Film aber: die deutschen Synchronstimmen sind armselig (so zB ist die Stimme der Königin wahrhaft unpassend, ebenso die des Spartenerkönig), ich denke, die englische Fassung dürfte weitaus besser sein. Also werde ich mir den Film nochmals antun. Anbei der Trailer mit den engl. Stimmen zum Vergleich, wirklich ein ganzer Klassenunterschied zu den deutschen Stimmen:

Nochmmals wegen dem ideologischen Gefasel des Films: wer darauf Wert legt, ist selbst schuld. So zB macht sich der Kritiker auf Kino-Zeit.de deswegen unnötig ins Hemd..

Nun mag es ein Zufall sein, dass Zack Snyders 300 just in den Tagen eines möglicherweise bevorstehenden kriegerischen Konfliktes mit dem Iran (also dem Nachfolgestaat des antiken Persien, das hier die freie Welt bedroht) sich anschickt, die Kinoleinwände zu erobern – die Kriegsrhetorik, die permanent dümmliche Klischees über Heldenmut, Opferbereitschaft und Gnadenlosigkeit und weitere pubertäre Plattitüden, sind allerdings auch ohne diesen konkreten Hintergrund schon ekelerregend genug. Und so passt es dann auch ins Bild, wenn Xerxes ein echter ganzkörpergepiercter Freak ist, eine Mischung aus Drag Queen und Popstar, der Monster und nach Art islamischer „Gotteskrieger“ vermummte aufbietet, um Sparta in die Knie zu zwingen… ein Schuft, wer hier Parallelen zur gegenwärtigen politischen Lage in der Golfregion zieht.

na ja, ein Marcel Reich-Ranitzki hat mW bis dato auch nicht die BILD wegen einem Mangel an intellektueller Tiefe wie auch dem Übermaß an Schreibgewalt kritisiert, wozu auch?

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meine Lieblingsszene (habs nur auf engl. im Netz gefunden):
Spartan King Leonidas: [Turning towards the Spartans] Spartans! What is your profession?
Spartans: Harooh! Harooh! Harooh!
Spartan King Leonidas: See old friend, I brought more soldiers than you did.
(IMDB)

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.