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300: reingehen oder nicht?

300

war gestern zusammen mit einem Kumpel in 300. Wenn man das ideologische Geschwurbel (s.u.) weglässt, ist es ein prima inszenierter Sandalenfilm, kann ich jedem empfehlen, der sich zB auch Gladiator gerne angeschaut hat. Für Zartbesaitete oder Friedliebende ist der Film mit Sicherheit nix, auch nicht für diejenigen, die auf tiefschürfende Dialoge und die hohe Kunst der Charakterdarstellung stehen. Optisch und musikalisch fand ich 300 Oberklasse, wow *schlabber*. Selten so zelebrierte Abschlachtszenen im Kino erlebt, da kann nicht mal Matrix mithalten, wenn der Regisseur die Super Slow Motion einsetzt. Einen Schwachpunkt hat der Film aber: die deutschen Synchronstimmen sind armselig (so zB ist die Stimme der Königin wahrhaft unpassend, ebenso die des Spartenerkönig), ich denke, die englische Fassung dürfte weitaus besser sein. Also werde ich mir den Film nochmals antun. Anbei der Trailer mit den engl. Stimmen zum Vergleich, wirklich ein ganzer Klassenunterschied zu den deutschen Stimmen:

Nochmmals wegen dem ideologischen Gefasel des Films: wer darauf Wert legt, ist selbst schuld. So zB macht sich der Kritiker auf Kino-Zeit.de deswegen unnötig ins Hemd..

Nun mag es ein Zufall sein, dass Zack Snyders 300 just in den Tagen eines möglicherweise bevorstehenden kriegerischen Konfliktes mit dem Iran (also dem Nachfolgestaat des antiken Persien, das hier die freie Welt bedroht) sich anschickt, die Kinoleinwände zu erobern – die Kriegsrhetorik, die permanent dümmliche Klischees über Heldenmut, Opferbereitschaft und Gnadenlosigkeit und weitere pubertäre Plattitüden, sind allerdings auch ohne diesen konkreten Hintergrund schon ekelerregend genug. Und so passt es dann auch ins Bild, wenn Xerxes ein echter ganzkörpergepiercter Freak ist, eine Mischung aus Drag Queen und Popstar, der Monster und nach Art islamischer „Gotteskrieger“ vermummte aufbietet, um Sparta in die Knie zu zwingen… ein Schuft, wer hier Parallelen zur gegenwärtigen politischen Lage in der Golfregion zieht.

na ja, ein Marcel Reich-Ranitzki hat mW bis dato auch nicht die BILD wegen einem Mangel an intellektueller Tiefe wie auch dem Übermaß an Schreibgewalt kritisiert, wozu auch?

meine Lieblingsszene (habs nur auf engl. im Netz gefunden):
Spartan King Leonidas: [Turning towards the Spartans] Spartans! What is your profession?
Spartans: Harooh! Harooh! Harooh!
Spartan King Leonidas: See old friend, I brought more soldiers than you did.
(IMDB)


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

49 Kommentare

  • […] Gestern abend habe ich die Preview von 300 im Kino bestaunen können. Insgesamt ein wirklich netter Film, meiner Meinung nach kommt er zwar nicht an SinCity ran, aber besser als andere Frank Miller Verfilmungen wie DareDevil ist er allemal. Für Freunde von durchtrainierten Männern mit Waschbrettbauch ist der Film wirklich nett und in meinen Augen ein würdiger neuer Schlachtfilm. Falls es mal ne Version ohne Blut geben sollte wären die verbleibenden 3 Minuten sicherlich nicht soo sehenswert, aber dennoch nett wenn man auf Sex Szenen steht. Aber definitiv ein Film den man im Kino sehen sollte. Aber dennoch freue ich mich auf eine potentielle Directors Cut DVD. Relativ ungelungen fand ich jedoch die Syncro. Genau wie Robert werde ich mir den Film wohl nochmal auf Englisch antun. Kategorien: Tagebuch Sag deine Meinung […]

  • naja, ich weiss nich, wieso sich alle an dem „ideologischen geschwurbel“ aufhängen. so waren die spartaner nun mal, dass waren faschisten, spinner, kriegstreiber. so ist nun mal die geschichte

  • Geschätzter(!) Robert,
    bei Deinem Beitrag scheinst Du noch von gestern Abend einen Adrenalin-Überschuss zu haben. Ich kann die Kinokritik nachvollziehen, wenn sie von „Kriegsrhetorik, die permanent dümmliche Klischees über Heldenmut, Opferbereitschaft und Gnadenlosigkeit“ schreibt.
    Lehne Dich mal entspannt zurück und schaue Dir als Kontrastprogramm folgendes an:
    http://www.jamesnachtwey.com/
    Rechtfertigt die Form immer noch jeden schwachsinnigen Inhalt?

