Shoppero und Datenschutz: Update

Robert Basic

Nico äußert sich auf dem Shoppero-Blog zu dem Passus in den Datenschutzbestimmungen (Weitergabe der Personen/Maildaten zu Martkforschungs/Werbezwecken) wie folgt:
Selbstverständlich geht es bei Shoppero überhaupt nicht darum, dass wir die Userdaten an Dritte verkaufen. Diesen Passus streichen wir am Montag aus den Datenschutzbestimmungen, denn er ist für uns absolut unwichtig. Warum er drin stand? Wir waren jung und brauchten schnell Datenschutzbestimmungen. Diese waren generisch gehalten und weitreichend.
sehr gut, abgehakt!

Zum Einnahmemodell:
Es geht um die faire Beteiligung der User an den von Ihnen erstellten Inhalten. Es geht nicht um die Beteiligung an einem Affiliate-Programm, sondern um die gesamten Werbe-Erlöse, die auf der Plattform Shoppero entstehen. Affliate, TKP, CPC, alles wird in einen großen Topf geworfen, dann nach PageImpressions der User aufgeteilt und dann über den Schlüssel 20% / 60% verteilt. Dabei bekommt der User 20% aller Werbe-Einnahmen, die bei seinem Traffic-Anteil auf den selbst verfassten Produktseiten entsteht und 60% der anteiligen Werbe-Einnahmen aus den durch Verlinkung entstehenden Seitenaufrufen. Ein kleines Beispiel, um dies zu verdeutlichen: An einem Tag entstehen auf der Plattform Shoppero insg. 10.000 EUR Werbe-Einnahmen. User X hat mit seinen Inhalten einen Anteil von 0,05% an dem gesamten Traffickuchen, also quasi 5 EUR. Von diesen 5 EUR erhält der User 20%, also 1 EUR.
Es handelt sich dabei um ein gesamtheitliches Einnahmemodell, wobei zB Blogs mit hohen Trafficdurchsatzraten naürlich mehr von den Gesamteinnahmen bekommen, als Blogs mit kleineren Durchsatzraten. Nein, ich rede nicht von Blogs mit hohem Traffic. Das kann helfen, muss aber nicht.

Was aber auch klar ist: je mehr externe Webseiten auf Shoppero verlinken, desto kleiner wird damit der zu verteilende Kuchen, also die durchschnittliche Provision fällt tendentiell. Es ist was anderes, wenn ich die Gesamteinnahme zwischen zwei Webmastern als unter 1000 Webmastern aufteilen muss. Logo. Die spannende Frage: wird Shoppero die Gesamteinnahmen so steigern können, dass die durchschnittliche Provision bei steigenden Zahl verlinkender Webseiten steigt oder zumindestens nicht fällt in the long run?

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User generated Content und Beteiligung am Gesamterfolg:
Ein interessantes Modell, das so noch niemand in Angriff genommen hat meines Wissens. Ich bin gespannt, wie das der Web-Markt aufnehmen wird. Imho muss dieser Aspekt viel stärker hervorgehoben werden als bisher.

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Ein weiterer, interessanter Gedanke ist das Abschwächen von reißerisch geschriebenen Hurra-Bewertungen, indem man daran die finanzielle Erfolgsbeteiligung (User werden an eigens geschriebenen Bewertungen beteiligt, nicht nur an externen Links also) dämpft: Der einzelne User wird nie erfahren, ob sein Artikel zum Abverkauf von 23 Plasmafernsehern oder nur zu einem Click auf ein Werbemittel geführt hat. Das mag jetzt wenig transparent klingen, und das ist es auch, aber das ist in diesem Fall wirklich positiv zu sehen, denn die Versuchung, durch reisserische Artikel mehr Geld zu kassieren, wird von diesem Setup gebremst werden. Schliesslich wollen wir keine Produktbeschreibungen, in denen nur das allertollste steht, damit das Produkt gekauft wird, damit der User von den Einnahmen aus einem Affiliate-System profitiert, sondern eine ehrliche Meinung.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.