Sonstiges

Warnung vor Marions Kochbuch

viele werden sich an mehrere Abmahnfälle zu Beginn diesen Jahres erinnern: einige Blogger kassierten Abmahnungen wegen Verletzung von Bildrechten. Die Bilder gehören zur Seite Marions Kochbuch und der Bildinhaber grast aktiv das Netz nach seinen Bildern ab, die ohne Genehmigung verwendet werden. Diesmal hat es Caschys Blog erwischt, der ein Bild einer Bratwurst auf seinem Blog platziert hatte. Ich bitte die bis dato Abgemahnten sich mit Carsten in Verbindung zu setzen und ihn zu informieren, wie am besten vorzugehen ist.

Liebe Blogger, nochmals die Warnung, keine Bilder von dieser Seite zu verwenden, weil das Urheberrecht eindeutig auf Seiten des Fotografen steht. Und der Fotograf den Rechtsweg unmittelbar beschreitet. Und möchte Euch diese Infos mit auf den Weg geben, lest das unbedingt durch:
1. Photographieren – Die wichtigsten Regeln
2. Weblogs und Recht
3. Kategorie Fotorecht auf dem Law-Blog
4. Was kommt vor der Abmahnung
5. Die Abmahnung – reloaded

An die Betreiber der Seite Marions Kochbuch: auch wenn das Recht auf Eurer Seite steht, Ihr werdet Euch eines Tages wünschen, anders gehandelt zu haben, denn irgendwann überholt jeden sein schlechtes Gewissen. Mich interessiert es wenig, wie Ihr Euch dann fühlen werdet, aber denkt an meine Worte. Liebe Grüße.

Update:Siehe Silkester und die Bratwurst Abmahnung
bratwurst abmahnung

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

114 Kommentare

  • Schade, dass ich das nicht mehr finde.
    Es soll ein Forum geben, dass vom Namen her aber nichts mit Kochbuch zu tu hat, auf dem sich alle Geschädigten versammeln.
    Ich glaube, wenn er im lawblog sucht, wird er der Adresse fündig werden.
    Im Abmahnblog gabs jedenfalls auch schon ein paar Artikel dazu.

    Wünsche ihm ja viel Glück.
    Im übrigen sollen die sogar Bilder abmahnen, die deren eigenen nur ähneln. *idiotisch*

  • […] This work is licensed under a Creative Commons Attribution 2.0 Germany License .Offenbar geht mal wieder die Abmahnwurst, quatsch, die Wurstwelle, der Abwurstwahn eben um, in der Blogosphäre. Einerseits klaut man zwar nun wirklich keine Fotos, zumindest nicht ohne Bildnachweis* – als permanentes „Opfer“ von Bilderklau (zumindest die Fälle von „Deeplinking“ sehe ich in den Logs – wieviel downgeloaded und anderswo verwendet wird, will ich nicht einmal wissen) weiss ich gut zu berichten, dass einen zumindest die kommerzielle und nicht gekennzeichnete Verwendung der eigenen Machwerke gelegentlich gewaltig nerven kann. Andererseits stellt man aber auch keine Photgraphien so profaner Gegenstände wie Bockwürste ins Netz und wundert sich darüber, wenn die anderswo auftauchen – insbesondere nicht, wenn man sich allem Anschein nach keineswegs darüber „wundert“, sondern schon die x-te Abmahnwelle nach dem nicht eben neuen Schema durchzieht. Das stinkt doch sehr nach eiskalt geplanter Abzocke mit stark überteuerten Bildchen und wird BTW seit Jahren schon von einer gewissenen Sorte „Händlern“ bei eBay praktiziert – und wo es stinkt, da mag man nicht recht essen, geschweige denn essen. […]

  • […] Der Weg ist immer wieder der gleiche. Alles fängt mit der Bildsuche bei Google an, z.B. Bratwurt:Wie in dem Screenshot vom 28. April 2007 findet man nicht selten in den vordersten Ergebnissen Bilder von Marions Kochbuch. Wie in dem Screenshot zu sehen ist die Bratwurst an dritter Stelle. Wer nun leichtfertig und ungeachtet des geltenden Rechts diese Bratwurst in eigene Bildwerken oder direkt in seiner Website einbindet und wie es im Juristendeutsch heißt, öffentlich zugänglich macht, also das Bild über die zulässige Privatkopie hinaus nutzt, riskiert eine Abmahnung. Eine Ausnahme bildet das Bildzitat, wie hier im Fall der Bratwurst, bei der die Marionsche Bratwurst ebenfalls öffenltich zugänglich gemacht wird, ohne, dass ich eine Genehmigung einholen muss, da hier ganz offensichtlich ein öffentliches Interesse an der Berichtestattung liegt. Wie real und wie teuer eine solche Abmahnung ist, kann man im Netz nun schon recht häufig nachlesen. So häufig, dass insbesondere im Fall von Marions Kochbuch eine Warnung vor der Abmahnung angebracht erscheint und ausgesprochen wird. Das Problem ist, dass die Warnung nicht an geeigneter Stelle ausgesprochen wird. Ich will mit der Bockwurst einen Anfang machen: Bockwurst 1 und Bockwurst 2 […]

  • @latita
    je mehr dieser Abmahnungen mit ähnlichen Bildern, desto besser, denn die Bildidee ist nicht geschützt. Das heißt bei Fotos kann man alle Bilder nachfotografieren und getrost verwenden und die Kosten für die Abmahnung dürfte bei den Abmahnern kleben bleiben.

  • Naja, hier an das schlechte Gewissen zu appellieren, finde ich etwas naiv. Wer andere aufgrund der Verwendung eines Bockwurst Fotos abmahnt, der lacht sich doch darüber nur ins Fäustchen.

    Das ist ja nichts anderes als kalkuliertes Abzocken, ansonsten wäre doch von der viel einfacheren Möglichkeit, eine kurze email mit Hinweis und Bitte das Bild vom Blog zu nehmen, Gebrauch gemacht worden.