  • @Horst, also mir hats sehr gut gefallen, doch jeder hat seinen Geschmack…

    @Marcel, ist wohl schwierig, eine damalige Kultur mit einer der heutigen Kulturen zu vergleichen, wenn da über 2500 Jahre dazwischen liegen. Allzu zimperlich dürfte man damals nicht gewesen sein.

  • @Armin: Muss man in jeden Film so viel rein interpretieren? Kann man sich nicht einfach mal zurücklehnen und einen martialischen Film genießen?

    Ich freue mich auf jeden Fall auf meinen Kinobesuch am Samstag!

  • @Armin, wenn ich in einen solchen Film hineingehe, erwarte ich das, was der Film verspricht, und mich kümmerts dann wenig, was die Realität von Kriegen auszeichnet (Leid, Tod und Hass). Theater ist Theater, nicht immer ein Abbild der Realität. So baller ich in 3D-Shootern anderen in den Kopf, ohne ein Kriegstreiber in natura zu sein.

  • Man kann auch viel in einen Film hineinlegen.

    Manche Menschen bemühen zu oft falsche Umkehrschlüsse. Nur weil angebliche Ähnlichkeiten zu Werken aus der Nazi-Zeit bestehen, läutet diese Film nicht umgekehrt auch wieder die Nazi-Zeit ein.

    Eher würde ich mir da Gedanken um Mr. Schäuble machen. Den Sicherheitsstaat hatten wir bereits zweimal, unter den Nazis und in der DDR.

    Wahrscheinlich jedoch ist es einfacher, über einen Film zu hetzen, als sich mit den wirklichen, realen Problemen eine Landes auseinanderzusetzen. Spießer eben.

    Grüße,

    René
    ProBloggerWorld

  • Ich mache hier nicht auf Moralapostel. Ich liebe z.B. Arnie-Filme und kann die Aufregung um manche Spiele auch nicht verstehen.
    Für mich (!) ist bei 300 eine Grenze überschritten. That`s it.

  • @ Robert Nr 5.

    Meine Rede. Armin ich wüsste nicht, welche Grenze da überschritten wird. Allein schon die unsäglichen Vergleiche Riefenstahl 300 sind absolut aus der Luft gegriffen. Die Bildersprache mag sich ähneln. Doch zeigte die Rifenstahl das zu ihren Lebzeiten aktuelle Menschenbild der Nazis, 300 zeigt das Menschenbild, wie es die Spartaner vor 2500 Jahren wohl hatten.

  • Ich kann da Armin nur zustimmen…
    Bin auch kein „Moralapostel“ oder „Weichei“, nur gegen Verzerrung von Realitäten, seien sie von damals oder heute, und vor allem gegen Heldentum, Kriegsverherrlichung, Riefenstahlstyle und Führergeblubber…

  • Hi Robert,
    ich glaube deinen Musikgeschmack teile ich eher nicht 🙂
    Aber unter Cineasten könnten wir uns näherkommen. Irgendwo habe ich über den Film sowas gelesen wie: „garantiert nicht politisch korrekt, moralisch höchst bedenklich und vollständig sinnfrei“. Ich glaube ich gehe über Ostern mal ins Kino 🙂

  • […] Das sagt man bei uns in Bayern, wenn etwas langsam aber sicher ad Absurdum führt. Alternativ sagt man auch “Wenn der Mensch spinnt, dann gibt er Zeichen.”. Bei Robert hab ich seinen Beitrag zum Film “300″ gelesen und v.a. das “ideologische Geschwurbel” eines “Fimkritikers” auf kino-zeit.de. Getoppt wird aber das ideologische Geschwafel aber bei Telepolis, wo nicht nur der Film als westlicher Propagandafilm gegen den Iran kritisiert wird, sondern noch behauptet wird “Sparta war die DDR der Antike”. Von den Kommentaren zu den Kritiken will ich gar nicht reden. […]

  • Hab den Film gesehen. Ist natürlich einerseits total lächerlich (Pathos und so) aber andererseits dadurch auch wieder sehr witzig. Und visuell genial!!!

