Sonstiges

Yigg: geht nicht?

Thomas Knüwer meint:

Inzwischen gibt es viele Kopisten, darunter in Deutschland Seiten wie Yigg und Webnews (eine Beteiligung unserer Muttergesellschaft Holtzbrinck). Wer sich dort anmeldet, kann Internet-Seiten loben, die mit dem meisten Lob landen oben.

Die Modelle aber scheitern an der Menschlichkeit. Denn was ist der größte gemeinsame Nenner völlig verschiedener Menschen? Es ist Unterhaltung, es sind Skurilitäten, es sind Witze. Eben das, was wir uns in der Kaffeeküche zurufen oder beim Small Talk.

Und deshalb funktionieren diese Modelle nicht. Noch nicht einmal die Nutzerzahlen sind sonderlich toll. Erst in diesem Jahr vermeldete Digg den einmillionsten Nutzer – eine bemerkenswert niedrige Zahl.

zu Webnews sage ich nix, weil ich nix von denen halte, weil zu sehr kopiert, sehr wohl aber von der Eigenleistung vom Yigg-Team.

Lieber Thomas, pack mal die Recherchekeule aus, über die Du verfügst und erkundige Dich bei den Yigg-Jungs. Ich bin blass geworden, als ich von deren Trafficzahlen vernommen habe. Wenn Du mir jetzt sagst, dass man daraus kein Geschäft machen kann, unterscheiden wir uns wohl eher darin, dass Du eine oder mehrere Nullen mehr als Wirtschaftsreporter gewöhnt bist:))


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Ich rede nicht von Traffic-Zahlen, sondern von dem was inhaltlich rauskommt. Mal abgesehen davon, dass ich ungeprüften Traffic-Zahlen von Startups immer skeptisch gegenüberstehe (erinnern wir uns an die Ehrensenf-Debatte). Die Top-Nachricht bei Yigg aber hat nur 105 Empfehlungen. Wohlgemerkt: Die Top-Meldung der Top 20. Das ist verdammt wenig.

  • tja, was Dir wichtig erscheint, interessiert den Leser weniger, der sich für Yigg interessiert (sorry für die Tautologie) und reicht allemal aus, die Jungs zu ernähren. Ich bin Anhänger von Qualität, wenn es um den Erfolg einer Seite geht. In Schönheit sterben tun viele Fußballmannschaften, Tore schießen ist wichtiger:)

    Was die Quali per se angeht, werde ich auf Digg und Yigg vorzüglich und rasend schnell informiert, zu allem, was mich interessiert. Und dabei geht es null um Anzahl der Diggs noch um das, was derjenige schreibt, wenn er verlinkt. Wichtig ist die Quelle und dann die Kommentare dazu, die sind sehr erhellend, wenn man den Inhalt der Quelle beurteilen will. Trollkommentare sind unwichtig, die Lesekompetenz hat jeder, das schnell auszufiltern.

  • Nicht nur das, auch der Erfolg eigener Kreationen kann durch YiGG doch hervorragend überprüft werden. So erkennt man öffentliche Bedürfnisse, was für Berufe in den Medien nicht unerheblich ist…

  • Um ehrlich zu sein kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es dermaßen unglaublich viele Yigg-Besucher gibt. Wenn ich bedenke dass ein Link aus einem mittelmäßig frequentierten Forum durchaus mehrere Hundert Besucher auf die eigene Seite bringen kann, dann verwundert es schon sehr, wie wenig Besucher dagegen eine Startseiten-Platzierung bei Yigg bingt.

  • Ich finde die Thematik aber schon interessant. Ich denke auch, dass digg an Qualität mit zunehmenden userzahlen abgenommen hat. digg war mal wesentlich besser. Was imho zum Großteil daran liegt, dass eher negative Gruppeneffekte wie der Herdentrieb dort durch die Mechanismen verstärkt werden. Man liest ja auch immer wie die Mannen um Kevin Rose diese Effekte durch Algorithmenanpasssungen versuchen abzuschwächen.
    Ich finde heute andere Formen von Aggregatoren wie Memetracker wie Techmeme qualitativ besser, weil dort der Grad der Relevanz durch die Verlinkungen unter den gebloggten Artikel gemessen wird. Das vermindert Gruppeneffekte doch erheblich. Und das macht sich sichtlich bemerkbar.

    Wohlgemerkt ‚vermindert‘. Herdentriebe entstehen in der englischen Blogwelt auch durch Seiten wie Techmeme. Man denke nur an den Iphone-Clusterfuck damals. Es ist aber nicht halb so schlimm wie ‚EinUbutuntuisttoll-Eintrag pro Tag‘-digg.

    Und yigg, hab mal gehört, ein Artikel auf der Startseite bringt so um die 100 zusätzliche Leser(?). Das wäre für so eine Art von Seite in Sachen Reichweite aber sehr schwach. Gibt’s da offizielle zahlen?

  • tjo, masse ist nicht immer qualität. diesen blog, den ich übrigens sehr gut finde, hab ich über lufee.de entdeckt. dort sind die nutzerzahlen ebenfalls eher etwas „elitär“.

  • Hallo,

    als Mitglied des YiGG-Teams bin ich naturgemäss befangen und bin begeistert von unserem Traffic. Wir messen den Traffic derzeit nur selbst, werden aber demnächst eine Validierung durch Dritte vornehmen lassen.

    Dann werden wir auch „offiziell“ Zahlen kommunizieren, da uns wohl bewusst ist, dass es verschiedene Perspektiven auf Traffic gibt (um es moderat auszudrücken).

    Eine kleine Replik auf Thomas Knüwer werde ich noch direkt im Handelsblatt Blog einstellen.

    Cheers, Michael

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