  • […] Dort, am Anfang der Bilder-SERPs, sitzen sie auf der Lauer und warten auf ihre Opfer. Brötchen und Bockwürstchen, geschickt garniert auf Googles Präsentierteller, fortwährend auf der Suche nach jenen leichtsinnigen Zeitgenossen, die noch keine Warnung vor Marions Kochbuch erhalten haben. […]

  • Die Anwälte wollen auch leben. 😉 Deswegen lieber keine Fotos von anderen Seiten einstellen, es sei denn man hat die ausdrückliche Genehmigung.

  • […] Durch den Bits und so-Podcast bin ich vor ein paar Wochen auf die Möglichkeit von Video-Kommentaren in Blogs aufmerksam geworden. Zeec bietet einen sogenannten Embedded Uploader an, der sich mit Hilfe eines Plugins auch in WordPress integrieren lässt. Die Sache hatte bisher nur einen Haken. Gewährt man seinen Besuchern das Hochladen von Bildern und MP3s, so kann man nie sicher sein, dass man sich in Sachen Copyright-Verletzungen nicht eine Abmahnung ins Haus holt (Stichwort: Bratwurst). […]

  • Das heißt bei Fotos kann man alle Bilder nachfotografieren und getrost verwenden und die Kosten für die Abmahnung dürfte bei den Abmahnern kleben bleiben.

    Gilt ein Screenshot eines Fotos auch als nachfotografiert, bzw. eigene Kopie des Bildes, sofern sich dieser dadurch vom Original unterscheidet, dass auch noch ein paar andere Dinge aus dem Foto auf diesem zu sehen sind?

  • Man muß da nicht lange rumgrübeln oder über „Ethik“ nachdenken: *man* hat die Gelegenheit entdeckt und möchte gerne professionell die Abmahnungen für sich finanziell ausschlachten.

    Ich würde hier nicht nur auf die pösen RA abstellen: die sind in dem Fall ja wohl nur „ausführende Organe“.

    Das einzige was man daraus lernen kann, ist höllisch aufzupassen … vllt. ist die Zeit Naivität vorbei 🙁

  • Bratwurst für alle…

    Nachdem ich gerade bei Robert von der Abmahnung Cachys Blogs durch Marions Kochbuch gelesen und mir auch den Beitrag von Silkester zu Gemüte geführt habe dachte ich mir, ich gönne der Community auch mal etwas. Da es in diesem Fall nicht …

  • […] Und schon wieder hat es einen Blogger erwischt. Marions Kochbuch ist ja einigen sicher aus verschiedenen anderen Abmahnungen. Wie Robert berichtet hat es diesmal den Caschys Blog erwischt diesmal kein Brötchen sondern eine Bockwurst. Robert hat in seinem Post aber auch nochmals verschiedene links zusammengetragen, die man unbedingt beachten sollte. […]

  • @André
    Nein. Nachfotografiert heißt eine Bockwurst oder eine Bratwurst auf eine weiße Fläche legen und mit der eigene Kamera ein Lichtbild erstellen. Dabei darf der Winkel in dem die Wurst liegt und die Ähnlichkeit der Würste im Bild vorkommen.

    Der Screenshot ist ein Bildzitat nicht nachfotografiert und Bildzitate sind zulässig, wobei ich nicht ein Bildzitat der Wurst gemacht habe sondern ein Bildzitat des Google-Suchergebnisses bei dem zufällig auch eine Bratwurst des berüchtigten Kochbuchs enthalten war.

    Würde ich eine wissenschaftliche Abhandlung über Bockwurst-forotgrafien schreiben und zur Bildbeschreibung der Marionschen Bockwurst das Bild beistellen, dann wäre auch das ein zulässiges Bildzitat.

  • „Liebe Blogger, nochmals die Warnung, keine Bilder von dieser Seite zu verwenden, weil das Urheberrecht eindeutig auf Seiten des Fotografen steht. “

    Das gilt nicht nur bei dieser Seite sondern bei allen. Wer richtig was davon haben will, der nimmt ein Bild eines Prominenten … Danach wird er die 600 Euro Abmahnung für die Bockwurst sehr preiswert finden.

    Leute, nehmt einfach gar keine fremden Bilder. Die Fotografen haben auf ihre Bilder die gleichen Rechte wie ihr auf eure Texte. Oder darf ich eure Texte in mein Blog einstellen und so tun als wären es meine?

    @Robert: Wenn du öffentlich und rechtswirksam erklärst, dass du niemals jemanden abmahnst oder juristisch verfolgst, der deine Texte übernimmt – wie lange wird es wohl dauern, bis jemand deinen Feed übernimmt und auf seiner Seite einbindet? (Hatten wir das nicht schon?) So wie ich das sehe, ist das einzige, was unsere Texte hier in Deutschland schützt, die Tatsache, dass es Abmahnungen gibt. Auch wenn wir selber nie eine veranlassen würden.

    @caschy: es tut mir leid, dass es dich mit einem so hohen Betrag erwischt hat, aber dass es dich erwischt hat, ist richtig. Du hast ein Bild von jemand anders genommen und das ist genau das gleiche als hättest du bei Robert abgeschrieben, ohne ihn als Urheber zu nennen. Zumindest sehe ich das so.

    @Silke Schümann: selbstverständlich ist das Motiv Bockwurst nicht geschützt, aber darum geht es ja nicht. Es wurde nicht das Motiv kopiert sondern das Bild als Ganzes. Wenn ich einen Text schreibe über ein Thema, über das jemand anders auch schon geschrieben hat, ist das ganz was anderes, als wenn ich seinen Text direkt übernehme. Da nützt es auch nichts, wenn ich ein paar Wörter verändere.

    @latite: Dass auch ähnliche Bilder abgemahnt wurden, habe ich noch nicht gehört, ich halte das für ein Gerücht (nach dem Motto: denen ist ja alles zuzutrauen).