    Also, nur nicht zu ernst nehmen und einfach berieseln lassen 🙂

  • ein film ist ein film ist ein film ist ein film.

    entweder er gefällt. oder er gefällt nicht. wer schon in ohnmacht fällt, wenn er sich mit der nähnadel in den finger piekt – geht auch nicht rein.

    das alles ist so künstlich – kunst eben. wenn mir sowas im täglichen medienalltag begegnen würde – mir würd schlecht werden.

    packingpah erntete auch viel ablehnung mit seinen gewalttätigen slow-motions – heute lächelt man darüber.

    der film ist eben ein blutexzess – wenn mans nicht mag – soll man es eben lassen.

  • Zitat: „Optisch und musikalisch fand ich 300 Oberklasse, wow *schlabber*. Selten so zelebrierte Abschlachtszenen im Kino erlebt“ – bitte nicht persönlich nehmen, aber mir fehlt jegliches Verständnis, wie man für „Abschlachtszenen“ oder „Blutexzesse“ Begeisterung entwickeln kann. Oder warum solche Filme überhaupt gedreht werden. Ganz unabhängig von der ideologischen Komponente, die ich aber auch für absolut daneben halte und für nicht ausblend-bar. Also insgesamt: warum bloß sollte man in diesen Film gehen??! Ich will niemandem unterstellen, Fiktion und Realität zu verwechseln, aber ich verstehe wirklich nicht, warum es überhaupt ein Interesse an Filmen dieser Art gibt.

  • weil mir solche Filme einfach Spaß machen, thats all, nicht mehr und nicht weniger. Mit zunehmenden Alter merke ich jedoch, dass ich auf einmal auch auf so ekliges Zeugs wie Ballet, Opern, Arte.tv und dergleichen Tiefenkram stehee, schrecklich:) Also der Neandertaler und Homo Sapiens 2 in einem.

  • Danke für die Antwort – und den kleinen Einblick in eine mir fremde Gedankenwelt, das ist das wesentliche! 🙂

  • Werde mir den Film heute in der Spätvorstellung antun und freue mich sehr drauf.
    Als Grieche kenne ich die Geschichte um Sparta und den Persern aus unserem Geschichtsunterricht damals. Bereits in der gr. Grundschule wurden wir darüber aufgeklärt..
    Ob die Story hier verzerrt und klischeehaft dargestellt wird stört mich nicht sehr. Kino ist Entertainment und soll fesseln. Und endlich mal ein g´scheiter Film der viel Entertainment verspricht (lt. Trailer).
    Wenn jeder Film authentisch wäre, würden die Menschen „nur“ noch PC zocken 😉

  • Der Film ist künstlerisch ein Meisterwerk. Ich habe selten eine so gelunge Mischung aus Mythen und Geschichte gesehen. Dazu dann die perfekte Schnitt- und Tontechnik.

    Einfach anschauen.

  • @Robert
    Das mit dem „Neandertaler und Homo Sapiens 2 in einem“ versteht keiner besser als ich, ich bin nämlich im Neandertal geboren (Kein Witz 😉

    Ich will die Diskussion hier nicht überstrapazieren, aber mir kam eben noch ein Gedanke:
    Wenn Du ein tolles Blog findest (Design und Technik klasse), die Inhalte aber eindeutig faschistoid und ausländerfeindlich sind: Würdest Du dann unbesorgt (zwischen Inhalt und Form trennend) das Blog empfehlen? Hand auf`s Herz…

  • Hab mir den Film auch gestern angesehen und finde in künstlerisch gesehen wirklich überragend. Die Kampfszenen sind die am Besten inszenierten die ich je gesehen habe. Alle Trojas und Gladiators und was auch immer sind nichts dagegen.
    Die Story ist da eh im Hintergrund.
    Der einzige Minuspunkt sind wirklich die Deutschen Stimmen, die ein wenig schwach auf der Brust sind. Fazit: Ich muss nochmal ins Kino und mir den Film in Englisch ansehen.

  • Das ist eine Genugtuung das ich nicht der einzige gewesen bin dem die deutschen Stimmen auf den Senkel gegangen sind Robert, ich hab deswegen einiges böses Blut bekommen weil ich meine Meinung dazu schon so früh vor dem offiziellen Start losgeworden bin.

