Sonstiges

Werbung oder nicht, Geld oder nicht, Bloggen oder nicht

Jeriko packt seinen ganzen Frust in die nie endend wollende Diskussion, ob Blogger Geld verdienen dürrfen bzw. eigentlich gehts darum, wie sie das Geld mittels ihrem Blog verdienen dürfen. Natürlich gehts auch um Adical, aber eigentlich gehts um die ganze whole Story.

Wie halte ich es damit? Ganz einfach, ich mache mein Blog zu Kohle seit Beginn an, dabei juckt es mich nicht, ob es 10 oder 10.000 Euro sind, solange ich damit klarkomme. Ich lege zugleich Wert auf das, was Dritte mir dazu sagen und gleiche das mit dem ab, wie ich es sehe und empfinde. Es kann dazu führen, dass man seine Methodik anpasst oder verändert, was aber bis dato noch nicht der Fall sein musste. Wenn mir ein Produkt oder ein Service gefällt, mache ich dafür nach Belieben freiwillig Werbung, ziehe aber bei bezahlten Postings (Trigami) etc. meine Grenze, da ich das lieber aus mir heraus statt extern motiviert mache. Ebenso verhält es sich mit Einladungen zu Veranstaltungen. Interessiert mich das Thema, gehe ich hin und schreib halt drüber oder auch nicht. Auch da gilt: ich entscheide für mich, ob ich das aus mir heraus mache oder nicht. Und achte eigentlich nicht darauf, nein, gelogen, achten überhaupt nicht drauf, wenn andere meinen, dass man extern gepusht und beeinflusst wurde. Ganz nach dem Motto: Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, das kann es auch, es hat ja Zeit. Genug Zeit, um sich selbst seinen Kopp zu machen:) Das mag auch daran liegen, dass man aus dem Alter langsam herausgewachsen ist, in dem man Fremdmeinungen braucht, um sich selbst zu definieren.

via Braintwist


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

13 Kommentare

  • Ist eigentlich ja alles auch kein Problem.

    Ein Problem wird es erst dann, wenn jemand so tut – oder alles so aussehen lässt, als machte er keine Werbung, und damit verschleiert, dass er im Sinne irgendwelcher Finanziers (wie auch immer es bezahlt wird) schreibt.

    Was wir u.a. als Schleichwerbung kennen oder als ganz bewusst kaum erkennbar von redaktionellem Inhalt getrennte Produktwerbung in Zeitungen und Magazinen.

    In solchen Fällen ist m.E. ein wirkliches Interesse an den Lesern nicht mehr erkenn- und auch nicht mehr argumentierbar.

    Wie bei allen kommerziellen Tätigkeiten taucht womöglich irgendwann die Frage auf, ob das wirtschaftliche Interesse oder das Interesse an der Sache im Vordergrund steht, bzw. gar der Anlass ist. Dann kann es nämlich relativ schnell zu einer inhaltlichen Qualitätsfrage werden.

  • das war und ist btw auch die Frage sogar bei AdSense, die damals vor rund drei/vier Jahren erstmals Moe von Plasticthinking gestellt hatte. Ob man sich nicht doch beeinflussen lässt von der AdSense-Werbung. Die gleiche Frage hatte sich Wolfgang Flamme, der Blogger, der nicht mehr bloggt, auf dem MEX Blog gestellt. Antwort war schon damals unklar, heute aber liegt der Fokus der Argusaugen auf bezahlten Postings.

  • Wird wahrscheinlich ne never ending Story bleiben.
    Auch wenn der Blogger klar defniert das er unbeinflusst urteilt oder berichtet, weiss der Leser wirklich ob das auch stimmt?

  • Jeriko schreit es heraus!…

    Ein paar sehr, sehr gute Gedanken zum Thema „Blog, Adical und Werbung Allgemein“ finden sich bei Jeriko One. Nicht, daß ich seine Ansichten unbedingt in Gänze teile, aber wenigstens macht er den Versuch nicht in den Reflex zu verfallen, de…

  • […] Was ich erstmal nicht machen werde sind Beiträge für Geld. Generell nicht für Dinge über die ich nicht bloggen möchte und sicherlich auch nicht wenn ich meine eigene Meinung dort nicht vertreten darf. Damit garnicht erst die Frage aufkommt ob das nun wirklich meine Meinung ist oder woher ich meinen neuen Porsche habe werde ich erst garnicht damit anfangen über Produkte zu bloggen. Es sei denn ich blogge von mir aus über irgendwas. Wie halte ich es damit? Ganz einfach, ich mache mein Blog zu Kohle seit Beginn an, dabei juckt es mich nicht, ob es 10 oder 10.000 Euro sind, solange ich damit klarkomme. Ich lege zugleich Wert auf das, was Dritte mir dazu sagen und gleiche das mit dem ab, wie ich es sehe und empfinde. Es kann dazu führen, dass man seine Methodik anpasst oder verändert, was aber bis dato noch nicht der Fall sein musste. basicthinking […]

  • Grundgütiger. Regen sich Leute auf über Dinge, die sie a) keinen Cent kosten und zu denen b) sie niemand zwingt. Außerdem sind wir alle mündige Bürger, die im Stande sein sollten, sich auch mal selbst eine Meinung zu bilden und nicht darauf angewiesen sind, sich eine bei dem Guru ihres Vertrauens holen zu müssen.