    Ich kann dieser Empörung einfach nicht folgen. Wenn ich in Google eine normale Textsuche mache und dort Seiten finde, komme ich doch nicht auf den Gedanken, die Texte dort einfach zu kopieren und ohne Quellenangabe zu verwenden. Wieso um alles in der Welt soll das bei Bildern erlaubt sein? Sind Bilder völlig wertlos?

  • Ich finde, die sollten doch einfach einen Copyrighttext über Ihre Bilder schreiben und Ruhe ist. Wenn ich in Deutschland mein Auto nicht abschließe, dann bekomme ich 20 Euro Verwarnungsgeld. Also schützt Eure Bilder besser. Das machen andere Werbeagenturen und Fotografen auch.
    Anstatt 1000 Bilder ins Netz zu Stellen um dann gezielt abzumahnen.
    Und 500 Euro für eine 500px großes Bild ist mehr als lächerlich. Ich hoffe dass endlich bald die Gesetzlage geändert wird und es zu 29,- erstmal Abmahnung kommt.

  • na das nenn ich aber eine neue einnahme quelle.
    ich hoffe der kommt damit nicht durch.
    wünsche ihm einen autounfall und einen langen aufenthalt im krankenhaus mit hässlichen dicken schwestern :o)

  • Abmahnungen sind recht häufig Geschmacksfrage Teil 33 oder die leidige Bockwurst…

    Die Abmahnwelle rollt und rollt. Es hat einen Dortmunder in Bremerhaven erwischt, und das wegen einem Bildchen einer Bockwurst.

    Die Betreiber der Webseite Marions Kochbuch beziehen klar Stellung auf Ihrer Webseite: Lieber zuerst den Juristen lossch…

  • @Peter, „grundsätzlich“ hast Du nicht unrecht.

    Allerdings darf man schon seiner Vermutung Ausdruck verleihen, daß hier „Methode“ vorliegt, die wohl weniger den „Rechtsbruch“ anprangern, sondern Geld verdienen will, nach dem Werbeslogan „Abmahnung verleiht Flügel“.

    …ein kurzer Hinweis auf Copyright hätte es bei „Kochbuch“ nämlich auch getan 😉
    Man darf also „böse Absicht“ vermuten … wie gesagt, vllt. müssen sich Blogger darauf einstellen, weniger naiv zu sein

  • Der Ratschlag ist falsch formuliert.

    „Liebe Blogger, nochmals die Warnung, keine Bilder von irgendeiner Seite zu verwenden, die das nicht erlaubt.“

  • @Peter
    Ich spreche keinem Fotografen seine Rechte ab. Ich beantwortete eine Frage.

    Was das Verhalten der Rechteinhaber an dieser Bockwurst anbelangt, so ist es meines Erachtens unangemessen.

    Im Übrigen verweise ich auf Fotografen, die ganz bewußt eine CC-Lizenz verwenden und sich wünschen, dass ihre Bilder verwendet werden. Man sollte diesen Fotografen nicht unter Generalverdacht stellen. Es gibt sehr viele Bilder im Netz, die man verwenden kann.

  • Wenn die wirklich so viele abmahnen dürften die aufgrund „Massenabmahnung“ unter Umständen schon Probleme bekommen (können). (Es gab da, glaube ich, mal ein interessantes Urteil gegen einen Münchner Anwalt – wie hiesst der noch gleich???]) Auf jeden Fall dürfen die in einem solchen Fall nicht jeden die Anwaltskosten einzeln zahlen lassen, da bei dem Anwalt der Aufwand ja auch nur einmal entstanden ist – oder haben die wirklich individuell für jeden einzelnen Abgemanhnten einen individuellen Brief erstellt und nicht nur im Grunde Textbausteine kombiniert?
    Oder: wenn die sowieso eine Rechtsabteilung haben, wäre es überhaupt nicht notwendig gewesen einen externen Anwalt zu beauftragen. Die Kosten für die eigene Rechtsabteilung dürfen in einem solchen Fall, ich sage das jetzt aber mit aller Vorsicht, nicht auf die bearbeiteten Fälle umgelegt werden.

    Ansonsten wäre zu prüfen, ob sie durch sofortiges Einschalten eines Anwalts, das haben sie doch getan, oder?, nicht ihre Pflicht verletzt haben die Kosten für ihren Gegner nach Möglichkeit gering zu halten. Argument in etwa: „ein einfacher Brief (ohne Anwalt) hätte es ja auch getan und ich wäre bereit gewesen zu… Ein Anwalt wäre nur notwendig geworden wenn ich nicht…“

    Also: auf jeden Fall überlegen ob ihr nicht die Gegnerischen Anwaltskosten im Grunde nach bestreitet/ablehnt.

    Wenn einer die Bilder auf 80*80 Pixel runtergerechnet hat, ist dann die geistige Leistung, so sie *jemals* bestanden hat, noch erkennbar?
    (Prüfen ob nicht die Klassifizierung als Zitat in Frage kommt.)

    Ein Wurst zu kochen, sie auf einen Teller und diesen auf einen weissen Hintergrund zu legen und bei richtiger Belichtung die Kamera im Augenblick des Auslösens ungefähr in die richtige Richtung zu halten, ist vielleicht eine technische Leistung, aber wohl keine geistige Leistung.
    Die Wurst zu kochen, sie auf den Teller zu klegen, diesen auf den Hintergrund zu stellen, die Belichtung richtig einzustellen, die Kamera auf das Objekt auszurichten und den Auslöser zu drücken ist sicher eine techniche Leistung, wie gross auch immer, aber eine geistige Leistung kann ich da nicht erkennen, die Arbetsschritte sind vom gewünschten Ergebnis, Bild einer Wurst, vorgegeben und lassen eigentlich keinen Spielraum der eine erkennbare *geistige* Leistung erkennbar macht. Falls dennoch eine geistige Leistung behauptet wird, müsste die dann ja wohl der Fotograf glaubhaft machen, Das die Leute von der Kochbuch-Seite Geld für das Foto bezahlt haben, macht jedenfalls auch keine geistige Leistung aus.
    Fehlt aber die erkennbare gesitige Leistung, greift ja wohl auch das Urheberrecht nicht.
    Weiss da jemand bescheid wie gross die geistige Leistung sein muss?
    Hat der Fotograf ggf. das Bild eines Kollegen nachgestellt und dessen geistige Leistung, mal unterstellt es gäbe sie, kopiert, statt eine eigene geistige Leistung zu erbringen.
    Die Idee, die Wurst von links nach rechts statt von vorne nach hinten liegend zu fotografieren, ist jedenfalls nicht urheberrechtlich schützbar.