    Macht halt eine Menge an Flair kaputt die Deutsche Syncro, leider.

    Ich habe mir als ich aus dem Urlaub gekommen bin kurz die Kommentare über dieses ganze Ideologiegefasel angeschaut.

    Man sollte ins Kino gehen um Kunst genießen zu können und bei der grafischen und akkustischen Glanzleistung von 300 kann man hier meiner Meinung nach auch von Kunst sprechen. Filme sind dazu da um interpretiert zu werden denn jeder empfindet einen Film anders, das macht auch einen Film aus.

    Das man aber immer so extrem hineininterpretieren muss finde ich schade, ich darf doch heute als Deutscher sowieso fast gar nichts mehr ohne mir vorwerfen lassen zu müssen es wäre moralisch verwerflich oder im Rückblick auf unsere Geschichte nicht tragbar.

    Wir haben in unserer Gesellschaft genug Probleme denen man sich annehmen sollte wenn man schon Hirnschmalz verschwenden will. Aus einer Mücke einen Elefanten zu machen hat man in Deutschland schon immer gut gekonnt, nur ist ein Elefant dann auch wesentlicher schwerer totzuschlagen als eine Mücke.

    Just my two cents.

  • Ich hab den Film auf Englisch mit deutschen Untertiteln gesehen.
    Das einzige was dieser Film zeigt sind Kampfszenen. Das wird auf Dauer total langweilig. Wenn man des Englischen nicht mächtig wäre, hätte man auch nichts verpasst.

    Also: Sehr enttäuschend. Vor allem, da dies auch nur eine mögliche Interpretation der Lebensart der Spartaner ist, die gerade wegen ihrer Nicht-Aufschreiberei so besonders sind.

  • Ich gehe in keinen Film bei dem ich durch merhmaligen Anschauen des Webespots immer noch nicht weiß um was es geht. Nur dieser letzte Schrei verweist auf Spartakus. so *duck*

  • Filmkritik: 300…

    Wenn man den Eindruck über diesen Film kurz zusammenfassen möchte, dann wurde es so lauten: „Naja!“

    Man muß sich halt vor Augen halten, dass es sich bei dem Film 300 um die Comicverfilmung von Frank Miller handelt. Aber nicht alle Com…

  • Schon mal jemand daran gedacht, dass Frank Miller Comics zeichnet…
    Eine gute Doku verzichtet ja schliesslich auch Waschbrettbäuche, Slow Motion und sinnfreie Dialoge,oder?

  • Ich war gestern mit meinem 60 jahre alten Pa in diesem Film… wir fanden es beide klasse.
    uns war allerdings auch bewußt, daß wir in eine comicverfilmung einer schlacht gegangen sind. von daher hat keiner von uns shakespear’sche dialoge und militarismuskritik erwartet. 😉
    und die visuelle erfahrung bläst einen anfangs aus dem kinosessel.*fg*
    ich denke, daß es typisch deutsch ist, alles zu hinterfragen un dzu überinterpretieren…

    manchmal ist ein stuhl einfach nur ein stuhl und ein film einfach nur ein film.

  • „….ich denke, daß es typisch deutsch ist, alles zu hinterfragen un dzu überinterpretieren…

    manchmal ist ein stuhl einfach nur ein stuhl und ein film einfach nur ein film….“

    Weise Worte !

  • Ich hatte den Film auch gestern gesehen. Ein Comic eben und als ich mich beim Filmstart in den Sessel grub, entfuhr mir beinahe ein lautes „Lasst es krachen, Jungs!“ Nun ja, was soll ich sagen… Es krachte – und zwar gewaltig. 😉

  • […] 7 Apr, 2007  Sport Gedanken über den Film sollen sich andere machen, mich interessiert der sportliche Aspekt. Glücklicherweise liefern die gängigen Videoquellen auch diesbezüglich schönes Material. Extrem-Bergsteiger Mark Twight hat die Schauspieler für den Film trainiert und läßt dabei ein schönes Rocky-Feeling aufkommen […]