    Jeder sollte auch fähig sein mitzukriegen, welcher Blogger nur Artikel schreibt, weil einer seiner Merchants gerade wieder eine neue Kampagne angeleiert hat, und dann die Konsequenzen ziehen, die sich für ihn richtig anfühlen.

    Das würde allerdings bedeuten, dass er selbst denken muss, eigene Entscheidungen treffen muss, und sein eigenes Verhalten entsprechend ändern muss. Wow, brainfreeze.

  • „Das würde allerdings bedeuten, dass er selbst denken muss, eigene Entscheidungen treffen muss, und sein eigenes Verhalten entsprechend ändern muss.“

    bingo, use your brain, Luke:)) Um mehr gehts auch nicht, full ack.

  • Es scheint 2 Probleme zu geben:
    1. Das DEUTLICHmachen, wo die bezahlte Schreibhilfe anfängt, z.B.
    a) Blogger X beschreibt euphorisiert, daß ihm ein Produkt gefällt, wofür er zufällig Geld bekommt
    b) Blogger Y identifiziert sich einem start-up, weil er dafür bezahlt wird bzw. im Aktien-Programm *Friends&Family&friendly Bloggies* bedacht wird

    2. Die Blogosphäre handelt mit dem Ruf „edel und kritisch“ zu sein und vertritt gerne einen hyper-moralischen Ansatz gegen ²Cisco & das Großkapital“ – da kann man schlecht nach Kohle gieren. 😉

    Daß demzufolge schnell der Ruf „…er/sie verrät die Bewegung…“ laut wird, ist nicht überraschend.

  • Also nachdem ich mir einige Gedanken gemacht habe wie ich für und mit meinem Blog ein bisschen Geld einspielen kann, um nicht alles komplett aus eigener Tasche bezahlen zu müssen, habe ich mich für das klassiche Sponsoring entschieden. Das bietet Unternehmen, die für sich werben wollen die Möglichkeit das zu tun und mir als Betreiber und den Lesern die Gewißheit, dass Geld-Verdienen und Content nicht miteinander verschlungen sind.

    Gerade heute habe ich für mein Blog das erst Sponsoring unter Dach und Fach gebracht und bin gespannt wie sich dieses „klassische“ Modell weiterentwickeln wird.
    Persönlich als Leser halte ich nichts davon wenn Werbung mit Inhalt verschmilzt, besonders wenn man nicht darauf hingewiesen wird. Für den Leser muss klar erkennbar sein, aus welcher Motivation Inhalte entstehen.

  • […] Werbung 2.0 – Der Blogruf des Geldes. Adical ist sogar als Thema bei Spiegel Online angekommen. Massenkompatibel. Hintergrund. Blogger bilden ein Werbekollektiv, das der Werbeindustrie, einen Vermarktungskanal anbietet. Dabei nutzen sie ihren persönlichen Blog als Darstellungsmedium und Projektionsfläche für die geschalteten Werbeaktionen. Die Bloggemeinschaft reagiert sehr distanziert, positiv ausgedrückt, kritisch. Stellvertretend zwei Artikel hierzu. Adical beantwortet Fixmbr Kritikpunkte, bzw. aktuell Warum Werber den Mund halten sollten. Robert Basic beteiligt sich an der Diskussion. Werbung oder nicht, Geld oder nicht, Bloggen oder nicht. […]

  • […] Und ja, meine Ankündigung war auch kein Scherz. Ich werde bald die erste trigami-Rezension gegen Geld schreiben und – auch wenn es Coconuts (kleine) sind – dabei geht für mich ein Ziel in Erfüllung – ohne Ironie. Ich hatte mal nen Award (ALE-Project Award), da haben wir in drei Jahren über 500 Website analysiert und rezensiert – für umme, und der Lohn war auch ideel lausig. Und damals dachte ich immer: Das mal machen gegen Geld, das wäre es. Meine Meinung, meine Reichweite, Geld wert … nicht aus meinen Beruf heraus, nur so. Und jetzt soll ich mich verbiegen, weil manche es als nicht oppurtun ansehen. Ach geh. Soweit kommt es noch. Da mag ich was Robert Basic mal sagte: Wie halte ich es damit? Ganz einfach, ich mache mein Blog zu Kohle seit Beginn an, dabei juckt es mich nicht, ob es 10 oder 10.000 Euro sind, solange ich damit klarkomme. Ich lege zugleich Wert auf das, was Dritte mir dazu sagen und gleiche das mit dem ab, wie ich es sehe und empfinde. Es kann dazu führen, dass man seine Methodik anpasst oder verändert, was aber bis dato noch nicht der Fall sein musste. […]

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