  • @Frank
    Bei Lichtbildern ist eine Schöpfungshöhe nicht erforderlich. Einmal vom Zitat, das nur in sehr eingeschränktem Maß anerkannt wird, ist die Nutzung von Fotos bei denen wie im Fall Bockwurst keine Persönlichkeitsrechte im Spiel sind, nur Möglich wenn der Fotograf Nutzungsrechte einräumt. Eine Abmahnung ist in diesem Fall eine klare Sache.

    Die Anwaltskosten wird man – nach dem, was ich über Abmahnungen gelesen habe – abwehren können. Wer gern aus Prinzip streitet und dafür die Anwaltskosten gern in Kauf nimmt, kann auch den Streitwert anzweifeln, das ist aber dann auch schon alles.

    Den Spaß an der Abmahnung kann man dem Paar verderben, wenn man ganz bewußt sehr ähnliche Bilder ins Netz stellt, denn wie bereits hier in den Kommentaren erwähnt, kann die Bildidee bei Lichtbildern nicht geschützt werden und Abmahnungen laufen ins Leere. Es wäre so möglich einen lebbaren Kompromiss für alle Seiten auszuhandeln, so dass für die in allen Fällen eher banalen Bildern nicht gleich rund 700 Euro anfallen.

  • Ganz abgesehen von jeglicher moralischer Kritik muss ich doch einfach mal eins sagen: es ist naiv und dämlich, sich einfach Bilder aus der Google-Bildersuche zusammenzuklauen und für eigene Zwecke zu verwenden.
    Daher finde ich diesen Aufschrei in der Blogger-Welt auch nicht viel mehr als lächerlich, aber viele Menschen haben eben immernoch nicht verstanden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist.

  • Es ist eher „naiv und dämlich“ Kommentare wie den vorherigen zu verfassen, ohne die genaueren Umstände der aktuellen Abmahnungen zu berücksichtigen. 😉

    Fakt ist, dass hier Sachen aus dem Jahr 2005(!!!) mit einer grotesken Summe abgemahnt werden von jemandem, der es nachweislich selbst nicht so genau mit den Urheberrechten anderer genommen hat.

    Fakt ist, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.

    Niemand will aus dem Internet einen rechtsfreien Raum machen.
    Aber man sollte auch nicht zulassen, dass in diesem „Raum“ Sachen wie Anstand, Moral, Menschlichkeit, etc. getilgt werden.

  • @silke: du hast Recht, damit könnte man den Abmahnern in die Suppe spucken. Aber warum passiert das nicht? Wenn ich bei Google nach Bockwurst suche, stelle ich fest, dass das besagte Bild nicht nur an Position 2 auftaucht, sondern auch unter den ersten 5 bis 6 Seiten in meinen Augen das schönste ist. Es ist technisch sauber und gut gemacht: gut ausgeleuchtet, appetitlich und perfekt freigestellt. Scheinbar ist es doch nicht so leicht, so ein banales Foto zu machen.

    @alle: ich glaube ihr unterschätzt den Aufwand für solche Fotos. Es gibt nicht viele Hobbyfotografen, die ein vergleichbares Foto überhaupt erstellen können – ganz zu schweigen davon, es mal nebenbei zu machen. Nach meiner Schätzung kostet ein vergleichbares Foto bei einem prof. Fotografen rund 150 – 200 Euro.

    @MacTV: wenn die erste Abmahnung so billig wird (29,00 Euro), dann habe ich eine neue Geschäftsidee: ich knall meine Seite voll mit Promi-Bildern und warte einfach auf die erste Abmahnung. Wenn sie eintrudelt, nehme ich das entsprechende Bild raus und ersetze es durch ein anderes und warte wieder. Die nächste Abmahnung kommt von jemand anderem und ist deshalb wieder die erste – bezogen auf dieses Bild nämlich. Woher soll der Abmahner auch wissen, dass ich für andere Bilder schon mal abgemahnt wurde? Billiger komme ich nicht an gute Bilder.

    Was nicht heisst, dass ich fast 700 Euro in dem Fall nicht auch für überzogen halte, diesbezüglich gehe ich mit Silke konform. Den Wert des Bildes halte ich aber für angemessen.

    ich würde in diesem Fall so vorgehen: den Betreffenden anschreiben und für das Bild ein Nutzungshonorar verlangen in Höhe des reellen Wertes. Zahlt er, ist es gut, dann kann er es auf seiner Seite lassen, zahlt er nicht, dann die Keule rausholen.

    @JohnDoe: Das Argument, dass es sich um ein altes Bild handelt kann nach hinten losgehen: wenn es seit 2005 auf der Seite steht, wurde es folglich seit 2 Jahren genutzt. Damit sind mind. für diese 2 Jahre Nutzungshonorare fällig. Solche Argumente kommen vor Gericht anders als man denkt …

  • Und wie siehts mit nen Copyrighttext auf den Bildern aus?
    Ich meine, ich lasse meine Wohnungstür auch nicht auf, weil ich denke, mir wird schon keiner was klauen.

    Des Weiteren hätte das Kochbuch seine Bilder ja auch vor dem Googlebot aussperren können. Heute kann jedes Kind, seine Bilder, via .htaccess bzw. Robot.txt Datei schützen und wenn man die Robot.txt richtig einsetzt dann kommt keine Bot da rein und die Bilder wären nicht bei google zu finden. Aber das wollte man wohl nicht…

    Ist aber auch egal, die Leute wissen, dass Sie bei Bildern (ala Kochbuch / oder Heidi K.) abmahngefährdet sind und wenn nicht, dann wissen sie es seit diesem Jahr.