  • @25 (armin)

    hat sich den irgendeiner der darsteller oder anderen teilnehmenden faschistoid geäußert? zumindest vom hauptdarsteller weiß ich, das ihm nichts ferner liegt und er ein gegner der amerikanischen kriegspolitik ist.
    wie kommt es, das weltweit kaum ein mensch auf solche ideen kommt, nur die deutschen kritiken von „wehret den anfängen“-zitaten nur so triefen? ich habe jüdische vorfahren, und meine familie hatte im 3. reich auch zu leiden, ich bin nicht mal im traum drauf gekommen. und glaub mir, ich bin diesbezüglich hypersensibel.
    warum ist es in deutschland gleich rechts, wenn man freiheit und ehre spricht? da werden dann zitate aus dem kontext gerissen und solange durch irgenwelche ideologieschen fleischwölfe gedreht, bis man sie nicht mehr erkennt? der film ist ganz sicher kein autorenkino, und wenn ich sachlich richtige darstellung will, schau ich mir eine dokumentation an. aber ein unterhaltungsmedium das wirklich nur das eine will, so zu mißinterpretieren, da hört es bei mir irgendwie auf…. kein mensch käme auf die idee, bei „stirb langsam 4.0“ solche vergleiche zu ziehen.

  • @ nimue

    > hat sich den irgendeiner der darsteller oder
    > anderen teilnehmenden faschistoid geäußert?

    Hier habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Meine Frage @25 hatte keinen direkten Bezug zum Film, sondern war fiktiv. Ich will nicht unterstellen, dass der Film faschistoid ist. Ich wollte generell deutlich machen, dass man nicht zwischen Form und Inhalt trennen kann.
    @37:
    > manchmal ist ein stuhl einfach nur ein stuhl
    > und ein film einfach nur ein film.

    Sorry, das halte ich für naiv. Manchmal ist ein Stuhl ein elektrischer Stuhl und ein Film – bewusst oder unbewusst – Propaganda.

    Werte steuern das Verhalten. Die hier vermittelten Werte sind mein Problem: Nicht Freiheit und Ehre o.ä., sondern die Werte, die ich eingangs – ebenso wie der Kinokritiker – schon kritisierte: „€œKriegsrhetorik, die permanent dümmliche Klischees über Heldenmut, Opferbereitschaft und Gnadenlosigkeit“€?

    @2:
    „naja, ich weiss nich, wieso sich alle an dem „€œideologischen geschwurbel“€? aufhängen. so waren die spartaner nun mal, dass waren faschisten, spinner, kriegstreiber.“
    Mit welcher Partei hast du dich identifiziert? Mit den Persern? (Wir klammern die Ästhetik der „zelebrierten Abschlachtszenen“ mal ideologisch ungeschwurbelt aus…)

  • armin, da du mich nun mal zitierst: (stuhl und film)

    ich gehe immer noch vom mündigen bürger aus, auch wenn die hoffnung zu trügen scheint. und ich bezweifle, dass filme vom kaliber 300 und konsorten nu wirklich jemanden den faschos in die arme treiben.

    man kann es sich auch schwer machen mit der political correctness.. die bösesten judenwitze habe ich von juden gehört und schwulenwitze von schwulen.

    armin, mir scheint, du machst dir alles zu schwer und auch wieder zu leicht… das leben ist nicht schwarz-weiß, sonder besteht aus vielen grauschattierungen. ich an deiner stelle würde mir mehr gedanken machen über die unterwanderung von 2.liga-fanclubs und landesligafußballvereien.. da sind die rechten nämlich wirklich gefährlich. sie krallen sich die jungend und infiltrieren die jüngsten.

    falls du weiterdikutieren willst, schlage ich email vor, wir wollen roberts blog nicht unnötig politisieren, ok?

  • Das ist eine Comicverfilmung?
    Aus diesem Blickwinkel ist es natürlich ganz anders.
    Das erklärt natürlich einiges und rückt den Film damit für mich in ein besseres Licht…. ziemlich weit sogar

  • […] 300 ist kein Müll, aber weit von der Phantastigkeit (so und nicht anders) eines Sin City entfernt. Trotzdem polarisiert der Film. Einigen zufriedenen Meinungen steht z.B. der Abscheubericht von Ix gegenüber, den ich nicht so recht nachvollziehen kann. 300 ist kein Riefenstahl’scher “Triumph des Willens” und nicht Veit Harlans “Kolberg“. Er kommt nicht mal in deren Nähe. […]

  • Ich werde mir den Film jetzt reinziehen… bin sehr gespannt. Und mir ist es egal, ob da polarisiert wird, ich kann mich weit genug davon abgrenzen und hoffentlich diese Sin City-typische „Ästhetik des Grauens“ genießen. Wir werden sehen, -und meine Erwartungen sind groß!

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