YouMix: a project not so famos

Robert Basic

YouMix ist von MySpace inspiriert und fokussiert sich darauf, Musiker mit Fans zusammenzubringen. Zunächst einmal ein prima Gedanke, sowas auch in D zu versuchen. Die Jungs sind seit einigen Wochen am Start und ich habe keinen blassen Schimmer, wie sich die Userzahlen entwickekn. Bei der Anmeldung – eine Besonderheit – muss man angeben, ob man User („Supporter“ !!), Musiker oder ein „Ort/Event“ ist. Was mir zu Beginn überhaupt nicht gefällt: man muss Vornamen und Nachnamen zwingend eingeben. Es wird auch nicht direkt erklärt, wozu das gut sein soll und ob man meine Daten für Serienbriefe benötigt. Sonst gefällt die Aufmachung, recht schick, nicht zu knallig, nicht zu kalt. Die Grundfunktionen sind Schema-F für ein Social Network: Freunde einladen, Profil, Private Messaging, nach Freunden/Artists und Events suchen.

youmix

Was aber meiner Meinung nach völlig daneben ist? Man lässt mich als User völlig im Regen stehen. Sprich: lauter Profile im Netzwerk, aber ich sehe (fast) keine. Muss mir per Suche gezielt oder noch doofer ungezielt irgendwelche Anknüpfungspunkte aussuchen. Bei den Userprofilen kann man das noch vertreten, ist das ja kein Muss, dass Profile von Usern offen rumliegen. Schmälert auch den potentiellen Erfolg nicht, siehe Friendster, LinkedIn, StudiVZ etcpp. Doch bei den Artists ist das fatal.

Es gibt so gut wie keine Eintauchpunkte, um zwischen den Artist-Profilen zu surfen. Nur die Suche und hin und wieder einen verschämten Bereich, wo mal Musiker aufploppen. Irgendeine Tagcloud, irgendeine Musikkategorie, irgendwas außerhalb der Suche, nicht mal ein klitzekleines Forensystem unterteilt nach Musikgeschmäckern? Hunderte von Möglichkeiten brachliegend. Verdammt, wozu gibt es Last.fm als leuchtendes Beispiel? Einfach mal diese Seite besuchen und viel Spaß beim rumwühlen. Fatal ist das deswegen, weil man just ein Project Famous gestartet hat. Man bietet Gruppen Support an, indem sie gelockt werden, über 5.000 Fans zu finden, die das Profil der Gruppe adden. Und die versprochene Unterstützung hört sich nicht übel an (einfach selber lesen, was alles angeboten wird) für unbekannte Bands. Umso ärgerlicher, dass man keine vernünftigen Surfpunkte anbietet. Nicht die Bands kommen ja zum User, sondern die User müssen so leicht wie möglich zur Band finden. Mit zunehmender Dauer wurde ich frustierter und kann mir vorstellen, dass es den anderen Usern genauso geht. Da erklärt man ihnen, dass sie Bands unterstützen können, doch keine echten Navihilfen. Charts, Tagclouds, latest, Regionalsuche, use your brain, Luke!!!

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Ich könnte jetzt weiter herumkritisieren, mir sind noch mehr als ein Dutzend nervtötender Punkte aufgefallen, belasse aber es aber am wesentlichen Punkt, dass die Einstiegshürden unötig hoch gesetzt wurden, aber auch die Stickyness imho völlig außer Acht gelassen wurde.

Um es ganz klar zu sagen: YouMix hat 100% Potenzial, da so ein auf Band-Unterstützung dediziert fokussiertes Portal in D n.n. existiert. Und ich denke, man kann oW von den besten lernen, wie oben erwähnt zB von Last.fm. Jungs, macht hin, lass das Teil nicht so stehen, schaut Euch im Netz mit offenen Augen um, malt weniger Excel-Charts, denkt wie ein Musiker und Musikliebhaber, statt wie ein Kaufmann. Seid mir nicht bös, aber ich gebe Euch offen Feedback, wie frustend ich meinen Einstieg fand, in der Vorfreude, schnell und zügig durch Musikstücke von unbekannten Band durchsurfen zu können, aber nix von dem wurde erfüllt. Ich will Euch nicht plätten, ganz und gar nicht. Nur anstoßen. Was habe ich also falsch gemacht, was habt Ihr falsch gemacht? Oder seid Ihr auf dem richtigen Weg Eurer Meinung nach und ich habe es nur nicht kapiert, wie man die Plattform bedient? Mir tuts halt im Herzen weh, wenn ich die Chancen sehe, aber die Umsetzung statt revolutionary crap nur crap crap ist. Kommt, da geht noch viel mehr, gebt Gas.

ach ja, mein Profil

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.