  • Die Einschläge kommen näher…

    Die Abmahnerei geht weiter. Die Fälle werden immer absurder. Die Einschläge kommen näher (ich kann die Detonationen hören, sind ja nur 500 Meter).
    Schon ekelhaft, womit manche Leute ihren Lebensunterhalt bestreiten. Vor Abmahnungen …

  • MacTV: Gucks Dir bei Ebay an – wie sehen Bilder mit Copyrighthinweis aus? In der Regel grässlich. Nichts, womit man seine Seite verzieren möchte – besonders kein professionelles Foto.

    Solche Leute gehören wohl zu dem Lernprozess dazu. Heute gibt es so viele Bilder, die unter einer CC-Lizenz stehen, die man relativ einfach verwenden kann. Doch selbst diese einfachen Regeln werden bisher von den wenigsten Leuten beachtet: CC-Bilder werden sehr oft ohne Autoren-Nennung oder verlinkte Lizenz verwendet.

    Statt sich nur auf den Abmahn-Bösewicht zu stürzen sollte man das Kapitel nutzen, um ein paar Grundlagen des Urheberrecht in unseren Alltag zu übernehmen.

  • Manueller Trackback

    „Wer in das Foto jetzt allerdings Raffzähne, verkniffene Mundwinkel, ein scharfes Mundwerk oder womöglich Raubtier-Ohren hinein interpretiert liegt völlig falsch. Dies ist eine rein manipulative Bildbeschreibung :-)“

  • @John Doe: Natürlich wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Natürlich hätte man erst freundliche E-Mails verfassen können. Natürlich hätte man auch jedem anderen das Köpfchen streicheln können und sagen können: „Dududu, das macht man nicht!“.

    Bei dieser Diskussion geht aber völlig unter, dass die entsprechenden Blogger ein Bild ohne Erlaubnis genutzt haben.
    Ich war selbst jahrelang Blogger und habe miterleben dürfen, wie meine Fotografien sich plötzlich ohne Quellenangabe in zig Blogs wiederfanden, teilweise auch noch mit Hinweisen wie „das habe ich gestern fotografiert“.
    In den letzten Jahren haben sich viel zu viele an den Gedanken gewöhnt, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist. Insofern amüsiert mich auch der Aufschrei in der Bloggerwelt leicht, denn

  • Interessant ist http://abmahnung.blogger.de/stories/772051/
    Wenn das stimmt, was da steht, dann geht es da anscheinend hauptsächlich darum, damit Geld zu verdienen und nicht mehr um den Schutz des Urheberrechts.

    Ich persönlich finde das Hauptproblem bei dem System Abmahnung, dass der Abmahnende den Streitwert und damit letztendlich auch die zu zahlenden Kosten willkürlich gestalten kann.

    Natürlich kann der abgemahnte das bezweifeln und sich gegen die Kosten in dieser Höhe wären, hat dann aber auch erstmal deswegen Kosten.

    Daher bin ich persönlich der Ansicht, dass eine Abmahnung – zumindest wenn es eine private Person betrifft – gedeckelt ist auf einen relativ geringen Betrag (bsp. 50€). Darüber hinausgehenden Schaden/Kosten muss der Abmahnende vernünftig belegen können. (Was natürlich auch schwammig ist)

  • […] Wie Robert Basic kann ich vor der Nutzung fremder Bilder – vor allem von Marions Kochbuch – nur abraten, da die (ungenehmigte) Nutzung eine Verletzung des Urheberrechts darstellt und die Anwälte von Marions Kochbuch mit gefletschten Zähnen über jedes Bild wachen. […]

  • Natürlich geht es darum Geld zu verdienen. Aber ist es tatsächlich möglich, das von vorneherein zu kalkulieren? Oder hat da jemand eine Webseite aufgesetzt und sich schlicht über die geärgert, die seine Fotos klauten?

  • > schlicht über die geärgert, die seine Fotos klauten?

    Das würde ich mal netterweise so unterstellen wollen. Den ‚Erfolg‘ bei Google Images kann man nicht so einfach planen (bzw. es ist mit sehr viel Arbeit verbunden).

    Menschlich ist die Reaktion des Urhebers — natürlich unter aller Sau. Meine Bilder wurden auch schon x-fach verwendet und je nach Tageslaune habe ich gemosert oder eine Erlaubnis per Kommentar erteilt. Jetzt stehen meine Bilder (nur bei Flickr!) unter eingeschränkter CC Lizenz. Einfacher geht es nun wirklich nicht.

    Aber es sollen sich doch bitte keine Blogger über eine Abmahnung beschweren und die Solidarität vom gesamten Bloggersdorf einfordern, die Bilder stehlen, veröffentlichen und nicht einmal einen Quellenhinweis, geschweige denn einen Backlink, von ihrem ober-wertvollen eigenen Inhalt zu der Quelle setzen. Man könnte deswegen ja fast schon von eingestandenem Schuldbewusstsein sprechen.

    Das Verhältnis ist nicht gewahrt, aber es wurde auch eine rechtlich sehr prekäre Vorleistung öffentlich gestellt.

