Barcamp FFM; The End III. (Feedback)

Robert Basic

ok, dann zum Thema Manöverkritik, was geht besser, was anders, was könnte man noch tun, etcpp? Was habt Ihr mitgenommen für Euch, was hat gefallen, gabs Highlights für Euch?

Bringt Euch ein, wichtig für die nachfolgenden Barcamps!

Meine Punkte:
1. Teilnehmergröße und Start: ab einer Teilnehmerzahl von rund 200 und aufwärts, wird die Vorstellungsrunde (wenn auch ziemlich funny und dient wunderbar als Icebreaker) und vaD die Sessionsplanung sehr lang. Aber auch, dass sich viele mit eigenen Sessions nicht einbringen, die von der Wucht das Andrangs während der Sessionplanung zurückschrecken bzw. gar nicht erst zum Zuge kommen, weil dann die Sessionslots schnell voll sind.
2. Teilnehmergröße und Socializing: je größer die Veranstaltung, desto weniger Intimität im Sinne von intenisven Austausch untereinander. Denn, man darf nicht vergessen, dass ein Barcamp zu 50% aus Sessions besteht und zu 50% aus „Socializing“. Wenn aber Menschenmassen um einen herumschwirren, fehlt bisserl das Gefühl das Ruhe, die unabdingbar für gute Gespräche ist.
3. die Party am Samstag Abend inhouse bei Cisco, war eigentlich nix anderes, als ein verlängertes Zusammensitzen in der Kantine. Habe mich darum im Vorfeld eigentlich nicht groß drum gekümmert, so wundert es mich auch nicht, dass mich die Teilnehmer fragten, wo und wann die Party denn nun stattfinden soll:) Mea culpa, sorry!
4. die Sessionplanung auf dem Wiki im Vorfeld ist imho nicht ausreichend, was das Bekunden des Interesses zu einem bestimmten Thema angeht. So muss man manuell hinter einem gegebenen Sessionvorschlag die Wikipage editieren und eine „Zahl“ um +1 erhöhen. Das geht mit einem simplen Voting-Tool viel besser, das nach Anzahl der Votings die Sessionvorschläge sortiert anzeigt.
5. das Erfassen der Teilnehmer via einer Wiki-Site ist zwecks Orgaplanung olle imho. Man muss die sich ständig änderne Liste im Auge behalten, manche editieren auch schräg, so dass man aus Versehen einen Teil der Teilnehmerliste löscht, manchmal hatte ich auch den Eindruck, dass Spezialisten andere Teilnehmer aus der Liste entfernt hatten. Hier halte ich Upcoming.org für die wesentlich bessere Wahl! Da man damit viel einfach auch die kurzfirstigen Abmeldungen und Neuanmeldungen im Überblick behalten kann.
6. Livestreaming hatte nicht geklappt, weil Ciscos Firewall das nicht zuließ, halte aber die Idee nach wie vor für sehr charmant. Da man damit virtuelle Teilnehmer an den Sesions teilhaben lassen kann, wenn man ihnen zusätzlich einen Chatkanal anbietet, den man uU sogar auf eine Leinwand projiziert.
7. Fun-Zone: Das Pl0g-Team hatte einen eigenen Meetingraum zur Nintendo-Wii Playzone umfunktioniert. Klasse!
8. SMS-Playtime: Mir fehtle von der re:publica her die Möglichkeit, sich als Teilnehmer über einen Screen einbringen zu können. Den man via IRC/Mail/SMS befüllen kann. Mag aber auch sein, dass dies bei Sessions mit rund 10-80 Teilnehmern weniger Sinn macht, eher was für Sessions mit +100 Teilnehmern ist. Was auf Barcaps seltenst der Fall ist.
9. Location: die Location war nahezu perfekt. Nahezu? Da sie im Gewerbegebiet von Eschborn liegt, sind die Möglichkeiten einer Großstadt gekappt, zB abends gemeinsam etwas unternehmen zu können. Hier bietet sich uU bei einer ähnlichen Konstellation an, einen gemeinsamen Treffpunkt in der City zu vereinbaren (am Abend). Auf der anderen Seite muss man bisserl davor warnen, dass ein Anspruchsdenken entsteht, dass alle Barcamps eine so luxuriöse Location anbieten. Also Obacht:)

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.