  • […] Der neuste, mir bekannte Fall ist eine Abmahnung gegen die Kochwerkstatt von Karsten Kuhnen. Er selbst hatte nach der ersten Abmahnwelle von Folkert Knieper und dessen Anwalt sein Blog nach Bildern durchsucht, die von “Marions Kochbuch” stammen, um sie zu löschen. Einen Beitrag hat er übersehen, was ihn nun knapp €700,00 kosten soll. Einen Tag zuvor wurde auf Caschys Blog von Carsten Knobloch berichtet, dass auch er abgemahnt wurde. Silkester hat dies zum Anlass genommen, ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten und verweist u.a. auf das Basic Thinking Blog, wo u.a. ebenfalls über Cascheys Blog berichtet wird und ein paar Links rund um das Thema Urheberrecht gesammelt wurden. René Walter vom Nerdcore-Blog findet es “ätzend” und bringt seinen Unmut erneut zum Ausdruck. Zappelfillip hat schon am Donnerstag über eine Abmahnung gegen sich berichtet, er hat aber nichts genaueres dazu erwähnt. […]

  • @ MacTV: Wenn ich ein Bild knipse oder einen Text verfasse, ist es bzw. der automatisch geschützt durch das Urheberrecht. Da muss ich nicht extra meine Copyright-Angaben drunterschreiben. Wenn ich das tue, ist das reine Höflichkeit. Die Urheber nunmehr als Deppen hinzustellen, die halt besser die Wohnungstür absperren sollen wenn sie nicht beklaut werden wollen, bedeutet adding insult to injury – man soll sich quasi noch dafür entschuldigen, daß man beklaut wurde.
    Daß diese Praxis der Schuldumkehrung bei Versicherungen gang und gebe ist, ist schlimm genug. Aber ich finde nicht, daß man diese zynische Sicht auf die Welt klaglos übernehmen sollte. Sonst muss man sich nicht wundern, wenn im Umkehrschluß solche Kracher passieren wie hier, wo genau diese Denke propagiert wird.

    Wenn ich ein ergoogeltes Bild nutzen möchte weil es mir so gut gefällt, dann kann ich doch mal beim Betreiber der Seite höflich anfragen ob er der Urheber ist und ich das Bild benutzen darf. Meist ist das ja dank Kontaktformular oder Impressumsangaben problemlos möglich. Wer es nicht einmal schafft diese elementare Höflichkeit einer Anfrage per Mail an den Tag zu legen, der sollte anschliessend nicht rumheulen, daß der Beklaute ebenfalls auf den zivilisierten Weg des sich-friedlich-per-mail- auseinandersetzens verzichtet und direkt den Weg der Abmahnung beschreitet. Wobei dies ja auch nur ein Warnschuß ist – er kann auch direkt den Klageweg beschreiten.

    Und nein, ich bin weder verwandt noch verschwägert mit irgend jemandem in diesem betreffenden Fall, und ich habe persönlich auch wenig mehr als Verachtung für das (anscheinend systematische) Vorgehen der Betreiber der beklauten Seite übrig.

  • Ich möchte eins klarstellen: Ich habe niemanden als Deppen bezeichnet. Hier geht es nicht um eine abgeschlossende Tür, sondern um eine Tür die mehr als Speerweit auf ist. Ich frage mich nur, warum jemand seine so „hochwertigen“ Bilder, die angeblich ja bis zu 200,- pro Stück kosten sollen, vor dem google.bot nicht schützt, um diese dann nicht bei den Inmages von google dazustellen.

    Klar hat Caschy Pech gehabt und ganz klar, da hat Caschy geschlafen und wir wissen alle (die Blogger und more) dass man fremde Bilder nie und nimmer in sein Blog (und gerade in ein Blog) veröffentlichen darf. Er hätte seine Upload halt mal kontrollieren sollen. Aber dennoch, warum schütz jemand seine Bilder nicht (mittels robot.txt)?

    Nebenbei: Des Weiternen finde ich es schon sehr intersant, wieviel Leute von hier auf mein Blog springen um ggf. zu gucken was ich geschrieben habe. Nur leider werden Sie nichts Negatives finden.

  • MacTV: Nein, das ist der falsche Ansatz. Die Frage ist, ob man für eine private Nutzung mehrere Hundert Euro kassiert. Wenn wir Bilder vor Google verstecken müssen, läuft etwas falsch.

  • Wenn wir mal die naheliegende Theorie, nämlich daß es sich bei der beklauten Seite um ein perfides und hauptsächlich zu Abzockzwecken aufgebautes dunkles Imperium handeln könnte, außen vor lassen, dann gibt es auch durchaus auch einen harmlosen Grund dafür, daß Bilder über Google gefunden werden sollen: Gerade beim Essen sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Wer ein schönes Rezept sucht, kriegt wohl eher Appetit wenn er ein gutes Foto findet als nur einen drögen Rezepttext. Und da es sich um eine kommerzielle Seite handelt, haben sie natürlich Interesse an möglichst vielen Usern, denen der Sabber bei foodporn Bildern das Kinn runterläuft. 😀

    So, genug advocatus diaboli gespielt, jetzt wird gegrillt!

  • Die ganzen Vergleiche mit den offenen Tueren und er sollte doch gefaelligst den Googlebot usw aussperren hinken ganz gewaltig.

    Das Gegenstueck zum Googlebot bzw zur Google Bildersuche waehren naemlich Telefonbuecher, Addressverzeichnisse und aehnliches. Ich glaube nicht dass sich jemand aus dem Telefonbuch austragen laesst damit die Einbrecher ihn nicht finden koennen.

    Mal davon abgesehen, warum sollte er sich da austragen? Bei allem Verstaendnis fuer die Aufregung ueber die arg ueberteuerten Abmahnungen kann ich die Forderung dass er sich doch gefaelligst bei Google austragen lassen soll nicht verstehen. Kiki hat es ja schon erwaehnt, auch (oder vielleicht gerade) ueber die Bildersuche lassen sich Besucher auf die Seite locken. Und das soll er nicht tun duerfen?

    Soll sich jetzt jeder Juwelier aus den gelben Seiten loeschen lassen weil ihn ja sonst die Juwelendiebe finden koennten?

  • Das Kochbuch im Spiegel…

    Nachdem Anfang des Jahres schon das Kochbuch für Furore sorgte weil deren Besitzer reihenweise Blogs abgemahnt haben weil sie unerlaubt Bilder des Blogs verwendet haben, geht die Sache um geklaute Bötchen, Würstchen und irgendwelchen Braten nun in d…

  • eigendlich sollte man gerade die bilder nachfotografieren, allein um denen das „geschäft“ zu ruinieren. die urheber spielen absichtlich das opfer und machen wohl das meiste geschäft mit den abmahnungen. natürlich ist es nicht in ordnung einfach so bilder zu nehmen ohne zu fragen, aber man könnte das auch auf dem zivielen weg lösen. davon abgesehen das ich es wesentlich schlimmer finde kunstfotos zu kopieren als solche sachfotos die auch noch nichtmal wirklich gut sind.

  • Vermutlich benutzt der Abmahner eine spezielle Software, die automatisch aus Bilddatenbanken wie Google nach seinen Bildern sucht, denen vorher eine Art Wasserzeichen in den Code automatisiert durch die SW hinzugefügt wurde.
    Der Rest wird dann manuell aus den Bildern rausgesucht.
    Automatisiert könnte der Anwalt auch seine Serienabmahnungen schreiben und dann wird aus den Einnahmen brüderlich geteilt.
    Durch eine Gesetzeslücke kann also das Internet nach potentiellen Opfern automatisch abgegrast werden.
    So funktioniert das Spiel ähnlich wie im Lotto: Damit einer Millionär werden kann, müssen viele dafür zahlen.

  • […] Was von außen wie eine nette, kleine Seite mit netten, kleinen Rezepten aussieht und dies auch im Namen vor sich her trägt wie ein Jungferkleid, ist in Wirklichkeit eine Abmahnmaschine. In regelmäßigen Wellen lässt Marions Gatte von Anwälten das Web nach Bildern durchforsten, die von ihm stammen und auf Marions-Kochseite veröffentlicht wurden. Egal, ob Brötchen oder Bockwurst, egal ob 220 mal 165 Bildpunkte oder bloß 80 mal 80 – es kostet den Erwischten rund 600 Euro an Abmahngebühren. Natürlich schäumt Kleinbloggersdorf vor Wut, aber die Justizexperten der Szene geben zu bedenken, dass es ja tatsächlich unter Content-Klau zu fassen ist, wenn jemand ohne Genehmigung ein Foto aus Marion’s Kochbuch runterlädt und auf der eigenen Seite verwendet – egal, ob mit oder ohne Quellenangabe. Das sehe ich übrigens auch so, zumal Marions Mann, der Folkert, diese Fotos ja beruflich herstellt, also zum Zwecke des Geldverdienens. Die Diskussion darum, ob es grundsätzlich bäh-baä ist, auf dem Urheberrecht zu bestehen, ist also sinnlos, wenn nicht sogar im Sinne von Blogger-Content kontraproduktiv. Ob es Marions Männe zumutbar wäre, jeden Blogger, der “versehentlich” ein geklautes Bild veröffentlicht hat, per Mail darauf hinzuweisen und um Entfernung zu bitten – wie es ja in Blogger-Kreisen gern als angemessenes Verhalten vorgeschlagen wird -, ist zubezweifeln, denn sammerma alle drei Monate mit zehn, zwanzig Nasen zu korrespondieren, ist ja auch nicht wirklich spannend und produktiv. […]

  • Geld verdienen im Internet…

    war bisher in Deutschland recht schwierig. Doch wie ich bei Jens, Robert, Silkester und einigen Anderen gelesen habe, haben die Betreiber einer Kochbuchseite einen Weg gefunden richtig Geld mit der Unerfahrenheit mancher Blogger und Homepagebetreiber z…

  • Hatte vor knapp einem Jahr auch das Vergnügen wegen einem Bild von der besagten Seite 🙁

    Habe dann umgehend mit dem gegnerischen Anwalt telefoniert und konnte die Kosten für das Bild um die Hälfte damit reduzieren. Aber um die anderen Kosten bin ich nicht rumgekommen. Einfach nur „dumm gelaufen“.

    Ein Tipp: Erstgespräch mit einem Fachanwalt suchen und die UE (Unterlassungserklärung) evtl. abändern. Meistens kommt man aber nicht um die Zahlung herum 🙁
    Bei einem Rechtsstreit ist evtl. mit höheren Kosten zu rechnen, außer man hat eine gewerbliche Rechtschutzversicherung.

  • Der gute Herr XXXXX, der mit Abmahnungen wild um sich schmeißt, reitet meiner bescheidenen Meinung nach auf einer sehr gefährlichen Welle die ihn irgendwann mal überholen wird.

  • Zur Verhinderung von Autdiebstählen ist das Abschließen des Fahrzeugs obligatorisch.
    Um sich vor Bilderklau zu schützen sind nur ein paar schnell geschriebene Zeilen in die .htaccess- und robots.txt-Dateien zu schreiben.
    Wer das nicht tut, aber stattdessen Abmahnabzocke betreibt, ist ein widerliches Charakterschwein.

  • […] Vielleicht sieht jetzt der ein oder andere, weshalb eine Seite wie RipperHunting durchaus ihre Daseinsberechtigung haben wird und weswegen auch einem Gemütsmenschen wie mir, irgendwann einmal der Kragen platzt. Wäre ich ein Linker Finger, so könnte ich, wie eine ganz bestimmte “Kochbuch-Seite”, durchaus ein nicht zu verachtendes Zubrot durch Abmahnungen verdienen … bin ich aber nunmal nicht […]

  • […] Es geht hier um den Joachim Nikolaus Steinhöfel, dessen grösster Stolz nicht nur darin besteht, der bekannteste Abmahn-Anwalt Deutschlands zu sein, sondern vor allem darin als Kotzvorlage in den mit Abstand vulgaersten Werbefilmchen der deutschen Fernsehgeschichte mitgewuergt zu haben, und aus diesem Grund jede dieser Mediamarkt-Missgeburten in denen er als "Charakterdarsteller" vorkommt, minutioes auf seiner Webseite aufgelistet hat. […]

  • Wieso kriegt der einen nofollow freien Backlink von Heise, als Dank für die Abmahnungen? Oh Mann, gut dann müssen seos wohl auch abmahnen gehen 🙂

  • Irgendwo habe ich gelesen, dass sich der Betreiber von diesem Kochbuch über die Berichterstattung im Internet freut, da (zumindest anfangs) in kritischen Artikeln oft (follow) Links auf diese Seite gesetzt wurden. So haben Kritiker, die keine Ahnung von SEO hatten tatkräftig mitgeholfen, die kritisierte Seite zu stärken.

    Schön, dass sich dies inzwischen etwas geändert hat. Jeder, der irgendwann mal einen kritischen Post über das Thema geschrieben hat, sollte sich fragen, ob er/sie nicht evtl. auch einen Link im Post gesetzt hat.
    Ich würde so einen Link schleunigst entfernen. Wenn ein Link entfernt wird, kann das negative Auswirkungen aufs Ranking bei Google haben, so wie ein gesetzter Link das Ranking positiv beeinflussen kann.
    Wer will schon eine Seite unterstützen, die man heftig kritisiert.

  • Muss mich jetzt mal einmischen. Und zwar war ich bislang immer der Meinung das jeder das sín seine Blogrolle reinpacken darf was er/sie will. So wird das ja offensichtlich auch auf der Seite die Eli da gefunden hat auch gemacht.
    Ich finde es dann aber seltsam das man sich wie kleine Kinder hinstellt und laut rumschreit „Guck mal der macht d….“. Ich finde das was die Leute hinter Marions Kochbuch gemacht haben nicht pricklend. Aber letzten Endes gibts dort gute Rezepte und warum soll man den Menschen nicht zeigen das man diese gut findet?

  • Dann werde ich wohl auch noch etwas dazu sagen und zwar das es mir den Eindruck macht wie wenn Eli versucht über etwas zu richten was sie nicht’s angeht. Tut mir leid Eli aber so ist das. Ich wusste von diesem ganzen Abmahnungsgelaber um Marions Kochbuch (auch wenn Du zu scheinen glaubst das wir zu blöd sind um dies zu wissen) und mir ist es egal. Denn ich finde die Seite gut und stehe dazu und werde einen Teufel tun und den link entfernen. Das wollte ich mal zu diesem kindischen Geschreibe sagen.

  • Abgemahnte werden gesucht…

    Nicht nur Plusminus (siehe René) berichtet über Abgemahnte die ihre Seiten mit Bildern diverser Lebensmittel schmückten, die sie aus einem Kochbuch aus dem Internet haben. Heute erreichte mich eine Email einer TV Produktionsfirma, die ei…

  • hallo @df
    danke für den link – da muss man doch tätig werden. ich wurde zwar noch nicht abgemahnt, weil ich meine bilder für meine
    seite
    selber mache, doch habe ich eine bericht im fernsehen angeschaut, da ging mir die hutschnur hoch.
    abzocke sonst nichts. der knieper soll doch seine bilder kennzeichnen, warum macht er das nicht?

  • Lena, normalerweise würde ich das als Spamversuch werten, für Deine Seite so unauffällig auffällig zu werben. Ich lass es mal stehen und setze im Link ein rel=nofollow ein.

  • Liebe Betroffene, ein Frage!!! Ist es v e r b o t e n ?, Marions Kochbuch auf die hintersten Google Seiten zu verweisen, in der Art und Weise, daß jeder Betroffene, den Text auf seiner eigenen Webseite, in dem er über www,Marions-Kochbuch,de warnt, mit einer anderen betroffenen Seite zu verlinkt?
    Darf ich auf meiner Seite „www(Komma)Marions-Kochbuch(Komma)de“ schreiben und warnen oder ist dies auch schon abmahnfähig?!

    Falls es n i c h t verboten ist, so sollte Google nach erfolgter Verlinkung durch die Betroffenen, die Art und Weise der Verlinkung, die Menge der Verlinkungen (Linkpopularty) damit honorieren, die MK-Seite, zumindest, was diesen Suchbegriff angeht, auf die hintersten Suchplazierungen zu verweisen. Also dorthin, wo sie hingehört, sozusagen an den AvonGoogle.
    Was denkt ihr?

    PS
    … Und ‚wider‘ einmal hat der RA Giese aus Hamburg mit seinem Mandanten Dipl.-Ing. Volker Knieper (hört sich schon so kniepig an) zugeschlagen…

    Unterlassungsanzeige gegen xxxx xxxx / Giese Rechtsanwälte
    Rechtsanwalt Giese aus Hamburg weist darauf hin, daß sein Mandant ‚Herr‘ Dipl.-Ing. Volker Knieper ….
    kurzum, dieses Dou will schon ‚wider‘ 1500 Euro einheimsen!!

  • Daran, dass beide den gleichen Namen haben merkt man doch schon, dass niemand anders mit denen was zu tun haben will?;)
    Ich denke dass Maß ist voll und jemand sollte mal es so aufrollen, dass den Kniepers vorsätzliches Handeln nachgewiesen wird, zum einzigen Zweck der Abmahnungen und ggf. Sammelklage? 😉

    Weiterhin reicht eigntl. (DMCA copyright act) allein das Foto in einem Forum o.ä. noch nicht, wenn auf die Aufforderung es zu löschen eingegangen wird, und es ohne Schadensabsicht und nicht kommerziell hochgeladen wurde bzw. nur durch einen Nutzer hochgeladen wurde, nicht durch den Websitebesitzer, erst bei Unterlassung hat der Rechteinhaber ggf. gute Chancen bei einer Klage.

    Auch die Verhältnismäßigkeit zwischen potentiellem Schaden und geforderter Zahlung ist sicher nicht gegeben, die Preise der Fotos erscheinen unverhältnismäßig und sollten wohl eher an zeitgemäßen Marktführern für den Einkauf ähnlicher Bilder gemessen werden, wie Istockphoto oder Fotolia (meistbesuchte website nummer 75 in deutschland) bei denen man ausreichend Tomaten etc. in Auflösung für Websites, von allen Blickwinkeln um 1€ das stück kaufen kann…..

  • Ich werde in Zukunft die Seite „Marions Kochbuch“ meiden!!! Ich kann mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige bin.
    Fand die Seite immer gut und hilfreich. Aber sooo….. Bin ich sehr enttäuscht.
    Es gibt andere, sehr gute Rezeptseiten (auch ohne den Zusatz: Wie oben auf dem Bild zu sehen).

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